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JFFH 2017Japanische Filme, das bedeutet in erster Linie Yakuza, Anime, Godzilla, Samurai und Horror – so die landläufige Meinung. Das ist natürlich nicht ganz falsch, da diese Bereiche zu den populärsten und ikonischsten in Fernost zählen. Es sind aber beileibe nicht die einzigen. Den Beweis liefert das nunmehr 18. JFFH – kurz für Japan-Filmfest Hamburg –, welches vom 31. Mai bis 4. Juni einen ganz eigenen Blick auf das Land der aufgehenden Sonne liefert.

Einige der gezeigten Werke könnten fleißigen Festivalgängern schon bekannt vorkommen. So gibt es beispielsweise ein willkommenes Wiedersehen mit dem monströsen Comeback Shin Godzilla, der bissigen Theateradaption At the Terrace, der Killer-Tragikomödie Mr. Long sowie den Anime-Must-sees Die rote Schildkröte und In This Corner of the World.  Natürlich tummeln sich unter den 80 gezeigten Kurz- wie Langfilmen aber auch viele Neuheiten: Manche werden das erste Mal in Deutschland gezeigt, andere sind sogar internationale oder gar Weltpremieren.

Der Verlust der Unschuld
Mit einer Letzteren geht das Filmfest, welches unter dem Motto „Verlust der Unschuld“ steht, am 31. Mai auch gleich los: Das bewegende Drama Innocent Blood erzählt die Geschichte von drei Schicksalsschlägen und den unterschiedlichen Strategien der Betroffenen, mit der jeweiligen Situation fertigzuwerden. Dessen Regisseur Michihito Fujii ist bislang noch ein Geheimtipp, den wenige vorab auf dem Plan haben dürften. Besucher des JFFH werden im Laufe der fünf Tage aber genügend Gelegenheiten haben, sich den Namen einzuprägen. Nicht nur, dass mit 7s und Where is the Better Future of a Fake Town zwei weitere Werke des Nachwuchsfilmemachers zu sehen sein werden, Fujii selbst wird während des Festivals anwesend sein und seine Beiträge persönlich vorstellen.

Auch darüber hinaus haben sich einige Gäste angekündigt. Regisseur Toshinari Yonishi und Schauspielerin Hitomi Uno werden zur internationalen Premiere des bleihaltigen Racheinfernos Sapphire erwartet. Und auch die Horror-Regisseure Naoyoshi Kawamatsu (Dead of Night) und Junichi Yamamoto (Meatball Machine, Requiem 1 + 2) geben sich die Ehre. Allgemein wendet sich die 18. Ausgabe JFFH besonders dem Genrekino zu und kommt mit einem blutroten Strauß aus Horror, Action und Thriller daher. Wer es lieber etwas ruhiger mag, dem seien das rührende Indie-Drama Hello, Goodbye und der Kurzfilm The Girl Who Never Knew War ans Herz gelegt. Mehr Infos sowie das komplette Programm gibt es auf: www.jffh.de.

Unsere Rezensionen vom Filmfest



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Japan-Filmfest Hamburg 2017 (31. Mai – 4. Juni 2017)
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