Frühling - Vergiss mein nicht Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Barbara Bauriedl

Frühling: Vergiss mein nicht

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„Frühling: Vergiss mein nicht“ // Deutschland-Start: 1. März 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Als Friedel Gottwald (Sönke Möhring) nach einem schweren Unfall mit dem Mountainbike zu sich kommt, hat er einen Großteil seines Lebens vergessen. Was in der Jugend geschehen ist, weiß er, alles danach ist verschwunden. Tatsächlich glaubt er, noch immer im Jahr 1986 zu sein. Katja Baumann (Simone Thomalla) soll ihm dabei helfen, wieder Fuß zu fassen. Dabei erhofft sie sich Hilfe von Gottwalds Frau Lara (Franziska Schlattner). Doch die will nichts von ihm wissen, tatsächlich haben die beiden sich vor einiger Zeit getrennt. Währenddessen hat Trixie Weber (Nina Schmieder) eine ungewöhnliche Bitte an Katja und bringt diese damit in eine schwierige Situation …

Neustart durch Amnesie

Irgendwann ist alles einmal vorbei, selbst die Geschichte um die dysfunktionale Familie in Frühling. Nachdem wir schon Anfang 2023 die Lamprechts kennenlernen durften, die damals durch die verstörend-psychotische Tochter auffiel, wurde diese drei Jahre lang immer mal wieder untergebracht. Zuletzt gab es quasi kein Entkommen mehr, auch weil ständig neue Wendungen eingebaut wurden in dem Versuch, das alles noch einmal komplett umzuschreiben. Mit Am Ende einer Lüge scheint das Elend aber endlich ein Ende genommen zu haben. Zwar wird in Vergiss mein nicht, die vierte von sechs Folgen der aktuellen 15. Staffel, das alles noch einmal kurz angesprochen. Ansonsten bestimmen aber andere Figuren das Geschehen.

Das heißt aber nicht, dass die im Rahmen des Herzkino ausgestrahlte ZDF-Dramareihe jetzt zur Ruhe kommt. Das würde Drehbuchautorin Natalie Scharf, die von Anfang an die Reihe maßgeblich bestimmt, gar nicht zulassen. Da wird dann noch ein Problem nach dem anderen rausgehauen. Einige davon sind Fortsetzungen bisheriger Stränge. Beispielsweise wird Arthur Moser (Timur Bartels), der entfernte Verwandte von Pfarrer Sonnleitner (Johannes Herrschmann), wie zuvor schon angedeutet von seiner Vergangenheit eingeholt. Auch die Sache mit Trixie, die ausgerechnet mit Katjas neuer Flamme André Fabiansky (Gabriel Raab) eine Affäre hatte, wird fortgeführt. Und dann wird noch einmal die schwierige Beziehung zwischen dem Polizisten und der Journalistin angesprochen, ohne dass dies irgendwohin führen würde. Auf der einen Seite ist es ja positiv, wenn alte Stränge fortgeführt werden. Nur sind die eben, typisch für diese Reihe, oft völlig übertrieben.

Wieder alles übertrieben

Und das gilt dann auch für die Hauptgeschichte der aktuellen Folge. So handelt Frühling: Vergiss mein nicht von einem Mann, der nach einem Unfall sein Gedächtnis verloren hat. Gegen eine solche Geschichte spricht zwar grundsätzlich erst einmal nichts. Sie kann sogar ganz interessant sein, gerade auch im Hinblick auf Fragen der Identität. Scharf will darüber aber nicht nachdenken. Stattdessen baut sie auch hier ein groteskes Gerüst auf, getragen von Ehebruch, Verrat und Betrug. Und es könnte noch deutlich schlimmer kommen, wenn man dem Ende vertraut, welches per Voiceover als bloßer Anfang angekündigt ist. Es ist also zu befürchten, dass die Reihe damit einen weiteren Strang gefunden hat, der ewig fortgeführt wird, irgendwie muss man ja die sechs neuen Filme pro Jahr füllen.

Wobei man während dieser Passagen nicht genau sagen kann, ob das jetzt ernst gemeint ist oder nicht. Komödiantische Versuche gibt es in dieser Reihe ja durchaus, siehe etwa die backende Tratschtante Heidrun Niedermayer (Catalina Navarro Kirner). Aber es ist eben nicht immer klar zu erkennen, was komisch sein soll oder nur unfreiwillig komisch ist. Dass so manche darstellerische Leistung nicht ganz natürlich ist, verstärkt diesen Eindruck noch weiter. So schön es ist, dass die besagte Katastrophenfamilie nicht mehr dabei ist, mit Frühling: Vergiss mein nicht ist es nicht wirklich besser geworden. Nächste Woche geht es in Leben oder nicht! um eine frühe Schwangerschaft und einen bösen Autounfall.

Credits

OT: „Frühling: Vergiss mein nicht“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Michael Karen
Drehbuch: Natalie Scharf
Musik: Siggi Mueller
Kamera: Alexander Fischerkoesen
Besetzung: Simone Thomalla, Kristo Ferkic, Johannes Herrschmann, Nina Schmieder, Gabriel Raab, Timur Bartels, Sönke Möhring, Franziska Schlattner, Adrian Bräunig

Bilder

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Frühling: Vergiss mein nicht
fazit
In „Frühling: Vergiss mein nicht“ verliert ein Mann nach einem Unfall seine Erinnerungen der letzten 40 Jahre. Das Ergebnis ist eine mal wieder völlig übertriebene Geschichte. Dass diverse andere alten Dramen dazukommen, macht die Episode wieder ziemlich anstrengend.
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