Eine Wingwoman verliebt sich nicht Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Gordon Muehle

Eine Wingwoman verliebt sich nicht

Eine Wingwoman verliebt sich nicht Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
„Eine Wingwoman verliebt sich nicht“ // Deutschland-Start: 30. August 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Mit der Liebe kennt sich Caro Sander (Chiara Schoras) aus. Schließlich verhilft sie als professionelle Wingwoman regelmäßig anderen zu ihrem romantischen Glück, weil sie sehr gut darin ist, andere Menschen zu lesen. In ihrem eigenen Leben sieht es dafür recht mager aus. Seit ihrer geplatzten Ehe ist eine ganze Weile vergangen, viel gelaufen ist nicht. Dabei gäbe es sogar einen Mann, der sie interessiert. Seit einer Weile schon himmelt sie den Musiklehrer Marc Ahmadi (Tom Beck) an, ohne sich diesem aber genähert zu haben. Umso größer ist die Überraschung, als ihre neue Klientin, die Starpianistin Anya Urbanski (Sarah Bauerett), ebenfalls ein Auge auf ihn geworfen hat – und ausgerechnet Caro ihr dabei helfen soll, ihn zu erobern …

Wie die Liebe finden?

Normalerweise bringt man die sonntägliche ZDF-Programmschiene Herzkino mit den zahlreichen Reihen in Verbindung. Ob nun Klassiker wie Rosamunde Pilcher und Das Traumschiff oder neuere Hits wie Frühling oder Dr. Nice, es dominieren etablierte Namen. Dann und wann bringt der Sender aber auch Einzelfilme heraus, die keinerlei Franchise-Ambitionen haben. Zweimal war dies dieses Jahr bereits der Fall. In Baumgeflüster verliebt sich ein Forstwirt in einen Fotografen, was auch zu beruflichen Komplikationen führt. Anschließend handelte Zwei am Zug von zwei Menschen, die sich zufällig während einer Zugfahrt begegnen und dabei näherkommen. Mit Eine Wingwoman verliebt sich nicht folgt nun ein dritter Herzkino-Film, der eine in sich geschlossene Geschichte erzählt.

Dieses Mal wird auf gesellschaftliche Themen verzichtet. Wo es bei den beiden obigen Kollegen unter anderem um Homosexualität und Geschlechterbilder ging – die Frau war bei Zwei am Zug zehn Jahre älter als der Mann –, ist bei Eine Wingwoman verliebt sich nicht nichts Vergleichbares zu finden. Tatsächlich umschifft der Film fast alles, was irgendwie kontrovers sein könnte, und bietet völlig anspruchslose Unterhaltung. Dabei hätte es durchaus Potenzial gegeben. Gerade die Frage, wie man heutzutage noch einen passenden Menschen für sich finden soll, in Zeiten einer auch digitalen Wegwerfgesellschaft, wäre es wert gewesen, ein bisschen tiefer verfolgt zu werden. Daran hatte man aber kein Interesse. Das Publikum soll viel lieber einen Spaß daran haben, wie sich zwei Menschen ineinander verlieben, selbst wenn sie sich dabei selbst im Weg stehen.

Oberflächliche Berieselung

Nur, so richtig unterhaltsam ist das Ergebnis dann doch nicht. Das fängt schon damit an, dass die Figuren nicht sonderlich fesselnd geworden sind. Manche sind langweilig, andere eher nervig. Es wird kein schlüssiges Argument geliefert, warum man sich für das interessieren sollte, was da geschieht. Zumal die Handlung sowieso sehr vorhersehbar ist. Sobald das Szenario und die Figurenkonstellation etabliert ist, schaltet der Film mehr oder weniger den Autopiloten an. Man weiß da sehr genau, was alles passieren wird. Für etwas Abwechslung sorgen in Eine Wingwoman verliebt sich nicht allenfalls die Nebenstränge. Da geht es mal um die Beziehung zwischen Caro und ihrer 17-jährigen Tochter Francesca (Joone Dankou). Auch ein Onkel, der erst spät seine Homosexualität gefunden hat, gehört zum Ensemble. Mit der eigentlichen Geschichte haben die aber nichts zu tun.

Kann man sich das anschauen? Sicherlich. Im Großen und Ganzen funktioniert das schon alles. Wer keine höheren Ansprüche daran hat und daran glauben möchte, wie einfach das mit der Liebe am Ende doch ist, wenn man sich darauf einlässt, kann es durchaus hiermit versuchen. Ein bisschen Berieselung am Ende einer anstrengenden Woche ist nichts Verwerfliches. Nur sollte man eben nicht mehr erwarten. Zwar muss man sich über Eine Wingwoman verliebt sich nicht nicht so ärgern wie über andere Herzkino-Beiträge. Tatsächlich sehenswert ist die Liebeskomödie aber nicht, dafür hat sie einfach nicht genug zu erzählen und ist auch nicht spaßig genug, um das auszugleichen.

Credits

OT: „Eine Wingwoman verliebt sich nicht“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Wolfgang Eißler
Drehbuch: Oliwia Strazewski
Musik: Matthias Petsche
Kamera: Pascal Schmit
Besetzung: Chiara Schoras, Sarah Bauerett, Tom Beck, Dominic Raacke, Beniamino Brogi, Joone Dankou, Alexander Czerwinski, Anna Böttcher

Bilder

Noch mehr Herzkino

Die sonntags auf dem ZDF ausgestrahlte Reihe Herzkino gehört zu den Dauerbrennern des Senders. Seit 1987 laufen, damals noch unter dem Titel Der große ZDF Sonntagsfilm, deutsche Dramen, die sich meistens mit Familien- und Liebesgeschichten befassen. Mehrere Hundert Titel wurden so im Laufe der letzten Jahrzehnte produziert. Unten findet ihr alle unsere bisherigen Rezensionen zu diesem Thema auf einen Blick.

Herzkino Kritiken



(Anzeige)

Eine Wingwoman verliebt sich nicht
fazit
„Eine Wingwoman verliebt sich nicht“ begleitet eine Frau, die beruflich andere verkuppelt, sich auf einmal dann aber selbst verliebt. Die Liebeskomödie funktioniert überwiegend auf Autopilot, da ist nichts Interessantes dabei. Da das Ganze auch nicht wirklich unterhaltsam ist, kann man sich das Einschalten sparen.
Leserwertung0 Bewertungen
0
4
von 10