Das Vergessen – Spurlos im Moor Tv Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ARD Degeto Film/ORF/Mona Film/Victoria Herbig/Landsiedl

Das Vergessen – Spurlos im Moor

Das Vergessen – Spurlos im Moor Tv Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
„Das Vergessen – Spurlos im Moor“ // Deutschland-Start: 24. Oktober 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Monate ist es inzwischen her, dass Amelie Scheuer (Fabia Matuschek) spurlos verschwunden ist nach einem Streit mit ihrer Mutter Caro (Martina Ebm). Ihre Tante Pia Kraus (Julia Koschitz), die in dem kleinen österreichischen Dorf als Polizistin arbeitet, hat jedoch nie die Hoffnung aufgegeben, die Jugendliche wiederzufinden. Als eines Tages im Wald ein blutiger Schuh gefunden wird, der Amelie gehören könnte, scheinen sich die schlimmsten Befürchtungen zu bewahrheiten. Für Pia bedeutet das umso mehr Ansporn, sie steigert sich immer weiter hinein. Dabei ist dies auch ein Wettlauf gegen die Zeit, denn sie ist an Alzheimer erkrankt, was aber niemand wissen darf. Schon jetzt hat sie immer wieder Aussetzer, kann sich nicht mehr erinnern, was sie am Tag zuvor getan hat. Und so muss sie die Wahrheit herausfinden, bevor ihr eigener Geist sie im Stich lässt …

Wenig subtile Mördersuche

Aktuell gibt es im öffentlich-rechtlichen Fernsehen reihenweise düsterer Serien. Neben den üblichen Krimiproduktionen stachen zwei Mystery-Serien hervor: In House of Yang verschwindet eine Jugendliche spurlos im eigenen Haus, in Die Düsteren bekommen wir es hingegen mit Doppelgängern aus einer alternativen Realität zu tun. Serial Cleaner wiederum ist ein Thriller, bei dem eine Reinigungsfrau notgedrungen beim Vertuschen von Verbrechen helfen muss. Wem das alles etwas zu abgehoben war, der kann es mit Das Vergessen – Spurlos im Moor versuchen, einer weiteren Thrillerserie. Denn hier muss im Lauf von sechs Folgen ganz klassisch herausgefunden werden, wer eine Jugendliche ermordet hat. Der typische Whodunit eben.

An Verdächtigen mangelt es dabei wie so oft nicht. Irgendwie haben sie hier alle irgendwelche dunklen Geheimnisse, Das Vergessen – Spurlos im Moor greift da sehr dankbar das Klischee auf, dass in ländlichen Gegenden auf Schritt und Tritt Abgründe warten. Glaubwürdigkeit sollte man dabei nicht erwarten, da ist einiges schon ziemlich übertrieben. Man ist auch bei der Umsetzung nicht sonderlich subtil, wenn Teile der Geschichte in Wäldern spielt und ausgiebig Nebel zum Einsatz kommt. Die Figurenzeichnung fällt auch nicht unbedingt durch Vielschichtigkeit auf. Die meisten sind ziemlich eindimensional gehalten, erfüllen eher eine Funktion, als dass sie wirklich ein Charakter sind. Das ist schon recht ärgerlich, da die Serie ja durchaus auch als figurenbezogenes Drama überzeugen will. Da hätte man schon etwas mehr investieren dürfen.

Wahrheitsfindung im Nebel der Erinnerung

Der interessanteste Aspekt der Geschichte ist sicherlich noch die Alzheimer-Erkrankung der Protagonistin. Originell ist das zwar alles nicht. So musste kürzlich in Tatort: König in Gelb auch schon ein Polizist mit Demenz einen Fall lösen, bevor ihm sein schwindendes Gedächtnis einen Strich durch die Rechnung macht. Mit Sleeping Dogs – Manche Lügen sterben nie gibt es davon auch schon eine Hollywood-Variante, damals war es Russel Crowe als ehemaliger Polizist, der im Nebel seiner sich auflösenden Erinnerungen einen Cold Case lösen will. Das Vergessen – Spurlos im Moor setzt das Ganze aber passend um, hat manchmal auch einige nette Ideen. Wenn Verdächtige auf vergangene Ereignisse verweisen, kann die Protagonistin nie genau sagen, ob das jetzt stattgefunden hat oder nicht.

In der Summe ist das schon ganz ordentlich geworden. Man kann es sich bei dieser Serie, die auf dem Filmfest München 2026 debütierte, gut auf dem Sofa gemütlich machen. Zu rätseln gibt es einiges, während wie immer tiefer in die Abgründe hinabsteigen. Und auch wenn die Umsetzung wie oben besprochen nicht gerade durch Subtilität auffällt, atmosphärisch ist das Ergebnis schon. Hier und da wird es auch emotional, gerade bei der zunehmend die Kontrolle verlierenden Hauptfigur. Zwar kann es Das Vergessen – Spurlos im Moor nicht mit den eingangs genannten Mystery-Titeln aufnehmen, die inhaltlich doch mehr zu bieten hatten. Für sich genommen ist das hier aber ganz ordentlich geworden.

Credits

OT: „Das Vergessen – Spurlos im Moor“
Land: Deutschland, Österreich
Jahr: 2026
Regie: Daniel Prochaska, Johanna Moder
Drehbuch: Timo Lombeck, Marcel Kawentel, Rebekka Reuber
Idee: Timo Lombeck, Marcel Kawentel
Musik: Karwan Marouf
Kamera: Adrian Bidron, André Mayerhofer
Besetzung: Julia Koschitz, Matthias Koeberlin, Anja Pichler, Leopold Pallua, Bardo Böhlefeld, Martina Ebm, Fabia Matuschek, Julian Looman, León Orlandianyi, Jack Hofer

Bilder

Trailer

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Das Vergessen – Spurlos im Moor
fazit
In „Das Vergessen – Spurlos im Moor“ versucht eine Polizistin, den Mord an ihrer Nichte aufzuklären, bevor ihre Alzheimer-Erkrankung alles unmöglich macht. Diese Besonderheit hebt die Thrillerserie etwas hervor. Ansonsten ist sie zwar atmosphärisch, aber ziemlich übertrieben und investiert zu wenig in die Figuren.
Leserwertung0 Bewertungen
0
6
von 10