Rosamunde Pilcher: Wo Liebe aufhört und wo sie beginnt TV Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen Herzkino
© ZDF/Steve Tanner

Rosamunde Pilcher: Wo Liebe aufhört und wo sie beginnt

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„Rosamunde Pilcher: Wo Liebe aufhört und wo sie beginnt“ // Deutschland-Start: 12. April 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Seit 20 Jahren sind Kate (Clelia Sarto) und Andrew Evans (Simon Böer) inzwischen schon verheiratet. Und wie jedes dieser runden Hochzeitstage wollen sie auch diesen im Landhotel des Ehepaars Rita (Barbara Philipp) und Rodney Cumberwell (Ian Dickinson) in Cornwall feiern, wo sie seinerzeit geheiratet haben. Doch so richtig in Feierlaune ist Kate nicht, schon seit Längerem fühlt sie sich in ihrer Ehe zu wenig beachtet. Andrew geht so sehr in seiner Arbeit als Meeresbiologe auf, dass er keine Zeit für sie hat, während sie ihre eigenen Träume hintenangestellt hat. Umso größer ist die Freude, als sie in dem Hotel den Philosophie-Professor Yamen Nicholls (Merab Ninidze) kennenlernt und dieser ihre Leidenschaft für Literatur teilt …

Ein typisches Herzkino

Zwar hatte das ZDF groß angekündigt, in Zukunft weniger Filme der beliebten Dramareihe Rosamunde Pilcher zu produzieren, eines der Aushängeschilder der sonntäglichen Herzkino-Programmschiene. Ganz auf Nachschub müssen Fans aber nicht verzichten. So strahlte der Sender Anfang des Jahres Einspruch für die Liebe aus. Darin verliebte sich ein Rechtsanwalt in seine unerfahrene neue Kollegin. Mit Wo Liebe aufhört und wo sie beginnt kommt nun ein zweiter Teil dieses Jahr heraus, es ist die Nummer 177 in der langlebigen Reihe. Vorlage hierfür lieferte die Kurzgeschichte Our Holiday der britischen Autorin, deren Name zum Pseudonym für kitschige, zum Teil gnadenlos übertriebene Romanzen geworden ist. Und auch zu einer Art Schimpfwort für Leute, die eben solche Geschichten ablehnen.

Wer Filme dieser Machart mag, fühlt sich hier gleich heimisch. Rosamunde Pilcher: Wo Liebe aufhört und wo sie beginnt greift auf ein Szenario zurück, das gefühlt in der Hälfte aller Teile verwendet wird: Die Hauptfigur, in der Regel eine Frau, steckt in einer Beziehung fest, die nicht wirklich toll ist, die sie bislang aber nicht beenden wollte. Manchmal merkt sie auch gar nicht, wie schlecht sie ist, braucht eine Initialzündung, um auf die Idee zu kommen, etwas Besseres zu sorgen. In manchen Fällen sieht das so aus, dass der Mann die Frau betrügt oder anderweitig groß enttäuscht, sie also fast schon dazu gezwungen wird, das hinter sich zu lassen. Oft reicht es aber aus, dass jemand, der deutlich besser zu ihr passt, um die Ecke kommt. Schicksal eben – oder das, was als Schicksal verkauft werden soll.

Teilverbessert, aber langweilig

Über weite Strecken ist Rosamunde Pilcher: Wo Liebe aufhört und wo sie beginnt dann auch ein ziemlich austauschbarer Teil geworden, der bewährte Konzepte einfach nur wiederholt, ohne sie nennenswert zu variieren. Der Ablauf der Handlung steht bereits fest, noch bevor der Professor da ist. Auch bei den Figuren wurde nicht einmal versucht, etwas Eigenes zu schaffen. Man hätte ja beispielsweise mal die Beziehung so beschreiben können, dass die Frau ebenfalls ihren Anteil am Scheitern hat, anstatt den Schwarzen Peter immer dem Mann zuzuschieben. Aber wozu Arbeit investieren und Nuancen wagen, wenn es einfach geht? Zumal die Zielgruppe sich daran nicht stört, Mal für Mal dieselben Geschichten zu sehen.

Wobei es zwei Punkte gibt, die diesen Film tatsächlich etwas aufwerten. Zum einen ist es immer wieder bemerkenswert, wenn die Hauptfiguren in einer solchen Romanze schon etwas älter sind. Bei Rosamunde Pilcher: Wo Liebe aufhört und wo sie beginnt ist die Besetzung bereits über 50, teils über 60. Zumindest hier hat der Jugendwahn Sendepause. Sicher, zum Ausgleich werden noch zwei junge Frauen eingeführt. Die sind aber eher Begleiterscheinungen. Ebenfalls positiv ist, wie zurückhaltend der Film prinzipiell ist. Da gibt es keine übertriebenen dramatischen Zuspitzungen und ungeniert manipulative Szenen. Das macht den Film erträglicher. Aber nicht wirklich gut: Die Geschichte ist letztendlich zu langweilig, am Ende bleibt von dem Ganzen nicht viel mehr zurück als hübsche Kulissen.

Credits

OT: „Rosamunde Pilcher: Wo Liebe aufhört und wo sie beginnt“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Dagmar Seume
Drehbuch: Kirsten Harder, Dagmar Seume
Musik: Andreas Weidinger
Kamera: Ralf M. Mendle
Besetzung: Clelia Sarto, Simon Böer, Merab Ninidze, Barbara Philipp, Ian Dickinson, Athena Strates, Rocío Luz, Fiona Mason

Bilder

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Rosamunde Pilcher: Wo Liebe aufhört und wo sie beginnt
fazit
In „Rosamunde Pilcher: Wo Liebe aufhört und wo sie beginnt“ lernt eine unglückliche Ehefrau einen Seelenverwandten kennen. Die Figuren sind älter als sonst, der Film zurückhaltender inszeniert. Ansonsten ist das hier ein typisches Herzkino, dessen Geschichte aufgrund fehlender eigener Ideen langweilt.
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