
Eigentlich hat das Team von Patrick Köster (Johannes Kienast) auch so schon jede Menge um die Ohren. Schließlich ist viel zu tun. Seitdem Staffelführerin Billy Johannes (Anna Schimrigk) eine Auszeit genommen hat, ist die Personaldecke besonders dünn geworden. Dass sie ausgerechnet in dieser Stressphase lauter Azubis bekommen, um die sie sich kümmern sollen, macht die Situation nicht einfacher. Und als wäre das alles nicht schon anstrengend genug, muss sich Nina Haddad (Sabrina Amali) auch noch mit ihrer Mutter Salima (Ilknur Boyraz) herumplagen, die plötzlich auftaucht. Das Verhältnis zwischen den beiden ist nicht einfach. Als Salima Ninas Freund Philipp (Max Woelky) unter Beschlag nimmt, droht die Situation endgültig aus dem Ruder zu laufen …
Ein schlechter Witz
Es ist mal wieder an der Zeit für ein bisschen Drama bei Die Notärztin. Wer die ARD-Serie verfolgt, weiß, dass bei dem Mannheimer Feuerwehrteam ständig etwas los ist, sowohl beruflich wie privat. So ging es letztes Mal in Psycho um eine völlig überforderte Mutter am Rand des Nervenzusammenbruchs. Davor musste das Team in Familie zwischen drohenden Waldbränden und einem schmerzhaften Verlust einen kühlen Kopf bewahren. Gute Nerven brauchen die Männer und Frauen jetzt auch in Dramama, der zehnten von 13 Folgen der aktuellen zweiten Staffel. Denn mal wieder klappt nichts so, wie es geplant war. Und noch bevor ein Problem gelöst ist, kommt das nächste um die Ecke.
Dieses Mal sind es gleich zwei Punkte, die neu eingeführt werden. Da sind zum einen die Azubis, die aus heiterem Himmel in der Serie auftauchen. Das Ergebnis ist jedoch mäßig. Vor allem einer von ihnen fällt durch sein Verhalten auf, weil er sich ständig beschwert oder auch schon mal die eine oder andere Grenze überschreitet. Die Notärztin: Dramama ist dabei in mehrfacher Hinsicht missglückt. So werden die berechtigten Vorwürfe, darunter Ninas mangelnde Professionalität und eine unangemessene Ansprache im Team, ins Lächerliche gezogen, weil der Jüngling als Witzfigur auftritt. Und dann ist es nicht einmal so, dass die Figurenbeschreibung konsequent wäre – was auch dazu beiträgt, dass er nicht wie ein Mensch wirkt.
Noch mehr nervige Figuren
Dass Die Notärztin: Dramama darüber hinaus mit der Mutter von Nina eine weitere nervige Figur einführt, hilft der Serie nicht sonderlich weiter. Denn von solchen gibt es auch so schon mehr als genug. Dann und wann darf man sich sogar fragen, ob das hier nicht eine falsch deklarierte Satire sein soll. Das mit den persönlichen Befindlichkeiten klappt mal besser, mal schlechter. Während es schon immer mal wieder tatsächlich bewegende oder berührende Momente gibt, etwa die Beerdigung kürzlich, will man an anderen Stellen allen Beteiligten nur raten, doch endlich mal in Therapie zu gehen und den Rest der Welt zu verschonen. Nächstes Mal geht es in Zweifel um einen bewusstlosen Jugendlichen und noch mehr Krach im Team.
OT: „Die Notärztin: Dramama“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Florian Gottschick
Drehbuch: Jan Haering, Tina Thöne, Nina Blum, Frank Wollin
Musik: Tina Pepper, Jasmin Reuter, Stephan Römer
Kamera: Lukas Steinbach
Besetzung: Sabrina Amali, Max Hemmersdorfer, Paul Zichner, Anna Schimrigk, Johannes Kienast, Paul Wollin, Max Woelky, Birge Schade, Sinja Dieks, Ilknur Boyraz
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