Unterschiedlicher hätten Anfang und Ende hier kaum sein können: Während der Eröffnungsfilm des 28. Fantasy Filmfest eine düstere Zukunftsvision zeigt (The Rover) durfte beim Rausschmeißer – der unterhaltsamen Zombiekomödie Life after Beth – herzlich gelacht werden. Dass die verwesenden Untoten aber auch Material für ein gutes Drama bieten, zeigte das überraschend tragische The Returned. Überhaupt waren die Monster von einst 2014 gut vertreten: So wurden im Fantasydrama Jamie Marks Is Dead die Geister losgelassen, die WG-Komödie 5 Zimmer Küche Sarg und der megastylische Hongkong-Horror Rigor Mortis durften dem angestaubten Vampirgenre neues (Un-)Leben einhauchen. Und auch sonst waren asiatische Regisseure wieder ganz vorne mit dabei: Der Südkoreaner Joon-ho Bong war mit der eiskalten Zukunftsgroteske Snowpiercer an Bord, das indonesische Duo Kimo Stamboel und Timo Tjahjanto schockierte mit dem perfiden Thriller Killers und der notorische Exzentriker Hitoshi Matsumoto ließ in der bizarren Erotik-Tragikomödie R100 SM-Dominas von der Leine.

Aus Down Under stammten der psychologische Gruselliebling Der Babadook, die schwarze Krimikomödie The Mule und das Endzeitdrama These Final Hours. Der Preis für das beste Debüt wiederum ging an einen Kollegen vom kleinen Nachbarn Neuseeland: Das brillante Housebound bewies, dass man sehr wohl komisch und spannend zugleich sein kann, Regisseur Gerard Johnstone konnte sich damit gegen den bedrückenden Rachethriller Blue Ruin und das originelle Horrorhighlight It Follows durchsetzen. Ebenfalls empfehlenswert: Der Mindfuck-Thriller Coherence, der wendungsreiche Südstaatenalptraum Cold in July, die belgische Krimiverfilmung Die Behandlung, das surreale Doppelgängerverwirrspiel Enemy, die stimmige Horrorkomödie The Voices, der clevere Sci-Fi-Thriller Time Lapse, der Spiegelfluch von Oculus, die ungewöhnlichen Coming-of-Age-Dramen Metalhead und Wie ein weißer Vogel im Schneesturm sowie die Giallo-Hommage The Strange Colour of Your Body’s Tears.

Die rezensierten Filme von 2014 im Überblick:

* Lief im Rahmen der Fantasy Filmfest Nights

Fantasy Filmfest 2014
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