Das Traumschiff Afrika: Madikwe TV Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen Herzkino
© ZDF/Dirk Bartling

Das Traumschiff: Afrika: Madikwe

Das Traumschiff Afrika: Madikwe TV Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen Herzkino
„Das Traumschiff: Afrika: Madikwe“ // Deutschland-Start: 1. Januar 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Katja Sommer (Isabell Horn) und Björn Wagner (Daniel Krauss) sind jetzt schon seit einer Weile zusammen. Nun steht der nächste Schritt an: Die beiden wollen in Zukunft gemeinsam in Hamburg leben. Ihre Teenager-Kinder Lisa Sommer (Klara Kleinheins) und Paul Wagner (Cooper Dillon) sind von dieser Idee aber weniger angetan. Wenn es nach ihnen ginge, würden sich ihre jeweiligen Elternteile das sparen. Emilia Gronewald (Nadine Wrietz) sieht derweilen keine Zukunft mehr für sich, seitdem ihre Mutter, die ihr Lebensinhalt war, gestorben ist. Als sie bei der Kreuzfahrt von der Reeling springen will, um sich umzubringen, gerät sie aber mit Oliver Stiller (Götz Schubert) aneinander, der gerade dasselbe vorhatte …

Selbstmord als Komödie

So sehr sich die Welt auch verändert und von Unsicherheiten geprägt ist, auf eines ist Verlass: Zum Jahreswechsel sticht Das Traumschiff in See. Gerade erst durften Fans mit Bora Bora durch den Dauerbrenner im ZDFHerzkino in die Südsee fahren. Der Film handelte dabei von einem Mutter-Tochter-Gespann, einem peinliches Praktikum für eine Unternehmerin und einem Crewmitglied, das endlich tanzen lernen will. Davor stand in Auckland eine Weindelegation im Mittelpunkt, die auf dem Weg nach Neuseeland zahlreiche Dramen erlebt. Pünktlich zu Neujahr steht jetzt Afrika: Madikwe auf dem Programm. Ziel der Reise ist die gleichnamige Gegend in Südafrika, die unter anderem für ein großes Wildreservat bekannt ist.

Bevor es so weit ist und wir ein bisschen von der Natur sehen dürfen, stehen aber die menschlichen Schicksale im Vordergrund. Die meiste Aufmerksamkeit dürfte dabei der Strang um Gronewald und Stiller erhalten, die beide die Kreuzfahrt nutzen wollen, um Selbstmord zu begehen. Das ist als Thema zu Neujahr natürlich harter Stoff, den man so nicht erwarten würde. Zwar ist man bei dieser Reihe immer mal wieder sehr dramatisch unterwegs. Suizid kommt dennoch überraschend bei Filmen, die eigentlich dem Eskapismus dienen. Wobei es bei den auf Happy Ends gebuchten Kreuzfahrten natürlich nicht zum Äußersten kommt. Das Traumschiff: Afrika: Madikwe verpackt das Ganze sogar humorvoll. Der Film wird hier zu einer Komödie. Ob das angemessen ist, darüber lässt sich streiten. Unstrittig ist jedoch, wie furchtbar die Figur Gronewald geworden ist, wenn sie ständig übergriffig ist, aber ganz empört, wenn sie mal an der Reihe ist. Da war vermutlich witzig gemeint, ist aber nur nervig.

Seifenoper vor Traumkulisse

Weniger auffällig ist der zweite große Strang um die Patchworkfamilie. Über weite Strecken ist das okay, wenn es um das Thema geht, dass Jugendliche ihren Eltern ein eigenes Leben zugestehen müssen. Nur war das offensichtlich dem Team hinter dem Film nicht genug, weshalb sich die beiden Jugendlichen – natürlich – näherkommen müssen. Wenn sie sich küssen, wird Das Traumschiff: Afrika: Madikwe wieder zu einer dieser Seifenopern, von denen es in diesem Segment mehr als genug gibt. Da ist man fast schon dankbar dafür, wenn der dritte und kleinste Strang an der Reihe ist. So knistert es zwischen Kapitän Max Parger (Florian Silbereisen) und der Ärztin Sophia Berg (Valentina Pahde). Dass daraus nichts wird, ist zwar klar. Aber die Szenen sind doch irgendwie nett.

Dazu gibt es wie immer schöne Aufnahmen aus dem Zielland. Kulturelle Aspekte bleiben dabei zwar auf der Strecke. Aber die erwartet man von diesen Filmen schon gar nicht mehr: Die Lände werden bei dieser Reihe darauf reduziert, idyllische Fototapeten zu sein. Der Zielgruppe ist die Oberflächlichkeit egal, die bekommt auch bei dem 108. Film der Reihe eine Mischung aus großem Drama und ein wenig Urlaubsgefühl. Wem das reicht und kein Problem mit dem Selbstmordthema hat, wird vermutlich auch bei Das Traumschiff: Afrika: Madikwe wieder ansprechend bedient. Wer bislang nichts mit dem Konzept anfangen konnte, braucht es erneut nicht zu versuchen. Zwar sind die schauspielerischen Leistungen diesmal nicht ganz so katastrophal. Gut ist das Ergebnis dennoch nicht.

Credits

OT: „Das Traumschiff: Afrika: Madikwe“
Land: Deutschland
Jahr: 2025
Regie: Helmut Metzger
Drehbuch: Jürgen Werner
Musik: Hans Günter Wagener
Kamera: Daniel Bussmann
Besetzung: Florian Silbereisen, Barbara Wussow, Daniel Morgenroth, Collien Fernandes, Isabell Horn, Klara Kleinheins, Valentina Pahde, Nadine Wrietz, Cooper Dillon, Daniel Krauss, Götz Schubert, Lutz van der Horst

Bilder

Noch mehr Herzkino

Die sonntags auf dem ZDF ausgestrahlte Reihe Herzkino gehört zu den Dauerbrennern des Senders. Seit 1987 laufen, damals noch unter dem Titel Der große ZDF Sonntagsfilm, deutsche Dramen, die sich meistens mit Familien- und Liebesgeschichten befassen. Mehrere Hundert Titel wurden so im Laufe der letzten Jahrzehnte produziert. Unten findet ihr alle unsere bisherigen Rezensionen zu diesem Thema auf einen Blick.

Herzkino Kritiken

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Das Traumschiff: Afrika: Madikwe
fazit
In „Das Traumschiff: Afrika: Madikwe“ versuchen zwei Menschen vergeblich, Selbstmord zu begehen, während es in einer Patchworkfamilie kriselt. Das Thema Suizid ist überraschend, zumal es auf eine befremdlich komödiantische Weise verarbeitet wird. Da auch der zweite Strang nervt, kann man sich das hier sparen.
Leserwertung0 Bewertungen
0
3
von 10