Nix ist fix Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Stefanie Leo

Nix ist fix

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„Nix ist fix“ // Deutschland-Start: 10. August 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Harry (Marcel Mohab), Paula (Friederike Kempter), Juliane (Julia Koschitz), Pascal (Maximilian Brückner), Sanne (Katrin Wichmann), Edwin (Felix Hellmann) und Ines (Brigitte Hobmeier) sind seit vielen Jahren befreundet, sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen – auch wenn manche Krise eher totgeschwiegen wurde. Aus diesem Grund ist auch klar, dass sie gemeinsam den Urlaub in Julianes Chalet verbringen wollen, welches hoch oben in den Bergen liegt. Als sie nach einem beschwerlichen Aufstieg dort ankommen, erwartet sie der Schreck ihres Lebens: Da ist jemand im Chalet! Genauer haben Vince (Slavko Popadic), Alma (Camille Dombrowsky) und Tomek (Simon Morzé) schon vor Monaten darin ihr Quartier aufgeschlagen und leben seither unbekümmert in der abgelegenen Hütte. Und das wollen sie auch weiterhin tun, wie sie der völlig verdutzten Freundesgruppe verraten …

Ein Urlaub voller Krisen

Sommerzeit ist Komödienzeit! Zumindest die öffentlich-rechtlichen Sender sind offensichtlich der Ansicht, dass das hiesige Publikum gerade besonders viel Erheiterung braucht. Da war beispielsweise Plötzlich Schwester, wo eine angehende Braut erfahren muss, dass ihr gerade gestorbener Vater noch eine Zweitfamilie hatte. Servus Eddie – Spätes Glück wiederum handelte von einem in Ungnade gefallenen Polizisten, der bei seinem Comeback-Versuch einem Obdachlosen begegnet. Mit Nix ist fix legt nun das ZDF eine weitere deutsche TV-Komödie vor. Tatsächlich neu ist diese aber nicht, feierte sie doch bereits mehr als ein Jahr zuvor beim Filmfest München Premiere und wartete seither darauf, auch regulär im deutschen Fernsehen gezeigt zu werden.

Sie ist dabei auch eine der besseren hiesigen Produktionen der letzten Zeit. Dabei ist die Grundidee nur eine Variation eines Motivs, was man andauernd in Filmen vorfindet. Mal wieder geht es darum, dass ein Freundeskreis reihenweise Probleme und Konflikte mit sich herumträgt, die nie so richtig besprochen werden, dann aber doch noch an die Oberfläche kommen. Der Anlass dafür kann ganz unterschiedlich sein. Mal ist es ein gemeinsames Abendessen oder eine Feier, bei der alle zusammenkommen. Bei Nix ist fix ist es ein Urlaub, der dazu führt, dass die Männer und Frauen auf einmal aussprechen, was zuvor lang in ihnen rumorte. Auch das ist ein bewährtes Szenario, Urlaube sind ein idealer Anlass, damit Menschen auf engem Raum zusammen sind. Und wer sich nicht aus dem Weg gehen kann, sagt schon mal etwas, das man nicht sagen wollte – oder sich zu sagen traute.

Amüsant, aber nicht sehr tiefsinnig

Nix ist fix kombiniert diese Alltagssituation mit einem ungewöhnlicheren Squatter-Szenario: Wie geht man damit um, wenn auf einmal Wildfremde im eigenen Haus sind und partout nicht mehr gehen wollen? Aus dieser ungewollten und unangenehmen Begegnung erwächst eine Grundsatzdiskussion, wo es um Kapitalismus geht, Moral und die Frage, ob so etwas wie persönlicher Besitz richtig ist. Prinzipiell liefert der Film damit den einen oder anderen Denkanstoß, welches das Publikum aufgreifen kann. Theoretisch. Praktisch sind die Figuren aber so lächerlich, dass jede Ernsthaftigkeit im Keim erstickt wird. Auf der einen Seite ist es zwar löblich, wie die Komödie mit beiden Seiten nicht gerade zimperlich umgeht, alle irgendwie heuchlerisch sind. Für eine tatsächliche Auseinandersetzung ist das jedoch weniger förderlich.

Dass der Film darauf keine Lust hat, zeigt auch das Ende. Dieses ist, wie man das eben vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen kennt, versöhnlich geworden. Dagegen ist zwar nicht grundsätzlich etwas einzuwenden. Wenn das aber nicht erarbeitet wird, sondern recht spontan erfolgt, ist das schon schade. Dennoch ist Nix ist fix durchaus einen Blick wert. Wenn sich die Figuren um Kopf und Kragen reden, ist das schon , zumal im Ensemble alle eifrig mitspielen. Da hat niemand Angst davor, dass das peinlich sein könnte. Im Vergleich zu vielen anderen deutschen TV-Komödien hat diese zumindest auch ein wenig Substanz. Nicht so viel, wie es wünschenswert gewesen wäre. Aber doch genug, um es mal hiermit zu versuchen.

Credits

OT: „Nix ist fix“
Land: Deutschland
Jahr: 2025
Regie: Natalie Spinell
Drehbuch: Dominique Lorenz
Musik: Kai Tebbel
Kamera: Ahmed El Nagar
Besetzung: Julia Koschitz, Brigitte Hobmeier, Felix Hellmann, Friederike Kempter, Maximilian Brückner, Marcel Mohab, Katrin Wichmann, Camille Dombrowsky, Simon Morzé, Slavko Popadic

Bilder

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Nix ist fix
fazit
In „Nix ist fix“ will eine Freundesgruppe eine schöne Zeit im eigenen Chalet verbringen, das jedoch von anderen unerlaubt bewohnt wird. Die Komödie liefert einige Diskussionsgrundlagen zu Moral und Kapitalismus, will sich letzten Endes aber nicht wirklich damit auseinandersetzen. Das ist schade, aber zumindest streckenweise amüsant.
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