Das Quartett - Mörderischer Pakt TV Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek
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Das Quartett: Mörderischer Pakt

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„Das Quartett: Mörderischer Pakt“ // Deutschland-Start: 9. September 2023 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Gerade erst hat Leonore Loos eine neue Niere erhalten. Nun ist sie tot. Doch was genau ist da vorgefallen? Maike Riem (Anja Kling), Pia Walther (Annika Blendl), Christoph Hofherr (Shenja Lacher) und Linus Roth (Anton Spieker) übernehmen daraufhin den Fall. Der Besuch bei Prof. Dr. Brigitte Weyermann (Victoria Trauttmansdorff), die den Eingriff vorgenommen hat, führt dabei zu keinem Ergebnis. Vielversprechend ist hingegen eine andere Spur. So führt die Aufnahme einer Verkehrsüberwachungskamera zu einer Pizzeria in Berlin. Und es ist offensichtlich, dass deren Chef Besian Duro (Roman Kanonik) und sein Mitarbeiter Jannick Weber (Julius Nitschkoff) etwas zu verbergen haben – auch wenn nicht klar ist, in welchem Zusammenhang die beiden Geschichten stehen …

Sechster Teil der Krimi-Reihe

Etwa vier Jahre ist es her, dass das ZDF mit Das Quartett eine weitere Reihe startete, um den ungebrochenen Bedarf an Kriminalgeschichten zu decken. Seither läuft es recht gut, die am Samstagabend ausgestrahlten Filme sprechen regelmäßig ein Millionenpublikum an. Alle paar Monate kommt dann auch ein neuer Teil heraus, um das Interesse zu nutzen. Zuletzt erzählte Tödliche Lieferung von einem mysteriösen Mordfall in einem Logistikzentrum. Rund acht Monate später gibt es ein Wiedersehen mit dem vierköpfigen Polizei-Team, das in Leipzig Verbrechen aufklärt. Mit Mörderischer Pakt steht der nunmehr sechste Teil der Reihe an. Und leider zeigt sich dort, dass der seit einer Zeit zu beobachtende Abwärtstrend weiter anhält.

So fiel die Reihe anfangs durch die skurrilen Figuren auf. Man versuchte, durch die kontrastreichen Charaktere mehr zu bieten als die Konkurrenz. Vier grundverschiedene Leute sollten zusammenfinden, sich durch ihre Besonderheiten gegenseitig ergänzen, um auf diese Weise Fälle zu lösen, an denen andere scheitern würden. Bei Das Quartett: Mörderischer Pakt ist davon nicht mehr viel zu spüren. Beispielsweise gibt es zu Beginn einen Satz, der auf die autistische Ausrichtung von Linus verweist, was im Anschluss aber nicht mehr aufgegriffen wird. Auch die Sache mit den Technik-Gadgets scheint niemanden mehr zu interessieren. Wenn hier ein Helm aufgesetzt wird, um virtuell den Tatort zu betreten, ist das ein Fremdkörper, der nur pro forma drin ist, ohne dass daraus etwas gemacht würde.

Viel Ernst, wenig Sinn

Vor allem wird der Humor schmerzlich vermisst. Natürlich muss nicht jeder Krimi komisch sein, es gibt genügend andere Reihen, die das schon sind. Zusammen mit den Charaktereigenschaften und der reizvollen Dynamik entstand bei den ersten Teilen aber etwas Eigenes, das durchaus Spaß machte. Bei Das Quartett: Mörderischer Pakt nimmt man sich hingegen sehr ernst. Nicht nur, dass es eine Leiche gibt. Viele Figuren dürfen zudem irgendwelche traurigen Geschichten mit sich herumschleppen, richtig tragisch wird es zwischendurch. Auch das ist gestattet, beißt sich hier aber mit dem Fall, der so an den Haaren herbeigezogen ist, dass man sich schon wie in einer Komödie fühlt. Humor hätte das zwar nicht glaubwürdiger gemacht, aber vielleicht zumindest etwas versteckt.

Ärgerlich ist zudem, dass man bei Das Quartett: Mörderischer Pakt einem Trend folgt, der zuletzt bei mehreren TV-Krimis zu beobachten ist: Da wird bereits im Titel Wesentliches vorweggenommen. Das war bei Die Heiland – Wir sind Anwalt: Kleine & große Fische so, auch Mordsschwestern – Verbrechen ist Familiensache: Die Made war unglücklich gewählt. Eigentlich schaut man sich solche Geschichten an, um selbst rätseln zu dürfen. Hier macht das aber nicht sonderlich viel Spaß bzw. ist unergiebig, dafür ist das alles zu konstruiert. Wer nach der langen Sommerpause hoffte, hier mal wieder einen spannenden Krimi zu sehen, sollte das noch einmal überdenken. Aus der launigen Reihe ist eine geworden, die trotz leichter gesellschaftlicher Ansätze zu wenig zu bieten hat.

Credits

OT: „Das Quartett: Mörderischer Pakt“
Land: Deutschland
Jahr: 2023
Regie: Christian Theede
Drehbuch: Jonni Remmler, Judith Angerbauer
Musik: Dominik Giesriegl
Kamera: Mathias Neumann
Besetzung: Anja Kling, Annika Blendl, Shenja Lacher, Anton Spieker, Victoria Trauttmansdorff, Roman Kanonik, Julius Nitschkoff, Odine Johne

Bilder

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Das Quartett: Mörderischer Pakt
fazit
Die letzten Teile waren mäßig, „Das Quartett: Mörderischer Pakt“ ist noch schwächer. Von den skurrilen Figuren ist nichts mehr geblieben, stattdessen gibt es ganz viel Tragik und einen Fall, der an den Haaren herbeigezogen ist. Was anfangs noch unterhaltsam war, ist hier endgültig Zeitverschwendung geworden.
Leserwertung21 Bewertungen
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von 10