Z Zone
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Z Zone

Z Zone
„Z Zone“ // Deutschland-Start: 27. März 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Wer in diesem Lager landet, der muss schon richtig etwas ausgefressen haben. Denn hier sollen hoffnungslose Fälle, die sich strafbar gemacht haben und keinen Platz in der Gesellschaft mehr haben, durch Umerziehung wieder integrieren. Freiwillig natürlich, so heißt es zumindest offiziell. Kaum angekommen, müssen die neuen Insassen aber feststellen, dass es in dem Lager wenig zivilisiert zugeht. Demütigungen und Gewalt stehen an der Tagesordnung, erlaubt ist, was die Menschen bricht. Doch das ist nicht das einzige Unmenschliche, was hinter den Mauern vor sich geht. Es wird auch noch an Menschen experimentiert. Ein solches Experiment führt zur Katastrophe und die Leute verwandelt sich in blutrünstige Bestien …

Zombie-Knast aus der Mongolei

Auch wenn die Welt immer näher zusammengerückt ist und im Rahmen der Globalisierung ferne Länder ganz nah sein können, gibt es doch nach wie vor viele, die filmisch gesehen unbekanntes Terrain sind. Dazu gehört auch die Mongolei. Dann und wann findet man zwar schon Filme auf Festivals. Doch selbst diese seltenen Exemplare sind meistens internationale Coproduktionen, siehe etwa Schwarze Milch und Die Adern der Welt, wo jeweils deutsche Geldgeber beteiligt waren. Da durfte man doch neugierig sein, wie Z Zone wohl ausfallen würde. Nicht nur, dass es sich um eine rein mongolische Produktion handelt. Wir haben es zudem mit einem Horrorfilm zu tun und nicht mit einem dieser typischen Arthaus-Dramen, die sich mit provinziellem Leben oder auch Traditionen auseinandersetzen.

Der Einstieg ist dabei recht vielversprechend. Wenn zu Beginn aufgezählt wird, welche Verbrechen diese Leute so begangen haben, sie sich aber alle freiwillig für die Besserungsanstalt gemeldet haben, ist klar: Freiwillig ist hier gar nichts. Auch wenn die Mongolei eine Demokratie ist, wenngleich mit einigen Schwierigkeiten, wirkt Z Zone zunächst wie die bekannten Autokratien. Das ist alles etwas übertrieben, ginge als Satire durch. Aber das will der Film gar nicht sein, das ist schon alles so ernst gemeint. Es geht auch ordentlich zur Sache, wenn in dem Lager die Leute misshandelt werden, auch ohne konkreten Anlass. Es reicht, dass sie da sind, damit mal wieder die Obrigkeit den eigenen Sadismus ungestraft ausleben kann. Der Film ist zu dem Zeitpunkt ein klischeebeladener Knastthriller.

Nicht sonderlich interessant

Aber das ist ja nur eine vorläufige Bestandsaufnahme. Z Zone ist primär als Zombiefilm konzipiert. Leider ist dieser Hauptpart aber ebenso wenig einfallsreich wie der davor. Wer gehofft hat, dass ein Genrebeitrag aus der Mongolei vielleicht eigene Aspekte haben könnte und neue Impulse liefert, sieht sich getäuscht. Das ist dann doch alles 08/15 geworden. Und selbst bei der konkreten Umsetzung enttäuscht das Werk eher. Zwar ist das Make-up schon ganz ordentlich geworden. Auch das Setting der schneereichen, abgelegenen Gegend kann sich sehen lassen. Die Action ist jedoch wenig berauschend, es kommt trotz der allgegenwärtigen Gefahr kaum Spannung auf.

Ein Problem dabei sind auch die Figuren, die alle irgendwie nichtssagend sind. Diese müssen in Horrorfilmen zwar nicht wirklich tiefgründig sein, es kommt dann doch eher auf andere Faktoren an, damit die Zuschauer und Zuschauerinnen ihren Spaß haben. Zumindest sollten sie einem aber so nahegehen, dass man sich für deren Schicksal interessiert und auch wirklich mitfiebert, wenn sie sich den Gefahren stellen. Bei Z Zone ist das kaum der Fall. Man nahm sich nicht die Zeit, um hier jemanden aufzubauen und dem Publikum wirklich näherzubringen. Wäre man bei dem Aufstand gegen die Wärter geblieben, wäre das vermutlich gegangen. Als Zielscheibe von Zombies sind sie aber zu wenig. Insgesamt ist es dann auch ziemlich schade, wie wenig aus all dem gemacht wurde. Da klang die Beschreibung eines mongolischen Zombiefilms in einer Besserungsanstalt interessanter als das fertige Produkt.

Credits

OT: „Z Zone“
Land: Mongolei
Jahr: 2024
Regie: Bilguun Chuluundorj
Besetzung: Purevjargal Erdenebileg, Bilguun Chuluundorj, Byambasuren Bumbayar, Bazarragchaa Byambajav, Tsenguun Chingis

Bilder

Trailer

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Z Zone
fazit
„Z Zone“ handelt von einer brutalen Besserungsanstalt in der Mongolei, in der eine Zombie-Epidemie ausbricht. Das klang eigentlich ziemlich interessant. Stattdessen gibt es ein Klischee nach dem anderen. Der vielversprechende Einstieg macht bald einem 08/15-Genrebeitrag Platz.
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