Die Notärztin Beruflich und privat TV Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ARD/SWR/Maximilian Koch-Erpach

Die Notärztin: Beruflich & Privat

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Inhalt / Kritik

Nina Haddad (Sabrina Amali) hat Ärger, richtig Ärger. Denn als die Notärztin an ihrem freien Tag bei einem verheerenden Verkehrsunfall medizinisch eingreift, kommt es zu Streitigkeiten, am Ende stirbt jemand. Nun muss sie sich dafür verantworten und die Frage beantworten: Ist sie schuld an dem Tod? Dabei gerät sie auch wieder mit ihrem Vorgesetzten Patrick Köster (Johannes Kienast) aneinander, der alles dafür tut, damit das Team nach außen hin gut dasteht. Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, steht Nina auf einmal zwischen ihrem Freund Philipp (Max Woelky) und ihrem Kollegen Markus Probst (Max Hemmersdorfer). Paul Raue (Paul Zichner) wiederum kämpft um das Sorgerecht …

Menschlich ungeeignet

Alles hat einmal ein Ende, auch die zweite Staffel von Die Notärztin. Insgesamt 13 Folgen umfasst diese und begleitete das Team durch den täglichen Wahnsinn, wobei die Geschichten zwischen den beruflichen und den privaten Problemen wechselten. Oft dominierten aber Letztere, zuweilen geht die ARD-Dramaserie schon sehr in Richtung Seifenoper, wenn es um Beziehungskrisen und ähnliches geht. Beim letzten Mal gab man sich schon Mühe, doch auch mal die Arbeit stärker in den Vordergrund zu rücken. Zielgerade handelte fast ausschließlich von einem großen Einsatz, bei dem es dann dafür drunter und drüber ging und der mit einem Tod und der Drohung von Konsequenzen endete. Beruflich & Privat greift das nun auf.

Dabei dauert es nicht lang, bis es zu ersten Irritationen kommt. So taucht eine Vorgesetzte auf, die ihre Untergebenen mit einem stark sexuellen Unterton nötigt und erpresst. Natürlich sind solche Themen wichtig, dürfen auch schon mal im Fernsehen gebracht werden. Bei Die Notärztin: Beruflich & Privat ist das aber so grotesk deplatziert, dass es nur noch unfreiwillig komisch ist. Oder eben ärgerlich. Wobei zwischenmenschlich die Figuren sowieso wieder eine Katastrophe sind. Vor allem bei Nina darf man sich immer wieder fragen, ob sie überhaupt qualifiziert ist, mit anderen Menschen zu agieren. Sowohl in ihrer Beziehung wie auch als Ärztin zeigt sie regelmäßig einen mangelnden Willen zur Kooperation. Einen Fehler zugeben? Kann sie nicht, weil sie bei sich selbst nie Fehler sieht.

Katastrophales Staffelende

Die Geschichte mit Markus hätten sie auch mal besser weggelassen. Da wurde dann wieder eine Wendung erzwungen, damit ein weiteres Problem auftaucht, ohne sich darum zu scheren, ob das irgendwie plausibel ist. Der einzige Handlungsstrang, der in Die Notärztin: Beruflich & Privat funktioniert, ist der um den Sorgerechtsstreit. Dieser wird zum Ende hin richtig rührend. Das tatsächliche Ende der Folge ist dafür wieder eine Katastrophe. An und für sich ist Zusammenhalt zwar etwas, das schon irgendwie schön ist. Aber es wird hier dann doch etwas kitschig. Hinzu kommt, dass die inhaltliche Auseinandersetzung fehlt, man wird dann einfach mit dem fertigen Resultat konfrontiert. Damit wird ein neuer Tiefpunkt erreicht, der keine Lust auf eine dritte Staffel macht.

Credits

OT: „Die Notärztin: Beruflich & Privat“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Florian Gottschick
Drehbuch: Jan Haering, Tina Thöne, Nina Blum, Frank Wollin
Musik: Tina Pepper, Jasmin Reuter, Stephan Römer
Kamera: Lukas Steinbach
Besetzung: Sabrina Amali, Max Hemmersdorfer, Paul Zichner, Anna Schimrigk, Johannes Kienast, Paul Wollin, Max Woelky, Birge Schade, Sinja Dieks, Jörn Hentschel

Bilder

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Die Notärztin: Beruflich & Privat
fazit
In „Die Notärztin: Beruflich & Privat“ geht es um die Zukunft der Protagonistin, nachdem sie sich bei einem Einsatz nicht an die Regeln gehalten hat. Anstatt sich wirklich mit dem Thema auseinanderzusetzen, gibt es nur wieder billiges Seifenoper-Drama. Lediglich der Strang um den Sorgerechtsstreit überzeugt.
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