
Ellie (Vivica A. Fox) ist gerade mit ihrem Bruder in einem Diner, als um sie herum das Chaos ausbricht. Die Leute drehen auf einmal komplett durch und fangen an, sich gegenseitig anzugreifen. Wie wilde Tiere fallen sie übereinander her und beißen sich. Während ihr Bruder den Monstern zum Opfer fällt, gelingt Ellie die Flucht. Erst einmal gilt es nun, sich in Sicherheit zu bringen. Dabei trifft sie auf Barbara (Brittany Underwood), die ebenfalls auf der Flucht vor den Bestien ist. Das Zusammentreffen der beiden ist nicht ganz einfach, da die zwei Frauen sehr unterschiedlich sind und erst einmal nicht viel miteinander anfangen können. Aber in der Not heißt es sich zusammenzuraufen und irgendwie die Nacht zu überstehen …
Low-Budget-Neuauflage des Klassikers
Die Zeit, in der Zombies große Leinwandattraktionen waren, liegt zwar schon länger zurück. Nur selten finden solche Filme noch ihren Weg in die Kinos. Und wenn, dann werden sie eher ignoriert – siehe zuletzt 28 Years Later: The Bone Temple. Im Direct-to-Video-Bereich sind die Untoten aber noch sehr lebendig, regelmäßig werden neue Streifen produziert. Dieses Jahr war da beispielsweise Z Zone, wo ein Umerziehungslager in der Mongolei zum Schauplatz einer Zombie-Epidemie wird. Die große Zahl an Neuerscheinungen zeigt, dass es durchaus noch Bedarf gibt. Es bedeutet aber auch, dass man schon irgendetwas braucht, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Im Idealfall geschieht das durch originelle Einfälle, etwa beim Szenario oder dem Setting. Bei Night of the Living Dead machte man es sich einfach und setzt auf den großen Namen.
Vorlage ist natürlich der große Klassiker von George A. Romero, der hierzulande unter dem Titel Die Nacht der lebenden Toten veröffentlicht wurde und so etwas wie die Blaupause für Zombiefilme ist. Romero selbst drehte im Anschluss noch mehrere Filme, dazu gab es eine Reihe von Remakes, da das Original keinen Copyright-Schutz hat und somit alle eine eigene Fassung drehen dürfen. Entsprechend misstrauisch durfte man dann auch sein, als Night of the Living Dead in den Ankündigungslisten auftauchte. Braucht es ernsthaft noch eine weitere Fassung des Stoffs? Zumal klar war, dass hier kein großes Budget zur Verfügung stehen würde. Ein besonders genreaffines Publikum wird in der Besetzungsliste zwar den einen oder anderen bekannten Namen finden. Tatsächliche Stars sollte man aber nicht erwarten, dafür reichte das Geld einfach nicht aus.
Leblos und überflüssig
Nun muss ein Zombiefilm nicht unbedingt mit Hollywood-Koryphäen ankommen, damit er funktioniert. Es gab genügend kleine Produktionen, die mit Nobodys packende Geschichten erzählen konnten. Sehenswert war beispielsweise der mexikanische Beitrag Párvulos, der aus der Sicht dreier minderjähriger Brüder erzählt wird, die allein im Wald leben. Von Vorteil ist aber, wenn das Ensemble überzeugt. Und das ist in Night of the Living Dead nicht so wirklich der Fall, das ist alles schon recht holprig gespielt. Gerade die Szenen, in denen es emotional werden soll, etwa wenn es um den Verlust geliebter Menschen geht, wirken seltsam leblos. Da hätte schon deutlich mehr kommen müssen.
Zu erzählen hat der Film sowieso nicht viel. Zwar hält er sich relativ eng an den Klassiker, weshalb da schon der eine oder andere Moment dabei ist, der tatsächlich Inhalt hat. Night of the Living Dead ist aber eine stärker actionreich ausgelegte Interpretation. Das kommt zwar dem Ensemble entgegen, hat dann jedoch mit dem besagten geringen Budget zu kämpfen. Die absolute Katastrophe ist das Ergebnis zwar nicht, da gibt es in diesem Segment einiges, das noch übler ist. Nur wird nie klar, warum man sich denn ausgerechnet diesen Zombiefilm anschauen sollte, wenn es so viele gibt, die besser sind – darunter eben die Vorlage. Insofern kann man sich die Zeit zum Anschauen gleich ganz sparen.
OT: „Night of the Living Dead“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Christopher Ray
Drehbuch: Jared Cohn
Musik: John Jesensky
Kamera: Michael Su
Besetzung: Vivica A. Fox, Brittany Underwood, Rob Van Dam, Jared Cohn
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