Fantasy Filmfest 2016Ab dem 17. August 2016 ist es wieder so weit und Deutschlands bekanntestes Genrefestival tourt durch insgesamt sieben Städte, präsentiert dabei die übliche Mischung aus Blutigem und Kuriosem, spannenden Thrillern, abgründigen Horrorstreifen, schwarzen Komödien sowie Filmen, bei denen man im Anschluss gar nicht so genau sagen kann, was das eben genau war. Mit einem solchen seltsamen Werk beginnt auch die 30. Ausgabe der Traditionsveranstaltung: Eröffnungsfilm Swiss Army Man erzählt die seltsame Geschichte eines Schiffbrüchigen, der sich mit einer Leiche anfreundet.

Ebenfalls im Auge behalten sollte man den japanischen Thriller mit dem bezeichnenden Titel Creepyden iranischen Geistergrusler Under the Shadow, das Heavy-Metal-gegen-Teufel-Duell in The Devil’s Candy, die kurios-unheimliche Sci-Fi-60s-Hommage The Similars, die spannende Nazi-Undercover-Jagd in Imperium, die bewegende Geisterjagd in We Go On,den verstörenden Familienalptraum The Eyes of My Mother und die stimmungsvolle französisch-schwedische Koproduktion Into the Forest über einen alptraumhaften Vater-Söhne-Trip. Aus Indien wiederum stammt das Center Piece Psycho Raman, in dem Jagd auf einen psychopathischen Killer gemacht wird. Südkorea ist mit dem Zombie-Abschlussblockbuster Train to Busan sowie dessen Anime-Prequel Seoul Station vertreten. Spanien schickt den Bank-Geisel-Thriller Jeder gegen jeden ins Rennen. Die Briten zeigen uns mit The Girl with All the Gifts, dass auch Zombies Menschen sein können. Und Italien begrüßen wir beim dreckig-grotesken Antisuperheldenstreifen Sie nannten ihn Jeeg Robot. Außerdem dürfen wir uns bei Trash Fire auf die Rückkehr des amerikanischen Regisseurs Richard Bates Jr. freuen, dessen bizarr-verstörendes Excision und das vergnügliche Suburban Gothic ebenfalls seinerzeit auf dem Fantasy Filmfest liefen. Das vollständige Programm findet ihr auf www.fantasyfilmfest.com.

Wer sich bis zum Festivalbeginn noch etwas die Zeit vertreiben mag, dem können wie die außergewöhnlich hochkarätigen Beiträge des 2016er Frühjahrsablegers Fantasy Filmfest Nights empfehlen: die komisch-surreale Liebesdystopie The Lobster, das harte Nazi-Punk-Gemetzel Green Rom, der minimalistische Endzeitthriller The Survivalist, der Auftritt des diabolischen Kindermädchens Emelie, das Ego-Perspektiven-Spektakel Hardcore, das 17-Jahrhundert-Familien-Hexen-Drama The Witchden dänischen Zombie-Horror in What We Become sowie die stylisch-satirische Hochhausgroteske High-Rise.

Die rezensierten Filme von 2016 im Überblick:

*       Lief im Rahmen der Fantasy Filmfest Nights

**     Special Screening während der Fantasy Filmfest Nights in München

Fantasy Filmfest 2016
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