Frühling - Am Ende einer Lüge Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Barbara Bauriedl

Frühling: Am Ende einer Lüge

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„Frühling: Am Ende einer Lüge“ // Deutschland-Start: 1. Februar 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Nach dem vielen Ärger um Sarah Springer (Anna Triebel) und die sie mobbende Mitschülerin Stella Lamprecht (Katharina Weitzendorf) ist Ruhe eingekehrt. Eigentlich ist auch alles geregelt. Zur Verwunderung von Katja Baumann (Simone Thomalla) ist es nun aber Sarah, die den Kontakt zu Stella sucht und Redebedarf hat. Diese hat aber ganz andere Sorgen gerade. So hat ihre Mutter Ina (Stephanie Schönfeld) ihrem Ex-Mann Georg (Daniel Krauss) nicht nur das Sorgerecht entzogen, sondern auch dafür gesorgt, dass er kein Umgangsrecht mehr hat. Das will Stella aber nicht so ohne Weiteres akzeptieren. Zur gleichen Zeit hat auch ihr älterer Bruder Tommy (Ron Antony Renzenbrink), der ein distanziertes Verhältnis zur Mutter hat, eigene Sorgen, die sich um seine Ex-Freundin Greta Zerbe (Theresia Vajkoczy) drehen …

Das Ende eines jahrelangen Dramas

In der 15. Staffel von Frühling geht es mal wieder hoch her. So erzählte die Auftaktfolge Einhundert Meter davon, wie ein kleiner Junge allein aus dem Haus ging und dann spurlos verschwand. Bei Wenn alle schweigen ging es anschließend zwar auch um einen süßen Hundewelpen, der für etwas Lockerheit sorgte. Ansonsten eskalierte aber der Streit innerhalb der Familie Lamprecht, wenn die Mutter der kleinen Mobberin auf einmal selbst hart durchgreift und den Vater aus dem Leben der Kinder drängen wollte. Dass da etwas nicht ganz stimmt, war klar, wie so oft war die im Rahmen des Herzkino ausgestrahlte ZDF-Dramareihe nicht subtil. Was genau aber los ist, wird erst jetzt in Am Ende einer Lüge verraten.

Für Fans, die der Reihe die Treue halten und regelmäßig einschalten, geht damit ein Handlungsstrang zu Ende, der mehrere Jahre lang immer mal wieder auftauchte. Los ging es bereits Anfang 2023 mit Kleiner Engel, kleiner Teufel. Dort wurde Stella als Psychopathin eingeführt, die ihren kleinen Bruder gezielt einem Bienenangriff aussetzte. 2024 kam deren Familie in Mit dem Feind im Bett zurück, wobei es damals um das Verhältnis der Eltern ging. 2025 drehte sich die Geschichte wieder um Stella, die mit Sarah ein neues Opfer gefunden hatte und sogar offen von Mordgedanken sprach.  In der aktuellen Staffel werden diese einzelnen Bestandteile dann zusammengeführt und mit Frühling: Am Ende einer Lüge zu einem Abschluss gebracht.

Lächerliche Wendungen

Grundsätzlich ist es zwar eine gute Idee, solche Stränge auch einmal mehrere Jahre aufzugreifen und fortzuspinnen. Eine Serie, die vom Dorfleben handelt, bietet sich dafür ja an. Problematisch ist aber, wie zuletzt versucht wurde, aus Stella einen ganz anderen Menschen zu machen. Das Motto: Alles nur ein Missverständnis! Frühling: Am Ende einer Lüge versucht sich dabei auch an einer Küchenpsychologie, die richtig peinlich ist. Schlimmer noch, sie erklärt nicht wirklich das frühe Verhalten des Mädchens. Auch wenn man bereit ist, die diversen Wendungen anzunehmen, die einem Dauer-Drehbuchautorin Natalie Scharf da vorsetzt, reicht das nicht aus. Gerade die besagte Bienenszene wird dadurch nicht erklärt, auch wenn man so tut als ob. Da wird das Publikum mal wieder richtig für doof verkauft.

Der Nebenstrang um Tommy und Greta ist nicht besser. Auch hier wird auf Wendungen gesetzt, wenn sich die Ereignisse überschlagen. Und natürlich gibt es ganz viel Drama, weil der Dorfalltag der Reihe vieles ist, aber ganz sicher nicht alltäglich. Nur sind die Wendungen hier so offensichtlich, dass sie eigentlich keine mehr sind. Das einzige, das an den Stellen unklar bleibt, ist, ob das jetzt humorvoll gemeint war oder doch ernst gemeint. Und welche Antwort die schlimmere ist. Auf jeden Fall ist Frühling: Am Ende einer Lüge wieder einer der unerträglichen Teile, mit der diese Reihe immer mal wieder negativ auffällt. Da können auch die hübschen Bilder nichts mehr retten.

Credits

OT: „Frühling: Am Ende einer Lüge“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Thomas Kronthaler
Drehbuch: Natalie Scharf
Musik: Siggi Mueller
Kamera: Christof Oefelein
Besetzung: Simone Thomalla, Kristo Ferkic, Johannes Herrschmann, Dagny Dewath, Theresia Vajkoczy, Lilli Schweiger, Ron Antony Renzenbrin, Katharina Weitzendorf, Stephanie Schönfeld, Daniel Krauss, Timur Bartels, Anna Triebel

Bilder

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Frühling: Am Ende einer Lüge
fazit
In „Frühling: Am Ende einer Lüge“ bricht eine Familie endgültig auseinander, während alte Geheimnisse ausgegraben werden. Die Dramareihe versucht, mit Wendungen und Enthüllungen das Publikum zu erfreuen, wird dabei aber mal wieder völlig lächerlich. Und auch der Nebenstrang um ein jugendliches Ex-Paar taugt nichts.
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