Rosen und Reis TV Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© NDR/Boris Laewen

Rosen und Reis

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„Rosen und Reis“ // Deutschland-Start: 22. Mai 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Sören (Oliver Wnuk) kommt einfach nicht darüber hinweg, dass seine Frau Maike (Anneke Kim Sarnau) fremdgegangen ist. Also macht Maike den Vorschlag, dass Sören doch auch einen Seitensprung haben soll, damit sie dann quitt sind. Das lässt er sich nicht zweimal sagen und macht sich gleich an die Arbeit, die passende Frau zu finden. Währenddessen laufen die Hochzeitsvorbereitungen von Maikes Schwester Inka (Nikola Kastner) und Nils (Johannes Kienast) auf Hochtouren, was für alle Beteiligten eine nervliche Belastung darstellt. Richtig übel wird es jedoch, als Sören tatsächlich ein One-Night-Stand hat und die Beziehung damit noch weiter unter Beschuss gerät …

Furchtbare Figuren

Am Freitagabend ist im Ersten oft eher leichte Kost angesagt. Dann und wann versucht man sich bei den Filmen auf diesem Programmplatz zwar schon daran, auch wichtige und ernste Themen unterzubringen. In den letzten Wochen gab es bei den diversen Teilen von Praxis mit Meerblick unter anderem Burnout und ungewollte Schwangerschaften. Ansonsten ist der Anspruch aber primär, das Publikum zu unterhalten. Dieses Ziel wird nun auch in Rosen und Reis versucht, einer Beziehungskomödie um Krisen, Affären und sonstige unschöne Dinge. Doch obwohl hier eine ganze Menge passiert, will sich das mit dem Spaß nicht so wirklich einstellen.

Ein großes Problem sind dabei die Figuren. Meistens versucht man in Komödien, ja mit sympathischen Protagonisten und Protagonistinnen zu haben. Hier scheint man daran aber kein Interesse gehabt zu haben, in Rosen und Reis bekommt man es mit Leuten zu tun, die praktisch durch die Bank weg furchtbar sind. Natürlich kann ein Film selbst dann noch Spaß machen. Es gibt schließlich unzählige Beispiele, wo garstige Charaktere für Lacher sorgen. Aber ob nun Sören, Maike oder der Rest der Sippe, diese Leute sind primär anstrengend, zuweilen auch unerträglich. Es wird nie klar, warum man sich denn dafür interessieren sollte, was mit ihnen geschieht. Ob sie zusammenkommen oder sich streiten, es ist einem bald egal.

Nicht witzig

Der Humor ist ebenso furchtbar wie die Figuren. Anlass zum Fremdschämen ist beispielsweise eine Dating-Situation, wenn Sören seinen Seitensprung plant. Diese ist zwar schon absurd und bewusst unangenehm gehalten, was prinzipiell hätte funktionieren können. Aber die Szene macht ebenso wenig Spaß wie die anderen, in denen sich die Figuren etwas an den Kopf werfen. Schauspielerisch ist Rosen und Reis jetzt auch nicht wirklich erwähnenswert. Oliver Wnuk zieht das übliche Programm ab, das er in Nord Nord Mord in jahrelanger Arbeit routiniert hat. Anneke Kim Sarnau wird darauf reduziert, eine Schreckschraube zu sein. Andere hinterlassen überhaupt keinen Eindruck, obwohl da durchaus talentierte Darstellende verpflichtet werden konnten, die in anderen komödiantischen Titeln überzeugten.

Das heißt nicht, dass an dem Film nichts funktioniert. Die Fortsetzung von Käse und Blei, einer ARD-Komödie aus dem Jahr 2019, hat zumindest vereinzelt mal nette Einfälle und Momente. Dazu zählt etwa ein Geheimnis von Dirk (Holger Stockhaus), dem Ehemann von Maikes bester Freundin Doris (Marlene Morreis), welches auf originelle Weise mit einem Image spielt. Mehr in diese Richtung wäre ganz gut gewesen. Themen, die ein bisschen mehr Gehalt haben und darüber hinausgehen, dass da zwei Leute nicht mehr miteinander können. Leider ist da aber nur sehr wenig zu holen, weswegen Rosen und Reis letzten Endes zu wenig bietet, um die anderthalb Stunden füllen zu können. Es gibt bessere Alternativen, um das Wochenende einzuleiten.

Credits

OT: „Rosen und Reis“
Land: Deutschland
Jahr: 2024
Regie: Christine Rogoll
Drehbuch: Robert Löhr
Musik: Matthias Petsche
Kamera: Georg Diemannsberger
Besetzung: Anneke Kim Sarnau, Oliver Wnuk, Nikola Kastner, Johannes Kienast, Marlene Morreis, Holger Stockhaus, Victoria Trauttmansdorff, Omar El-Saeidi

Bilder

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Rosen und Reis
fazit
In „Rosen und Reis“ kriselt eine Ehe, ein Seitensprung soll helfen, einen früheren auszugleichen. Das ist lustig gemeint, ist über weite Strecken aber nervig, da die Figuren fast durchgängig furchtbar sind. Es fehlen zudem interessante Einfälle, weshalb der Film letztendlich Zeitverschwendung ist.
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