Frühling - Einhundert Meter TV Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen Herzkino
© ZDF/Barbara Bauriedl

Frühling: Einhundert Meter

Frühling - Einhundert Meter TV Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen Herzkino
„Frühling: Einhundert Meter“ // Deutschland-Start: 18. Januar 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Der Schock ist groß bei Mark (Marco Girnth) und Trixie Weber (Nina Schmieder), als sie feststellen, dass ihr erst 3 Jahre alter Sohn Karlchen verschwunden ist. Die Polizei macht sich sofort auf die Suche und entdecken den Jungen auf den Aufnahmen einer Überwachungskamera. Doch kurz danach verlieren sich die Spuren. Was könnte nur mit ihm geschehen sein? Während Katja Baumann (Simone Thomalla) Trixie zur Seite steht und nach Lösungen sucht, hat Pfarrer Sonnleitner (Johannes Herrschmann) noch etwas anderes im Kopf. So steht auf einmal Arthur Moser (Timur Bartels) vor ihm, ein entfernter Verwandter, den er bei seiner Ahnenforschung im Internet kennengelernt hat. Doch es dauert nicht lang, bis Gerüchte ihre Runde machen …

Neues Jahr, neue Dramen

Frühling ist die heimliche Königin im sonntäglichen Herzkino. Zumindest im Hinblick auf die Produktivität ist die Dramareihe ganz weit vorne dabei: Seit einiger Zeit produziert das ZDF gleich sechs neue Filme pro Jahr, die meistens ab Januar im wöchentlichen Abstand ausgestrahlt werden und dabei im Schnitt um die fünf Millionen Menschen vor die Fernseher locken. Zuletzt ging es vergangenes Jahr in Mein Geheimnis, dein Geheimnis um zwei verschwundene Mädchen. Nun gibt es wieder Nachschub. Und auch die 15. Staffel wird wieder sechs Folgen umfassen. Los geht es dabei mit Einhundert Meter, eine Folge, die ganz typisch für diese Reihe ist – was je nach Ansicht eine guter oder eine schlechte Nachricht ist.

So gibt es auch dieses Mal richtig viel Drama. Das wichtigste ist natürlich das um den verschwundenen Jungen, damit soll beim Publikum für richtig viel Spannung und Anteilnahme gesorgt werden. Dafür muss man aber wirklich daran glauben, dass es schlecht ausgehen könnte, was bei dieser Reihe sehr unwahrscheinlich ist. Während dieser Teil aber zumindest noch einigermaßen nachvollziehbar und alltäglich genug ist, schießt Frühling: Einhundert Meter an anderer Stelle übers Ziel hinaus. Die eine Seifenoper-Wendung wurde schon beim letzten Mal gebracht. Bei der neuen Episode kommen weitere hinzu. Nicht einmal die Begegnung des Pfarrers mit dem entfernten Verwandten ist davon befreit. Natürlich muss auch da wieder ein Geheimnis eingebracht werden, weil Alltag hier nie genug ist.

Unfreiwillig komisch

Als Komödie hätte das funktionieren können. Leider meint man das hier aber traditionell ernst. Immer wieder wird Frühling: Einhundert Meter deshalb unfreiwillig komisch. Da ist beispielsweise wieder der Verweis darauf, dass doch jemand im Büro der Dorfhilfe sein muss zum Arbeiten, obwohl man nie sieht, wie jemand von ihnen arbeitet. Auch wenn Trixie sagt, Katja sei ihre beste Freundin, wird es lächerlich. Wer soll denn einen solchen Blödsinn glauben? Das heißt nicht, dass es nicht auch Humor gibt. Dieser ist jedoch furchtbar, wenn mal wieder die Bäckerin und Klatschtante Heidrun Niedermayer (Catalina Navarro Kirner) ihr Unwesen treibt. Wie man ihr zugutehalten soll, dass sie es nicht böse meint, wie der Pfarrer an einer Stelle sagt, erschließt sich nicht.

Aber das sind Mankos, welche die Reihe wieder und wieder und wieder hat. Fans hat sie trotzdem genügend, sonst würde man ja nicht so viele Filme produzieren, Jahr für Jahr. Wer auch sonst seinen Spaß mit diesen übertriebenen Dramen hat, wird diesen vermutlich auch bei dem 56. Teil der 2011 gestarteten Reihe haben. Der Rest wird bei Frühling: Einhundert Meter mit dem Kopf schütteln und sich fragen, warum das so viele Menschen Woche für Woche sehen wollen. Das Schlimmste aber sind die Fässer, die neu aufgemacht werden und von denen man jetzt schon weiß, dass sie die ganze Staffel hindurch immer wieder hervorgekramt werden. Nächste Woche geht es in Wenn alle schweigen um einen gefundenen Dackel und Beziehungsprobleme.

Credits

OT: „Frühling: Einhundert Meter“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Thomas Kronthaler
Drehbuch: Natalie Scharf
Musik: Siggi Mueller
Kamera: Christof Oefelein
Besetzung: Simone Thomalla, Cristo Ferkic, Johannes Herrschmann, Julia Willecke, Marco Girnth, Catalina Navarro Kirner, Dagny Dewath, Nina Schmieder, Timur Bartels

Bilder

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Frühling: Einhundert Meter
fazit
In „Frühling: Einhundert Meter“ verschwindet ein Junge spurlos, das ganze Dorf macht sich auf die Suche. Das soll ganz spannend sein, auch wenn das Ergebnis vorher feststeht. Stattdessen ist das Drama oft lächerlich, weil mal wieder alles übertrieben ist. Fans wird es gefallen, der Rest darf fernbleiben.
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