Ein Virus macht bekanntlich nicht vor Ländergrenzen Halt, was international viele Filmfeste dazu zwang, sich neue Konzepte zu überlegen. Wie bei diversen Kollegen auch lautete die Antwort beim Fantasia International Film Festival, zu einer virtuellen Variante zu wechseln und die Filme statt in vollen Kinos einfach online zu zeigen. Stoff gibt es bei Nordamerikas größtem Genrefestival trotz allem reichlich, das Programm setzt sich wie immer aus einer bunten Mischung düsterer, blutiger, teilweise aber auch sehr schräger Filme zusammen. Mehrere Dutzend Kurz- wie Spielfilme haben die Kanadier aus aller Welt zusammengetragen, um das heimische Publikum zumindest cineastisch auf eine große Reise zu schicken.

Einige Titel feiern auf diese Weise sogar Weltpremiere. In The Paper Tigers wollen drei verkrachte Kindheitsfreunde den Mord an ihrem Ex-Kung-Fu-Meister rächen, Anything for Jackson erzählt von einem älteren Satanisten-Paar, die Doku Hail to the Deadites gewährt Einblicke in den Fan-Kult rund um die Evil Dead Reihe, in Slaxx treibt eine mörderische Jeans ihr Unwesen. Neben dem eigentlichen Filmprogramm gibt es auch diverse Möglichkeiten, mehr über die Hintergründe von Filmen zu erfahren. So gibt beispielsweise Horror-Altmeister John Carpenter (Halloween) eine Master Class, Mike Flanagan (Spuk in Hill House) spricht über die Herausforderungen bei der Adaption von Büchern. Mehr Infos und das vollständige Programm auf www.fantasiafestival.com.

Unsere Rezensionen von Fantasia 2020



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