Blood Cruise - Vampire an Bord Tv Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
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Blood Cruise – Vampire an Bord

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„Blood Cruise – Vampire an Bord“ // Deutschland-Start: 30. Oktober 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Als die Baltic Charisma den Hafen von Stockholm verlässt, um über Nacht nach Helsinki zu fahren, scheint alles wie immer zu sein. Die Passagiere und Passagierinnen freuen sich auf die Überfahrt, auf das Unterhaltungsprogramm von Superstar Nadja (Phoenix Jackson Mendoza) und dem abgehalfterten Entertainer Dan (Björn Bengtsson) und die sonstigen Angebote. Dabei ahnen sie nicht, was ihnen noch bevorsteht. Denn Sicherheitsoffizierin Pia Hautaranta (Jessica Grabowsky) hat übersehen, dass Edith (Tuppence Middleton) ihren betäubten Sohn Walter (Kolbjörn Skarsgård) in einem Koffer an Bord geschmuggelt hat. Dabei handelt es sich weder um einen Fall von Kindesmissbrauch noch Zechprellerei. Vielmehr ist der Junge ein Vampir, der bald nach dem Aufwachen mächtig Appetit zeigt …

Horror ohne Mystery

Der späte Freitagabend wird im Ersten oft dafür genutzt, Serien zu zeigen, die etwas aus dem ARD-Raster fallen. Zuletzt war auf dem Programmplatz das Mystery-Werk House of Yang zu sehen, bei dem es um ein im eigenen Haus verschwundenes Kind geht sowie Familientraumata, die von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden. Aber auch die schräge Anthologie Warum ich? war so in diesem Kontext zu sehen. Der neueste Zugang in diesem Umfeld ist Blood Cruise – Vampire an Bord. Während die obigen Serien aber deutsche Produktionen waren, haben wir es hier mit einer schwedischen zu tun. Das Ensemble kommt dann auch überwiegend aus dem skandinavischen Land, mit einigen kleineren Ausnahmen. Vorlage für das Ganze ist dabei der bereits 2015 veröffentlichte Roman Die Überfahrt von Mats Strandberg (Konferensen).

Der Titel verrät uns dabei bereits alles, was es zu wissen gilt. Bei Blood Cruise – Vampire an Bord bleiben nicht wirklich viele Fragen offen. Manche werden bei dem Szenario an die Passage aus Bram Stokers Dracula denken, die auch in Die letzte Fahrt der Demeter beschrieben wird. Anders als das naheliegende Vorbild wird hier aber von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Sicher, weder die Besatzung noch die Passagiere und Passagierinnen haben eine Ahnung, was da los ist und wer sich an Bord herumtreibt. Das Publikum vor den Fernsehern hingegen ist von Anfang an im Bilde. Hier gibt es keinerlei Mysteryfaktor. Und es ist auch nicht so, als würde mit einer unheilvollen Stimmung gearbeitet, mit Schatten, die irgendwo herumhuschen. Die Vampire laufen recht offen herum.

Gemächlicher Weg zum Blutrausch

Das dauert aber eine Weile. In den ersten beiden Episoden nimmt sich Regisseur Jonas Alexander Arnby (When Animals Dream, Suicide Tourist – Es gibt kein Entkommen) recht viel Zeit dafür, die Figuren einzuführen. Zwar werden nicht alle 1.200 Passagiere und Passagierinnen einzeln vorgestellt. Dafür reichen die sechs Folgen dann doch nicht aus. Aber es sind genügend, um einige Charaktere zur Verfügung zu haben, wenn dann das Tempo sprunghaft ansteigt. Manche werden da vielleicht schon ausgestiegen sein, zumal die Mühen nur teilweise erfolgreich sind. Denn so richtig spannend ist das dann doch nicht, was Blood Cruise – Vampire an Bord zu erzählen hat. Am interessantesten ist noch die Figur des Walter, der sich ähnlich zur Kindervampirin in Interview mit einem Vampir danach sehnt, nicht allein sein zu müssen, und zudem die Überlegenheit seiner Rasse betont.

Dennoch, da sollte man nicht zu viel erwarten. Der eigentliche Unterhaltungswert beginnt, wenn dann erst einmal die Vampire von der Leine gelassen werden. Die Serie erinnert dabei jedoch weniger an klassische Vampirgeschichten. Vielmehr hat das schon einiges mit bekannten Zombie-Apokalypsen gemeinsam, wenn die Zahl der Angreifenden sich potenziert. Das ist dann schon spannender, auch weil das Setting kein Entkommen zulässt. Mit lauter Killern auf einem Schiff gefangen zu sein? Das ist schon unheimlich. Insofern lohnt sich schon ein Blick auf Blood Cruise – Vampire an Bord, auch wenn man sich darüber streiten kann, ob es unbedingt sechs Folgen dafür gebraucht hätte.

Credits

OT: „Färjan“
Land: Schweden
Jahr: 2025
Regie: Jonas Alexander Arnby
Drehbuch: Mats Strandberg, Malin Lagerlöf, Chris Andrews
Vorlage: Mats Strandberg
Musik: Mikkel Hess
Kamera: Josua Enblom
Besetzung: Tuppence Middleton, Kolbjörn Skarsgård, Björn Bengtsson, Jessica Grabowsky, Pekka Strang, Kevin Roxenby Da Silva, Orlando Wahlsteen, Lissa Edil, Christopher Wagelin, Sandra Medina, Caisa Ankarsparre, Arvin Kananian

Bilder

Trailer

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Blood Cruise – Vampire an Bord
fazit
Die Romanadaption „Blood Cruise – Vampire an Bord“ erzählt von einem Kreuzfahrtschiff, das von immer mehr Vampiren überrannt wird. Das beginnt recht gemächlich, wenn sich die Serie zunächst auf die Menschen konzentriert. Irgendwann eskaliert die Geschichte jedoch und die Überfahrt wird zu einem blutigen Überlebenskampf.
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