Frühling - Wenn alle schweigen Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Barbara Bauriedl

Frühling: Wenn alle schweigen

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„Frühling: Wenn alle schweigen“ // Deutschland-Start: 25. Januar 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Nachdem Sarah Springer (Anna Triebel) mehrfach von ihrer Mitschülerin Stella Lamprecht (Katharina Weitzendorf) gemobbt und sogar bedroht wurde, hat sie Angst davor, an die Schule zurückzugehen. Dabei hat Stella gerade ganz andere Probleme: Ihre Mutter Ina (Stephanie Schönfeld) will verhindern, dass ihr Ex-Mann Georg (Daniel Krauss) weiterhin die gemeinsamen Kinder sieht. Da gibt es einiges zu tun für Katja Baumann (Simone Thomalla), zumal es auch privat drunter und drüber geht. Denn während sie und der Arzt André Fabiansky (Gabriel Raab) anbändeln, kriselt es bei Adrian Steinmann (Kristo Ferkic) und Lilly Engel (Julia Willecke). Pfarrer Sonnleitner (Johannes Herrschmann) und sein entfernter Verwandter Arthur Moser (Timur Bartels) müssen sich derweilen um einen Hundewelpen kümmern …

Der Alptraum ist zurück

Für Fans von Frühling gibt es Anfang des Jahres immer wieder viele Gründe zum Feiern. Dann nämlich werden die neuen Folgen der beliebten Dramareihe ausgestrahlt, die das ZDF in der sonntäglichen Programmschiene Herzkino ausstrahlt. Die aktuelle 15. Staffel wird dabei erneut sechs Folgen umfassen, die im wöchentlichen Abstand laufen. Los ging es vergangene Woche mit Einhundert Meter, in dem es um ein verschwundenes Kind geht sowie die verzweifelte Suche danach. Neu eingeführt wurde zudem die Figur Arthur, bei der dann auch gleich ein dunkles Geheimnis mitgeliefert wurde. Denn das haben sie hier ja irgendwie alle. Außerdem braucht es fortlaufende Geschichten, die über mehrere Folgen ausgeführt werden, wie dann auch die neue Folge Wenn alle schweigen zeigt, wo eine ganze Reihe von Strängen verfolgt werden.

Der junge Mann ist dann auch dieses Mal wieder dabei, seine Hintergrundgeschichte wird aber kaum ausgeführt. Da muss sich das Publikum noch etwas länger gedulden, um zu erfahren, wovor er genau davonläuft. Dafür werden diverse andere Handlungsstränge wieder aufgegriffen. Die Figur der mobbenden Stella wurde beispielsweise bereits Anfang 2023 in Kleiner Engel, kleiner Teufel eingeführt, 2025 eskalierte die Situation in Mein Geheimnis, dein Geheimnis. Dass Frühling: Wenn alle schweigen auf diese Ereignisse zurückgreift, ist einerseits gut, da sich das dörfliche Setting eigentlich dafür anbietet, Figuren und deren Geschichten langfristig anzulegen. Ärgerlich ist aber, wie das psychotische Mädchen auf einmal umgedeutet werden soll, aus der Täterin mittels billiger Küchenpsychologie zu einem Opfer gemacht wird.

Viel Stoff, viel Ärger

Es sind aber auch andere Punkte, die wieder Anlass für Ärger sind. Die Beziehungskrise von Adrian und Lilly etwa ist schon sehr erzwungen. Man sollte eigentlich von zwei erwachsenen Menschen, die länger zusammen sind, erwarten können, dass wie wenigstens miteinander reden. Dann wüsste Adrian beispielsweise, dass Lilly wieder ihren Vater sucht, auch das ist ein alter Handlungsstrang. Aber das wäre ja zu einfach. Dann ist da wieder die Bäckerin Heidrun Niedermayer (Catalina Navarro Kirner), die längst zu einer nervtötenden Karikatur geworden ist und mit ihrer Übergriffigkeit verstört, obwohl sie unterhalten soll. Man weiß bei Frühling: Wenn alle schweigen schon gar nicht, wer die furchtbarste Figur von allen ist. Natürlich müssen Charaktere nicht immer sympathisch sein, im wahren Leben sind sie das ja auch nicht. Wenn aber jemand gleichzeitig unsympathisch und uninteressant ist, wird es schwierig.

Das kennt man aus dieser Reihe natürlich, das war schon früher immer mal wieder so. Ungewöhnlich bei der aktuellen Folge ist aber, dass sie keine wirkliche Hauptgeschichte hat. Normalerweise gibt es einen primären Strang, der von einigen fortlaufenden kleineren Sachen begleitet wird. Hier zerfasert der Film aber in eine Reihe solcher Geschichten, bis man gar nicht weiß, wovon Frühling: Wenn alle schweigen handeln soll. Oder auch, warum einen das interessieren sollte. Nächste Woche geht es in Am Ende einer Lüge weiter mit der Familie Lamprecht und den Streitigkeiten zwischen den Eltern. Der nächste Ärger ist also schon vorprogrammiert.

Credits

OT: „Frühling: Wenn alle schweigen“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Thomas Kronthaler
Drehbuch: Natalie Scharf
Musik: Siggi Mueller
Kamera: Christof Oefelein
Besetzung: Simone Thomalla, Cristo Ferkic, Johannes Herrschmann, Julia Willecke, Caroline Ebner, Marco Girnth, Catalina Navarro Kirner, Andrea Kaiser, Monika Manz, Katharina Weitzendorf, Stephanie Schönfeld, Daniel Krauss, Nina Schmieder, Gabriel Raab, Anna Triebel, Timur Bartels

Bilder

Noch mehr Herzkino

Die sonntags auf dem ZDF ausgestrahlte Reihe Herzkino gehört zu den Dauerbrennern des Senders. Seit 1987 laufen, damals noch unter dem Titel Der große ZDF Sonntagsfilm, deutsche Dramen, die sich meistens mit Familien- und Liebesgeschichten befassen. Mehrere Hundert Titel wurden so im Laufe der letzten Jahrzehnte produziert. Unten findet ihr alle unsere bisherigen Rezensionen zu diesem Thema auf einen Blick.

Herzkino Kritiken

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Frühling: Wenn alle schweigen
fazit
In „Frühling: Wenn alle schweigen“ will sich die Mobberin bei ihrem Opfer entschuldigen, während die eigene Familie kriselt. Der Film kombiniert eine Reihe von Strängen rund um unerträgliche Figuren, die sich gegenseitig das Leben schwermachen. Ärgerlich ist dabei gerade auch der Versuch, das Verhalten der kleinen Psychopathin nachträglich zu erklären.
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