Frühling - Ich weiß, was du heimlich getan hast Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Barbara Bauriedl

Frühling: Ich weiß, was du heimlich getan hast

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„Frühling: Ich weiß, was du heimlich getan hast“ // Deutschland-Start: 15. März 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Der Schock ist groß über den Unfall, der für die beiden Insassen beinahe tödlich geendet hätte. Und noch immer sind die beiden im Koma. Während die Familie um die 13-jährige Ava Gartner (Cara Vondey) bangt, die gerade ihr Kind gebärt hat, geht Pfarrer Sonnleitner (Johannes Herrschmann) das Schicksal der Bäckerin Heidrun Niedermayer (Catalina Navarro Kirner) nahe. Zwar hatten sie immer wieder Meinungsverschiedenheiten. Dennoch betet er, dass sie wieder aufwacht. Katja Baumann (Simone Thomalla) hat derweilen andere Themen, die sie beschäftigen. Nicht nur, dass Trixie Weber (Nina Schmieder) sie dazu drängt, bei André Fabiansky (Gabriel Raab) DNA-Material zu besorgen. Sie muss auch Friedel Gottwald (Sönke Möhring) helfen, der seit seinem Unfall Amnesie hat …

Abschluss der Staffel

Auch wenn andere Reihen eher als Aushängeschild vom ZDFHerzkino dienen, ist doch keine so produktiv wie Frühling. Anfangs begnügte man sich bei dem 2011 gestarteten Provinzdrama mit zwei Folgen pro Jahre. Seit einiger Zeit ist man aber bei jährlich sechs Folgen angekommen. Das Publikum macht das brav mit, rund fünf Millionen schalten jedes Mal ein. So auch dieses Jahr, bei der 15. Staffel, die jetzt mit Ich weiß, was du heimlich getan hast ihr Ende findet. Oder auch nicht findet, denn wie kaum eine andere Reihe im deutschen Fernsehen arbeitet diese hier mit Cliffhangern und fortlaufenden Geschichten, die gern mal über mehrere Jahre hinweg erzählt werden. Das zeigte die besagte Staffel, die noch einmal die Lambrechts auspackte, eine dysfunktionale Familie, die seit Anfang 2023 immer wieder auftauchte.

Die diesjährige Abschlussfolge verzichtet darauf, neue Themen aufzumachen. Dafür werden zahlreiche Stränge aufgegriffen, die es in den letzten Wochen gegeben hat. Der wichtigste ist der um die beiden Koma-Patientinnen, eine Fortsetzung der Ereignisse, die vergangene Woche in Leben oder nicht! behandelt wurden. Die Geschichte um den unter Amnesie leidenden wurde in Vergiss mein nicht begonnen. Die Auftaktfolge Einhundert Meter wiederum führte Arthur Moser (Timur Bartels) ein, ein weit entfernter Verwandter des Pfarrers. Und dann wird auch noch die Sache mit Trixie aufgegriffen, die kürzlich gestanden hat, dass ihr Sohn das Ergebnis eines Seitensprungs ist. Das ist schon richtig viel Stoff, der in Frühling: Ich weiß, was du heimlich getan hast behandelt wird. Aber das sind Fans ja von dieser Reihe gewohnt, da wird gern mal richtig dick aufgetragen.

Viel Stoff auf einmal

Man sollte auch Fan der Reihe sein, um hier folgen zu können. Einige Punkte erschließen sich zwar schon, so komplex ist die Geschichte ja nicht. Aber man wird hier doch von den vielen Figuren und ihren jeweiligen Schicksalen etwas erschlagen. In die Tiefe gehen die einzelnen Stränge aufgrund der Masse natürlich auch nicht. Das führt dazu, dass manches sehr unbefriedigend bleibt. Tatsächlich werden mehrere Stränge nicht zu Ende erzählt, enden mit Cliffhangern oder werden sang und klanglos beendet. Das ist einerseits zwar schon verständlich. Wenn aber etwas über längere Zeit aufgebaut und immer wieder thematisiert ist, dann sollte man doch etwas Besseres erwarten dürfen als das, was einem in Frühling: Ich weiß, was du heimlich getan hast vorgesetzt wird.

Zumal man auch nicht alles immer nachvollziehen können muss. Dass beispielsweise der Pfarrer die Bäckerin jetzt quasi heiligspricht, ist schon recht willkürlich. Dafür war sie die ganze Zeit viel zu übergriffig, behandelte Leute schlecht und tratschte ohne Ende. Auch in anderen Fällen kommt es zu einer recht spontanen Annäherung. So wird nie gesagt, weshalb Gottwald und seine Frau wieder ein Paar sind. Die Grundidee ist dabei eigentlich gar nicht so schlecht. Eine Reihe, die in einem Dorf spielt, bietet sich an für solche länger erzählte Geschichten. Tatsächlich war es ja in der Vergangenheit oft ein Manko, dass jede Folge neue Figuren einführte, die danach nie wieder auftauchten – was in einem Dorf wenig glaubwürdig ist. Frühling: Ich weiß, was du heimlich getan hast zeigt aber, dass auch das bessere Konzept nicht bedeutet, dass das Ergebnis gut ist.

Credits

OT: „Frühling: Ich weiß, was du heimlich getan hast“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Michael Karen
Drehbuch: Natalie Scharf
Musik: Siggi Mueller
Kamera: Alexander Fischerkoesen
Besetzung: Simone Thomalla, Kristo Ferkic, Johannes Herrschmann, Caroline Ebner, Marco Girnth, Catalina Navarro Kirner, Nina Schmieder, Timur Bartels, Sönke Möhring

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Frühling: Ich weiß, was du heimlich getan hast
fazit
In „Frühling: Ich weiß, was du heimlich getan hast“ wird um die beiden komatösen Frauen gebangt, während andere große und kleine Probleme anstehen. Die Folge richtet sich an Fans, wenn lauter alte Geschichten fortgeführt werden. Das Ergebnis überzeugt jedoch weniger, ist übertrieben, manchmal auch unbefriedigend.
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