Liebe braucht Meer TV Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ARD Degeto Film/Bantry Bay Productions GmbH/Christine Tamalet

Liebe braucht Meer

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„Liebe braucht Meer“ // Deutschland-Start: 28. August 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Eigentlich war Silvia Strack (Margarita Broich), Inhaberin einer international renommierten Fachkanzlei für Insolvenzen, in die bretonische Hafenstadt Cancale gereist, um sich einer kriselnden Austernzucht anzunehmen. Doch noch bevor sie sich an die Arbeit machen kann, wird sie von Alain Demur (David Vormweg) angefahren. Es hilft nichts: Sie muss die Heimreise antreten und den Job ihrer Tochter Elisabeth (Morgane Ferru) überlassen. Diese sieht darin die Chance, sich endlich einmal ihrer Mutter gegenüber zu beweisen. An Ideen mangelt es ihr auch nicht, da ist einiges, was man versuchen könnte. Dummerweise zeigt sich die Belegschaft aber wenig kooperativ und lehnt jede Veränderung ab. Nur Alain scheint bereit zu sein, die junge Anwältin bei ihren Plänen zu unterstützen …

Endlich was beweisen dürfen!

Wenn „Endlich Freitag im Ersten“ zur Hauptsendezeit am Freitagabend ansteht, weiß man im Groben schon, was einen erwartet. Während andere Tage den düsteren Stoffen vorbehalten sind, soll es zum Auftakt des Wochenendes irgendwie schön werden. Mal sind die Filme humorvoll angelegt, mal besinnlich. Am Ende soll das Publikum glücklicher sein oder zumindest abschalten können. Zuletzt war in dieser Programmschiene Heute fängt mein neues Leben an zu sehen, wo eine Kleptomanin einen Neuanfang wagt. Davor handelte Servus Eddie – Spätes Glück von einem in Ungnade gestarteten Polizisten, der sein Comeback versucht. Jetzt steht mit Liebe braucht Meer der nächste ARD-Film an, der auf diesem Platz ausgestrahlt wird und die Zuschauer und Zuschauerinnen beglücken möchte.

Während die obigen Titel Menschen zeigten, die sich nach einem Absturz wieder zurück ins Leben kämpfen, da ist der Fall bei Elisabeth etwas anders. Sie hat zu Beginn der Geschichte nichts verloren. Denn da ist nichts, was sie verlieren könnte. Liebe braucht Meer erzählt von einer Frau, die sich danach sehnt, endlich einmal selbst etwas zu erreichen und ihrer Mutter zu beweisen, dass sie etwas kann. Das schafft einiges an Identifikationsfläche, solche Eltern-Kind-Verhältnisse gehen immer, wie auch das kurz zuvor gezeigte München Beats zeigt. Dort versucht der Sohn eines Unternehmers, durch das Schaffen eines Kulturareals seinen Wert zu beweisen. Wobei dieser Aspekt hier immer nur mitschwingt. Er ist der Anlass für das, was geschieht, ein Mittel zum Zweck, den es gar nicht unbedingt gebraucht hätte.

Schön bebilderte Nettigkeit

Stattdessen sind es zwei andere Themen, die in der Adaption des Romans Mittwochs am Meer von Alexander Oetker im Mittelpunkt stehen. Zum einen geht es um die Versuche der Protagonistin, das Unternehmen zu retten – mit teils sehr ungewöhnlichen Ideen. An der Stelle kommt auch ein bisschen Humor hinein, wenn Elisabeth mit der Belegschaft zu kämpfen hat. Denn das hat auch immer ein bisschen mit Culture Clash zu tun, die Anwältin ist doch ein Fremdkörper in diesem malerischen und zugleich schroffen Fischerdorf. Parallel dazu erzählt Liebe braucht Meer – der Film trägt seinen Titel nicht ohne Grund – von der Annäherung der beiden Hauptfiguren. Was als Unfall beginnt, stellt sich als Chance für die Liebe heraus. Oder etwa doch nicht?

Das eine oder andere Hindernis muss natürlich aus dem Weg geräumt werden. Diese sind aber weder sonderlich groß noch irgendwie überraschend. Tatsächlich ist die Komödie ein erwartet anspruchsloses und ambitionsloses Werk, das sich an Bewährtes hält und niemanden fordern mag. Das muss einen nicht stören, zwischendurch darf es auch mal etwas Nettes sein. Zumal Liebe braucht Meer mit ansprechenden Aufnahmen der bretonischen Küstenlandschaft lockt. Wer dafür empfänglich ist, macht hiermit also nichts verkehrt. Nur reiht sich der Film ein in die Liste letztendlich belangloser Freitagabendunterhaltung, die nicht wirklich etwas zu erzählen hat. Am Ende bleibt von all dem hier nur wenig übrig, bis auf die Lust vielleicht, selbst in die Gegend zu reisen.

Credits

OT: „Liebe braucht Meer“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Christine Rogoll
Drehbuch: Birgit Maiwald
Vorlage: Alexander Oetker
Musik: Matthias Petsche
Kamera: Alexander Palm
Besetzung: Morgane Ferru, David Vormweg, Margarita Broich, Susi Stach, Filip Peeters, Anian Zollner, Zoë Elea Baier, Liliom Lewald

Bilder

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Liebe braucht Meer
fazit
In „Liebe braucht Meer“ versucht eine Anwältin, eine kriselnde Austernzucht zu retten, um sich zu beweisen. Das ist alles schon ganz nett und lockt auch mit schönen Aufnahmen der bretonischen Küste. Aber es ist eben auch ziemlich beliebig, am Ende bleibt von der Reise nicht sehr viel zurück.
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