Off Campus Amazon Prime Video Streamen online Video on Demand
© Amazon Prime Video/Liane Hentscher/Jeff Weddell

Off Campus – Staffel 1

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„Off Campus“ // Deutschland-Start: 13. Mai 2026 (Amazon Prime Video)

Inhalt / Kritik

Die Studentin Hannah Wells (Ella Bright) hat einen Traum: Sie will als Sängerin ganz groß rauskommen! Doch da ist noch ein zweiter Traum, der in ihrem Herzen herumspukt. So schwärmt sie für Justin Khol (Josh Heuston), den charismatischen Sänger ihrer College-Rockband. Sie weiß nur nicht, wie sie an ihn herankommen soll. Da trifft es sich doch gut, als die Garrett Graham (Belmont Cameli) kennenlernt, Star der Eishockey-Mannschaft und begehrter Frauenliebling. Dieser gibt sich als Freund von Hannah aus, um Justin eifersüchtig zu machen. Sie wiederum hilft ihm im Philosophie-Fach, wo er große Defizite hat. Von diesem Deal sollen sie beide profitieren. Dabei ahnen sie nicht, dass sie sich bei dieser Scharade tatsächlich näherkommen werden …

Einfallslose Romanadaption

Mit Romanadaptionen hat man bei Amazon Prime Video gute Erfahrungen gemacht, vor allem solchen, die sich irgendwie um die Liebe drehen. Zumindest ist es auffällig, wie viele solcher Titel der Streamingdienst immer wieder veröffentlicht. Zuletzt war da Kein Ort für Singles über eine Frau, die versucht, das Landgut der Familie fortzuführen und dabei einem Jugendfreund wiederbegegnet. Frühere Beispiele waren Love Me, Love Me und Tell Me Softly. Nun gibt es erneut Nachschub aus dem Segment, mit Off Campus steht sogar eine komplette Serie an, die überwiegend von der sich anbahnenden Liebe handelt. Vorlage ist hier eine Romanreihe von Elle Kennedy, die fünf Bände umfasst, veröffentlicht zwischen 2015 und 2021. Hinzu kommen diverse Spin-offs, die ebenfalls von der kanadischen Autorin verfasst wurden, welche sich ganz dem Schreiben von Romanzen verschrieben hat.

Wer großzügig ist, darf die Serie dann auch als routiniert beschreiben. Man darf aber auch formelhaft dazu sagen. Schon das Grundszenario, dass zwei Menschen so tun, als seien sie ineinander verliebt, nur um sich dann doch wirklich ineinander zu verlieben, ist ziemlich ausgelutscht. Die diversen komödiantischen Momente sind ebenso einfallslos geworden. Wenn Hannah zu Beginn von Off Campus gerade in dem Moment die Umkleide der Mannschaft betritt, als Garrett unter der Dusche steht, hätte ein Zufallsgenerator das auch hinbekommen. Richtig ärgerlich wird es, als die beiden stereotypen Figuren durch Schicksalsschläge vertieft werden sollen. Nicht nur, dass das so ziemlich die faulste Methode ist, einen Charakter erschaffen zu wollen. Wenn diese Traumata dann als reine Mittel missbraucht werden, um die Beziehung voranzutreiben, wird es sogar sehr fragwürdig.

Attraktives Paar mit viel Chemie

Allenfalls das Thema Musik sorgt dann und wann noch für ein bisschen eigenes Flair, wenn über Stile und Bands diskutiert wird. Zwischendurch geht es dann auch um die Frage, woher Kunst ihre Inspiration bezieht und welchen Zweck sie verfolgt. An der Stelle hätte Off Campus das Potenzial gehabt, vielleicht doch auch mal wirklich etwas zu sagen. Dafür reichten die Ambitionen aber nicht. Es bleibt alles an der Oberfläche. Das muss einen nicht unbedingt stören, die Zielgruppe solcher Geschichten zieht dann doch das Berechenbare dem Mutigen vor. Selbst die Abgründe sind dann doppelt und dreifach ausgepolstert, damit sich ja niemand wehtut.

Aber man darf sich doch fragen: Warum hat es dann noch eine komplette Serie gebraucht, die in acht Folgen nicht mehr erzählt, als es andere in Filmlänge tun? Wenn man schon darauf verzichtet eine interessante Geschichte zu erzählen, hätte man sich wenigsten kurz fassen dürfen. Eine völlige Katastrophe ist Off Campus nicht. Denn bei der Hauptdisziplin, der Besetzung bzw. dem Schauspiel, überzeugt das Ergebnis tatsächlich. Ella Bright und Belmont Cameli (Because of You) sind zweifelsfrei ein attraktives Paar und entwickeln auch die nötige Chemie, um die Romanze verkaufen zu können. Wem das reicht, der kann einschalten und ein bisschen träumen. Wer auf der Suche nach tatsächlich emotionalen Stoffen ist, schaut sich woanders um.

Credits

OT: „Off Campus“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Silver Tree, Samantha Bailey, Erica Dunton, Dawn Wilkinson
Drehbuch: Louisa Levy, Nick Bragg, Ian Deitchman, Kristin Robinson, Cheech Manohar, Liv Coron, Emmy St. Pierre
Idee: Louisa Levy, Gina Fattore
Vorlage: Elle Kennedy
Musik: Keegan DeWitt
Kamera: Colin Hoult, Nick Thomas
Besetzung: Ella Bright, Belmont Cameli, Mika Abdalla, Stephen Thomas Kalyn, Jalen Thomas Brooks, Antonio Cipriano, Josh Heuston, Steve Howey

Bilder

Trailer

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Off Campus – Staffel 1
fazit
In der Romanadaption „Off Campus“ kommen sich eine angehende Sängerin und ein umschwärmter Eishockey-Spieler näher. Die Geschichte und die Figuren sind maximal einfallslos. Ärgerlich ist zudem, wie wieder Schicksalsschläge als Mittel zum Zweck missbraucht werden. Da kann dann auch das attraktive Paar nicht mehr viel retten.
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