Practical Magic 2 Zauberhafte Schwestern
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Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern

Practical Magic 2 Zauberhafte Schwestern
„Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern“ // Deutschland-Start: 10. September 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Bis dass der Tod euch scheidet? Das ist eine Erfahrung, die Sally Owens (Sandra Bullock) schon zweimal durchgemacht hat. Erst verlor sie ihren Mann, später auch ihren Freund. Beide starben sie plötzlich und sehr tragisch aufgrund eines Fluchs, den eine Vorfahrin ausgesprochen hat und der seither die Partner der weiblichen Nachkommen getroffen hat. Und obwohl alle Owens-Frauen Hexen sind, bislang hat niemand den Fluch aufheben können. Also hat Sally die Magie aufgegeben, im Gegensatz zu ihrer Schwester Gillian (Nicole Kidman) und den beiden Tanten Bridget (Dianne Wiest) und Frances (Stockard Channing). Vor allem rang sie den anderen das Versprechen ab, ihren Töchtern Kylie (Joey King) und Antonia (Maisie Williams) nichts über ihr magisches Erbe zu sagen. Als eines Tages Kylies Freund Gideon (Xolo Maridueña) das nächste Opfer zu werden droht, kommt die Wahrheit dennoch ans Licht – nur vielleicht zu spät …

Dramatische Fortsetzung der Fantasykomödie

In den letzten Jahren hat es zahlreiche Beispiele dafür gegeben, wie Filme erst sehr viel später eine Fortsetzung erhalten haben. Ob Der Teufel trägt Prada 2, Top Gun: Maverick, Beetlejuice Beetlejuice oder Freakier Friday, zwischen dem ersten und zweiten Teil konnten schon mal zwei oder drei Jahrzehnte liegen. Über Sinn und Zweck, so viel später eine Geschichte fortführen zu wollen, kann man sich in den meisten Fällen zwar streiten. Zumindest aber waren die Originale so erfolgreich, dass der Wunsch, davon zu profitieren, irgendwie verständlich war. Etwas anders ist der Fall bei Zauberhafte Schwestern. Der Film um eine Hexenfamilie ging 1998 eher unter. Die Kritiken waren auch nicht berauschend. Warum dann eine Fortsetzung? Offensichtlich hat der Film später einen gewissen Kultstatus gewonnen, ähnlich zu Hocus Pocus, das ebenfalls ein Vierteljahrhundert später einen Nachfolger erhielt, obwohl der Film im Kino ein Flop war.

Immerhin: Bei diesem zweiten Teil gibt es eine literarische Vorlage. Genauer veröffentlichte Alice Hoffman, die auch schon den Roman hinter dem ersten Teil geschrieben hat, 2021 das Buch Book of Magic veröffentlicht. Und eben dieses wurde hier verfilmt. Das ließe einen eigentlich vermuten, dass die Filme in einem Guss sein würden. Das sind sie aber nur zum Teil, da gibt es schon einige erstaunliche Unterschiede – in positiver wie negativer Hinsicht. Positiv ist, dass bei Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern die Geschichte deutlich fokussierter ist. Wo man bei dem ersten Teil zwischendurch gar nicht mehr sagen konnte, wovon er eigentlich handelt und welche Art Film er sein will, da ist die Fortsetzung deutlich konsequenter. Zum einen erzählt er von dem Versuch von Kylie, ihren Freund zu retten. Vor allem aber geht es um die Familie, um die Verhältnisse untereinander und das Annehmen des eigenen Erbes. So hat Sally nach dem tragischen Verlust einen großen Teil von sich tief in sich begraben, war seither nicht mehr dieselbe.

Stimmiger, aber weniger spaßig

Das bringt aber auch einen Wechsel in der Tonalität mit sich. Konnte man den ersten Teil – trotz diverser Genrewechsel – guten Gewissens als Fantasykomödie bezeichnen, funktioniert das hier kaum noch. Dann und wann gibt es zwar schon noch Komik, etwa als das neue Love Interest Ian Wright (Lee Pace) eingeführt wird. Insgesamt ist die Fortsetzung aber deutlich dramatischer und nachdenklicher. Da sind immer wieder Momente in Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern, die das Publikum berühren sollen. Manchmal funktioniert das gut, etwa bei den Szenen um die Tanten, die auch im zweiten Film das Highlight sind. Später verrennt man sich aber, man badet geradezu im Kitsch. Regisseurin Susanne Bier (Nach der Hochzeit) zeigt hier ein mangelndes Gespür für Balance – gerade beim nicht enden wollenden Finale.

Das ist schade, weil es zwischendurch immer wieder auch gelungene Passagen gibt. Gerade die Darstellung der Familienbande ist geglückt, nicht zuletzt dank eines wunderbar zusammenspielenden Ensembles. Die lebensbejahende Aussage des Films gefällt zudem ebenso, dazu gibt es erneut stimmungsvolle Settings. Während Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern auf diese Weise über lange Zeit dem Vorgänger trotz der Unterschiede ebenbürtig ist, teilweise sogar überlegen, gibt es auf der Zielgeraden Probleme. Nicht nur, dass da die besagten Probleme mit dem Kitsch und der Überlänge auftreten. Plötzlich wird ein neues Thema aufgemacht, aber kaum berücksichtigt. Außerdem kehrt dann das Manko des ersten Teils zurück, dass einfach irgendwelche Sachen geschehen, ohne dass klar würde warum. Im entscheidenden Moment wird also wieder geschlampt. Dadurch ist das Comeback schon ganz okay. Aber es wäre mehr drin gewesen.

Credits

OT: „Practical Magic 2“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Susanne Bier
Drehbuch: Akiva Goldsman, Georgia Pritchett, Kelly Marcel
Vorlage: Alice Hoffman
Musik: Rupert Gregson-Williams
Kamera: Simon Duggan
Besetzung: Sandra Bullock, Nicole Kidman, Joey King, Lee Pace, Maisie Williams, Xolo Maridueña, Dianne Wiest, Stockard Channing, Solly McLeod

Bilder

Trailer

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Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern
fazit
In „Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern“ muss sich die Hexenfamilie erneut mit dem alten Familienfluch herumplagen, der jeder Beziehung ein vorzeitiges Ende bereitet. Die Fortsetzung ist insgesamt stimmiger, aber weniger humorvoll. Das Finale ist leider vermurkst, weil zu lang, zu kitschig und willkürlich. Das ist schade, weil Besetzung und Setting mehr verdient hätten.
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