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Lässt sich in Zeiten von Corona tatsächlich noch ein großes Filmfest organisieren, in realen Kinos und vor einem Live-Publikum? Schon früh entschied man sich beim Zurich Film Festival dafür, dass unter Berücksichtigung der Auflagen ein klassisches Filmfest stattfinden sollte, auch als klares Bekenntnis für die Kinos, die in diesem schwierigen Jahr noch weiter unter Druck geraten sind. Auch am Programm wurde nicht gespart, gleich 165 Filmen zeigen die Schweizer vom 24. September bis 4. Oktober 2020, 23 davon als Weltpremiere. Und selbst der eine oder andere Star hat sich angekündigt, darunter die französische Schauspielerin Juliette Binoche, die mit ihrem neuesten Film How to Be a Good Wife am Start ist und mit dem Golden Icon Award für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wird. Auch ein zweiter wichtiger Preis geht an eine französische Filmemacherin: Maïwenn darf sich über den A Tribute to … Award freuen und reist mit ihrer aktuellen Regiearbeit ADN an.

Damit ist sie gleich doppelt in guter Gesellschaft. Zum einen ist Frankreich einer der großen Themenschwerpunkt des Festivals, gleich 40 (Co-)Produktionen der Grande Nation finden sich im Programm, darunter die Komödie Antoinette dans les Cévennes, das Sportdrama Final Set oder der Coming-of-Age-Festivalhit Ein leichtes Mädchen. Zum anderen ist der Anteil an Frauen auf dem Regiestuhl kräftig gewachsen: Fast 40 Prozent der Filme sind sektionsübergreifend von Frauen inszeniert. Einer davon ist das Familiendrama Wanda, mein Wunder der Schweizer Regisseurin Bettina Oberli. Auch Nomadland von Chloé Zhao, die hierfür kürzlich den Goldenen Löwen in Venedig erhielt, ist Teil des Programms. Bei den Männern wird unter anderem Moritz Bleibtreu vor Ort sein, der sein Regie-Debüt Cortex vorstellt. Johnny Depp wiederum darf den von ihm produzierten Dokumentarfilm Crock of Gold über Shane MacGowan, den legendären irischen Sänger von The Pogues vorstellen.

Neben den Filmen gibt es auch wieder eine Reihe vielversprechender Gespräche. So kommen in den ZFF Masters neben Binoche und  Maïwenn auch Til Schweiger, der Sänger Ray Parker Jr. und der Schweizer Regisseur Rolf Lyssy zu Wort. Bei den ZFF Talks geht es unter anderem um das Thema Filmen mit dem Smartphone. Das vollständige Programm und weitere Infos findet ihr auf www.zff.com.

Unsere Rezensionen vom Zurich Film Festival 2020



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Zurich Film Festival (2020)
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