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Vor ein paar Monaten hätte es sich wohl kaum einer träumen lassen, dass eines der größeren Filmfeste dieses Jahr noch stattfinden wird, vor allem nicht in einem der Krisengebiete. Doch jetzt ist es tatsächlich so weit und die Filmfestspiele von Venedig melden sich zurück. Genauer zeigt das älteste Filmfestival der Welt vom 2. bis 12. September 2020 eine ganze Reihe neuer Werke, aus allen Teilen der Erde. Natürlich, ganz spurlos sind die Zeiten an der Institution nicht vorübergegangen. Während die Anzahl der gezeigten Filme zwar kleiner, aber noch im gewohnten Rahmen ist, heißt es dieses Jahr, auf die großen Namen verzichten zu müssen. Die üblichen Blockbuster und Oscar-Kandidaten lassen sich nicht blicken, sei es weil man auf bessere Zeiten hofft oder große Galas schwieriger umzusetzen sind.

Ein paar bedeutendere Titel sind dann aber doch dabei. Heiß erwartet ist beispielsweise der neue Film von Chloé Zhao, die vor drei Jahren mit ihrem Rodeo-Porträt The Rider viel Aufmerksamkeit auf sich zog. In ihrer Buchadaption Nomadland spielt Oscar-Gewinnerin Frances McDormand eine Frau, die nach dem Niedergang ihrer Heimat das Leben als Nomadin sucht. Ebenfalls im Wettbewerb um den Goldenen Löwen läuft das starbesetzte Drama The World to Come über zwei Frauen, die Mitte des 19. Jahrhunderts starke Gefühle füreinander entwickeln – zum Missfallen ihrer Männer. Außerdem feiern in Venedig neue Spielfilme von Kiyoshi Kurosawa, Quentin Dupieux, Lav Diaz und Park Hoon-jung sowie Dokumentarfilme von Luca Guadagnino und Abel Ferrara Premiere. Gleich doppelt erfreulich: Die deutsche Regisseurin Julia von Heinz ist mit am Start und konkurriert mit ihrem Drama Und morgen die ganze Welt um die wichtigste Trophäe.

Mehr Infos und das vollständige Programm findet ihr auf www.labiennale.org/en/cinema

Unsere Rezensionen aus Venedig 2020



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