Mord in Genua – Ein Fall für Petra Delicato: Enge Mauern Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Francesca Cassaro

Mord in Genua – Ein Fall für Petra Delicato: Enge Mauern

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„Mord in Genua – Ein Fall für Petra Delicato: Enge Mauern“ // Deutschland-Start: 4. August 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Als eine Reliquie aus einem Nonnenkloster verschwindet, wird Petra Delicato (Paola Cortellesi) mit dem Fall beauftragt. Schließlich findet man es angemessener, dass eine Frau die Ermittlungen leitet. Es braucht an der Stelle schon jede Menge Fingerspitzengefühl. Dabei stellt sich schnell heraus, dass es hier um mehr geht als einen einfachen Kunstraub. Denn der Professor, der den Raum restaurierte, wird in der Kloster-Krypta erschlagen aufgefunden. War er zur falschen Zeit am falschen Ort? Und warum ausgerechnet diese Reliquie? Während Delicato versucht, Antworten auf diese Fragen zu finden, hat sie auch privat einige knifflige Situationen zu lösen …

Auftakt der dritten Staffel

Zusätzlich zu den unzähligen heimischen Krimiserien und Reihen zeigt das ZDF in regelmäßigen Abständen am Sonntagabend auch solche aus dem Ausland. Aktuell ist etwa Back Up: Auf Streife mit der Ex an der Reihe, eine neuseeländische Serie über zwei Ex-Partnerinnen, die nun gemeinsam bei der Polizei Fällen lösen müssen. Ebenfalls auf diesem Programmplatz startete 2020 die italienische Produktion Mord in Genua – Ein Fall für Petra Delicato über eine ehemalige Anwältin, die es nicht so mit zwischenmenschlichen Kontakten hat und jetzt im Polizeiarchiv arbeitet. Ursprünglich als Miniserie konzipiert, gab es 2022 eine zweite Staffel. Zuletzt erzählte Die Schuld der Toten, wie der Protagonistin eine Waffe gestohlen und für ein Verbrechen genutzt wurde. Mit Enge Mauern startet nun eine dritte Staffel, überraschenderweise aber am späten Dienstagabend.

Von diesem ungewohnten Sendeplatz einmal abgesehen hat sich aber in der mehrjährigen Wartezeit nicht so wahnsinnig viel getan. Noch immer haben wir es mit einem klassischen Whodunit-Krimi zu tun, bei dem zu Beginn ein Verbrechen entdeckt wird, das anschließend aufgeklärt werden muss. Mord in Genua – Ein Fall für Petra Delicato: Enge Mauern geht zumindest ein bisschen in eine eigene Richtung, wenn gleich zwei Verbrechen verübt wurden. Das eine ist der Raub der Reliquie, das andere der Mord. Dass beides irgendwie zusammenhängen muss, liegt zwar auf der Hand. Es darf jedoch – zusätzlich zur Suche nach der Tatperson – darüber gegrübelt werden, was da genau da geschehen ist. Und aus welchem Grund.

Stimmungsvolles Setting

Das Setting des Klosters ist stimmungsvoll und ist natürlich dafür gemacht, mit irgendwelchen dunklen Geheimnissen zu arbeiten. In solchen alten Gemäuern ergibt sich das fast zwangsläufig. Kombiniert wird dieses Setting mit dem Thema des Kunstraubs. So darf das Publikum den Ausdruck des Artnappings kennenlernen, bei dem Kunstwerke gestohlen werden und ein Lösegeld verlangt wird. Das hat dann erst einmal nicht so wahnsinnig viel miteinander zu tun, aber es funktioniert ganz gut. Die Auflösung bei Mord in Genua – Ein Fall für Petra Delicato: Enge Mauern ist einigermaßen überraschend, weil sie in eine andere Richtung geht, als man das erwarten durfte. Das liegt aber auch daran, dass mal wieder an konkreten Hinweisen geknausert wurde. Von selbst kann man dann gar nicht auf die Antwort kommen.

Ein anderes Manko ist die Sache mit dem Privatleben. Zwar ist es nicht grundsätzlich verkehrt, wenn bei den ermittelnden Hauptpersonen auch ein Blick auf das Leben dahinter geworfen wird. Und im Vergleich zum letzten Mal ist das erträglicher geworden. Ein Gewinn für den Film ist es dennoch nicht, was da erzählt wird. Am Ende reicht es bei Mord in Genua – Ein Fall für Petra Delicato: Enge Mauern für Mittelmaß, wie so oft in dieser Reihe. Wer die bisherigen Teile mochte, kann also unbesorgt reinschauen. Neue Fans dürfte die Folge kaum gewinnen. Nächstes Mal geht es in Handlanger des Todes um einen ermordeten Gärtnereibesitzer und eine Escortdame.

Credits

OT: „Petra: Il silenzio dei chiostri“
Land: Italien
Jahr: 2025
Regie: Maria Sole Tognazzi
Drehbuch: Giulia Calenda, Furio Andreotti, Ilaria Macchia, Paola Cortellesi
Kamera: Davide Leone
Besetzung: Paola Cortellesi, Andrea Pennacchi, Francesco Colella, Manuela Mandracchia, Antonio Zavatteri, Matteo Sintucci, Nina Sciarappa, Laura Marinoni, Miriam Gagino, Marial Bajma, Martina Sini

Bilder

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Mord in Genua – Ein Fall für Petra Delicato: Enge Mauern
fazit
In „Mord in Genua – Ein Fall für Petra Delicato: Enge Mauern“ wird ein Professor ermordet und eine Reliquie aus einem Kloster gestohlen. Die Kombination ist ganz interessant, das Setting stimmungsvoll. Mehr als Mittelmaß ist der Krimi dennoch nicht, da die Auflösung wieder willkürlich ist.
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