City of Blood Disney+ Streamen online Video on Demand
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City of Blood – Staffel 1

City of Blood Disney+ Streamen online Video on Demand
„City of Blood“ // Deutschland-Start: 16. September 2026 (Disney+)

Inhalt / Kritik

In Berlin zu leben, ist schon länger kein Spaß mehr. Die Stadt ist überfüllt, die Kriminalität hoch, durch den Klimawandel herrschen hohe Temperaturen. Im Rest des Landes sieht es nicht besser aus, Deutschland ist in mehrere Kleinstaaten zerfallen. Unter eben diesen harschen Bedingungen versucht die amtierende Ministerpräsidentin Hilda Klein (Dagmar Manzel), die Stadt irgendwie unter Kontrolle zu kriegen. Doch ihr macht Oliver Lawal (David Schütter) von einer neu gegründeten Partei durch gnadenlosen Populismus die Arbeit zur Hölle. Er kommt selbst aus einfachen Verhältnissen, hat sich aber in die reiche Familie von Farah (Melika Foroutan) eingeheiratet, die ihn im Wahlkampf unterstützt. Und auch der Großunternehmer Johan Moderson (Franz Hartwig), der in Wahrheit ein Vampir ist, steht ihm zur Seite. Zur gleichen Zeit sucht Bea Hoffmann (Lea Drinda), Adoptivtochter der Ministerin Laura (Jördis Triebel), ihre Schwester Phoebe (Soma Pysall) …

Zukunftsvision nach einer Comicreihe

Im Laufe der Zeit hat man bei Disney+ immer mal wieder versucht, mit Produktionen made in Germany ein Publikum zu erreichen. Dabei deckte man die unterschiedlichsten Genres ab. Ob das Historiendrama Deutsches Haus, der Kinderkrimi Die drei !!! oder auch Call My Agent! – Berlin, die deutsche Adaption der französischen Hitkomödie Call My Agent!, im Hinblick auf die Abwechslung kann man eigentlich nicht meckern. Die Qualität war dabei solide, was man nicht zwangsläufig von solchen deutschen Online-Produktionen erwarten kann. Jetzt wagt sich der Streamingdienst mit City of Blood an ein weiteres Genre, wenn wir das Berlin der Zukunft kennenlernen, in dem im Geheimen Vampire die Strippe ziehen. Das klingt erst einmal nach zünftigem Horror.

Tatsächlich sollte man in der Hinsicht aber besser die Erwartungen nach unten schrauben. So gibt es zwar schon die eine oder andere Situation, in der auch einmal ein bisschen Blut fließen darf oder die Figuren gewalttätig werden. Zu einer wirklichen Horrorserie wird das dennoch nicht. Stattdessen versucht sich die lose Adaption der dreiteiligen Comcreihe Berlinoir von Tobias O. Meißner und Reinhard Kleist an einer Art Gesellschaftsporträt. City of Blood spielt dabei in einer nahen Zukunft, greift dabei jedoch eine Reihe aktueller Themen auf. Während die beiläufig erwähnte Pandemie natürlich an Covid erinnert, geht es zwischendurch um den Klimawandel, um politischen Populismus. Klassenunterschiede – die Reichen leben vergleichbar zu Vesper Chronicles in abgeschirmten Bereichen, wo es deutlich lebensfreundlicher ist – kommen ebenso vor wie Korruption. Von der obligatorischen Immigrationsdiskussion ganz zu schweigen.

Zu gewollt relevant

Manche mögen darin eine sehr aktuelle Beschreibung der gegenwärtigen Lage sehen, verpackt in ein Genregewand. Tatsächlich ist City of Blood aber über weite Strecken in erster Linie beliebig. Man hat hier eine Reihe von aktuellen Trendthemen aufgegriffen und brav nebeneinander aufgereiht, ohne sich dabei wirklich irgendwie Gedanken gemacht zu haben. Am interessantesten ist noch, die Vampire mit den mächtigen Menschen im Hintergrund gleichzusetzen, die populistische und konservative Politik finanzieren. Nur klappt das mit der Gleichsetzung nicht so ganz, da das Ziel von Moderson, den Bluthandel zu legalisieren, eher ein Pendant zur Legalisierung von Drogen ist – das Gegenteil konservativer Politik also. So sehr Lawal als nützlicher Idiot genutzt wird, es wird nicht klar, welche Schnittmenge die Partei und die Vampire haben.

Das größere Problem als die nicht ganz so durchdachte Geschichte ist aber, dass sie Serie einfach nicht spannend ist. Ob es die politischen Winkelzüge sind oder die Familiendramen, es mangelt an Überraschungen, mangelt an cleveren Einfällen oder auch Denkanstößen. City of Blood ist so sehr darum bemüht, relevant zu sein, dass dabei völlig vergessen wurde, auch für Unterhaltung zu sorgen. Klar, wenn sich Lars Eidinger in der Rolle des hedonistischen Vampirs seinen üblichen Exzessen hingibt, ist das schon irgendwie witzig. Aber eben auch erwartbar. So wie die Serie insgesamt die Persönlichkeit einer Checklist hat. Am Ende der acht Folgen hat sich die Lage zwar stark zugespitzt, die Stadt steht vor dem Kollaps. Und doch ist da am Ende wenig, das einem in Erinnerung bleiben würde. Das ist dann alles nicht schlimm. Eine wirkliche Bereicherung fürs Sortiment ist das aber nicht.

Credits

OT: „City of Blood“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Philipp Kadelbach
Drehbuch: Daniela Baumgärtl, Martin Behnke, Nicki Bloom, Elena Lyubarskaya, Tillmann Roth, Kim Zimmermann
Vorlage: Reinhard Kleist, Tobias O. Meißner
Musik: Michael Kadelbach
Kamera: Philip Peschlow
Besetzung: Lea Drinda, Soma Pysall, Franz Hartwig, Jördis Triebel, David Schütter, Mouataz Alshaltouh, Jenny Schily, Dagmar Manzel, Melika Foroutan, Jan Georg Schütte, Lars Eidinger

Bilder

Trailer

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City of Blood – Staffel 1
fazit
„City of Blood“ zeichnet das dystopische Bild eines zukünftigen Berlins zwischen Klimawandel, politischem Populismus und Vampiren. Das Anliegen, Horror mit gesellschaftlichen Themen zu verbinden, ist sicher ehrbar. Das Ergebnis ist jedoch völlig beliebig, die Serie hat die Persönlichkeit einer Checklist.
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