
Der Hochsommer bringt nicht nur hohe Temperaturen, sondern auch die Gefahr von Waldbränden. Während das Feuerwehrteam von Mannheim alle Hände voll zu tun hat, um die Katastrophe abzuwenden, haben sie alle mit weiteren Problemen zu kämpfen. So kriselt es zwischen Nina Haddad (Sabrina Amali) und ihrem Freund Philipp (Max Woelky). Billy Johannes (Anna Schimrigk) hat mit der zunehmenden Demenz ihrer Mutter Petra (Birge Schade) zu tun. Paul Raue (Paul Zichner) wiederum steckt mitten im Sorgerechtsstreit. Doch das alles verblasst im Vergleich zu einer Hiobsbotschaft: Ihr langjähriger Piotr Rogosa (Mark Zak) ist tot, kurz nachdem er in Rente gegangen ist …
Mehr Mensch als Arbeit
Dass es bei Die Notärztin hoch hergeht, ist kein Geheimnis. In der ARD-Dramaserie wird niemand geschont. Wobei kontinuierlich die Grenze zwischen dem Beruflichen und dem Privaten aufgehoben wird. So gibt es in jeder Folge zwar auch einen tatsächlichen Einsatz des Teams, wo es sich beweisen muss. Bei Abflug etwa musste jemand versorgt werden, nachdem ein Einbruch schmerzhaft endete. Innere Angelegenheiten wiederum schickte die Leute hoch hinaus, dieses Mal stand ein Kran im Mittelpunkt. Wenig überraschend wird dieses Konzept in Familie beibehalten, der achten von insgesamt 13 Folgen der zweiten Staffel.
So beginnt die Geschichte wie üblich mit einem solchen Einsatz, dieses Mal geht es um das Thema Waldbrände. Dass dieses immer wichtiger wird, ist bekannt. Momentan bringt man sie eher mit Südeuropa, den USA oder Australien in Verbindung, weshalb das eher fern wirkt. Grundsätzlich ist es aber nicht verkehrt, ein hiesiges Publikum schon einmal mit der Möglichkeit zu konfrontieren, was da noch kommen könnte. Die Notärztin: Familie hat dazu aber letztendlich nicht viel zu sagen. Und zu zeigen erst recht nicht: Man sollte nicht erwarten, hier vergleichbar zu No Way Out – Gegen die Flammen oder The Lost Bus mitzufiebern. Die Serie hat dafür gar nicht das Budget, soll außerdem kein Thriller sein. Die Menschen stehen im Vordergrund, nicht die Arbeit.
Bewegend
Das kann man beklagen, zumal die Figuren sich zuweilen selbst im Weg stehen und dabei nicht sonderlich kompetent wirken. Eine Werbung für den Beruf ist das hier nicht. Doch hin und wieder finden sich eben auch sehenswerte Passagen, die tatsächlich aus dem Leben gegriffen sind und Identifikationsfläche schaffen. Die Notärztin: Familie ist dabei insgesamt auch gelungener, als es die vorangegangenen Folgen waren, obwohl prinzipiell nichts Neues erzählt wird. Die meisten Themen und Stränge werden fortgeführt. Doch die Sache mit dem Tod von Piotr, der seit der ersten Folge dabei war, geht einem tatsächlich nahe, wenn Floskeln der traurigen Wahrheit Platz machen, wie kaputt alle sind. Und wie wichtig Zusammenhalt in dem Fall sein kann. Nächstes Mal geht es in Psycho um Depression.
OT: „Die Notärztin: Familie“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Florian Gottschick
Drehbuch: Jan Haering, Tina Thöne, Nina Blum, Frank Wollin
Musik: Tina Pepper, Jasmin Reuter, Stephan Römer
Kamera: Lukas Steinbach
Besetzung: Sabrina Amali, Max Hemmersdorfer, Paul Zichner, Anna Schimrigk, Johannes Kienast, Paul Wollin, Max Woelky, Birge Schade, Sinja Dieks
Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.
(Anzeige)



