
Eigentlich wäre Conni ja gern mit ihrer Familie zu Onkel Albert gefahren. Das hätte aber bedeutet, den Geburtstag von ihrer Freundin Semire verpassen zu müssen. Und das wollte sie nicht. Langweilig wird es ihr sowieso nicht. Nicht nur, dass Opa Will sowie Anna und Simon bei ihr sind. Aus heiterem Himmel landet auch noch ein Kranich bei ihnen, der sich verletzt hat. Es versteht sich von selbst, dass die Clique sich um den Vogel kümmert und gesundpflegt. Einfach ist das aber nicht. Zum einen müssen sie erst das Vertrauen des Tiers gewinnen. Zum anderen ist da noch ihr Nachbar Herr Oswald, der durch den Kranich seinen geliebten Rosengarten in Gefahr sieht …
Zeitlose Themen
Seit mehr als 30 Jahren ist Conni nicht aus den hiesigen Kinderzimmern wegzudenken, Liane Schneiders Bücher und Hörspiele um das aufgeweckte Mädchen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Und auch die Zeichentrickserie und die Realfilme fanden ihre Fans. 2020 folgte dann ein weiterer Kinofilm, dieses Mal in animierter Form. Und obwohl Meine Freundin Conni – Geheimnis um Kater Mau mitten in die Corona-Pandemie platzte, lief der Familienfilm ganz erfolgreich, mehr als 350.000 Menschen sahen ihn seinerzeit im Kino. Da wundert es nicht, dass irgendwann Gedankenspiele um einen zweiten Teil begannen. Bis daraus ein fertiges Produkt wurde, dauerte es jedoch. Knapp sechs Jahre liegen zwischen dem Erstling und Meine Freundin Conni: Abenteuer mit Kranich Klaus, was gerade im Bereich des Kinderfilms schon sehr lang ist. Auf ein wiederkehrendes Publikum kann man dabei kaum setzen.
Zum Glück steht der zweite Teil aber komplett für sich, weshalb auch neue Kinder hier herzlich willkommen. Vorkenntnisse braucht es keine, weder auf den ersten Film noch die Vorlage bezogen. Und es sind auch zeitlose Themen, die hier verhandelt werden. Erneut geht es um das Verhältnis der jungen Protagonistin zu einem Tier. War es letztes Mal noch der Kater, der für viel Chaos sorgte, ist es jetzt eben ein Kranich. Das führt zu einigen Eifersüchteleien des Vierbeiners, der das gar nicht mag, auf einmal so wenig Beachtung zu bekommen. Ansonsten spielt dieser in Meine Freundin Conni: Abenteuer mit Kranich Klaus aber keine große Rolle. Die Geschichte konzentriert sich ganz auf das Federvieh und die diversen Menschen, die damit zu tun haben.
Humor und Nachdenklichkeit
Der Film kombiniert dabei humorvolle Szenen mit solchen, die etwas nachdenklicher sind. Zu ersten gehören die, wenn der Vogel den Nachbarsgarten verwüstet. Auch die diversen schrägen menschlichen Figuren dienen der Erheiterung. Meine Freundin Conni: Abenteuer mit Kranich Klaus will aber mehr sein als bloße Unterhaltung, wenn es beispielsweise über Freundschaft oder den respektvollen Umgang mit der Natur geht. Wobei der Film in der Hinsicht aber noch hätte thematisieren dürfen, dass man nicht unbedingt wilde Tiere bei sich aufnehmen sollte, aus verschiedenen Gründen. Das ist hier dann doch alles ein bisschen idealisiert dargestellt, aus Rücksicht für die junge Zielgruppe.
Diese wird ihren Spaß haben, wenn die aufgeweckte und zugleich mitfühlende Protagonistin ihren Kopf durchsetzt. Zumal am Ende alles gut ausgeht und sogar der griesgrämige Nachbar eine schöne Szene spendiert bekommt. Visuell ist das sowieso wieder alles sehr nett geworden. Die an klassische Zeichentrick angelehnte 3D-Optik ist natürlich etwas schlichter gehalten, gefällt aber erneut durch die freundliche Farbgebung und die Designs der Figuren. Größere Spezialeffekte gibt es nicht, braucht es aber auch nicht. Insgesamt ist Meine Freundin Conni: Abenteuer mit Kranich Klaus ein wirklich netter bis süßer Film geworden, bei dem man ohne Bedenken den Nachwuchs beschäftigen kann. Da bleibt nur zu hoffen, dass ein dritter Teil nicht wieder sechs Jahre brauchen wird.
OT: „Meine Freundin Conni: Abenteuer mit Kranich Klaus“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Dirk Hampel
Drehbuch: Oliver Huzly, Sven Severin
Vorlage: Liane Schneider
Musik: Toni M. Mir
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