Mordsschwestern - Verbrechen ist Familiensache Die Made TV Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek
© ZDF/Sandra Hoever/Mathias Prause

Mordsschwestern – Verbrechen ist Familiensache: Die Made

Mordsschwestern - Verbrechen ist Familiensache
„Mordsschwestern – Verbrechen ist Familiensache: Die Made“ // Deutschland-Start: 1. September 2023 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Als Janina Janssen (Kim-Sarah Brandts) erschossen aufgefunden wird, steht die Polizei vor einem Rätsel. Wer könnte es nur auf die Sportlehrerin an der nahe gelegenen Marineschule abgesehen haben? Die Schwestern Viktoria (Lena Dörrie) und Feli Lorentzen (Caroline Hanke) nehmen daraufhin erst einmal den Ehemann Sven (Christian Schneeweiß) unter die Lupe, der seit einem tragischen Unfall im Rollstuhl sitzt. Aber auch die Leute an der Marineschule werden befragt und bestätigen, dass die Tote sehr beliebt war. Erst mit der Zeit müssen die Schwestern erkennen, dass es tatsächlich mehrere Leute gibt, die für den Mord in Frage kämen. Denn nicht alles im Leben der Verstorbenen war so, wie es nach außen hin erschien …

Rückkehr der TV-Ermittlerinnen

Braucht Deutschland unbedingt noch weitere Fernsehkrimis? Ja, entschied das ZDF und schickte im September 2022 Mordsschwestern – Verbrechen ist Familiensache ins Rennen, um am Freitagabend das Publikum mit ein paar knackigen Fällen zu erfreuen. Das Ergebnis war zwar wenig berauschend. Sowohl die Auftaktfolge Totalschaden wie die drei daran anschließenden Episoden enttäuschten mit konstruierten Geschichten. Die Zielgruppe scheint aber Gefallen daran zu haben. So gibt es ein Jahr später mit Die Made nicht nur ein Wiedersehen mit den zwei ermittelnden Schwestern. Dieses Mal gibt es sogar sechs statt vier Folgen, die freitags zur Primetime ausgestrahlt werden. Für Nachschub ist also erst einmal gesorgt.

Besser scheint die zweite Staffel aber auch nicht zu werden, zumindest wenn der Auftakt stellvertretend für das sein sollte, was uns die nächsten Wochen erwartet. Das Setting einer Marineschule ist dabei noch der originellste Einfall. Da werden doch gleich Erwartungen geweckt zu irgendwelchen Mauscheleien hinter der hehren Fassade. Dabei wird jedoch früh klar, dass man bei Mordsschwestern – Verbrechen ist Familiensache: Die Made kein Interesse hatte an dem besagten Setting. Man hätte genauso gut eine normale Schule, eine Bäckerei oder das Arbeitsamt nehmen können, ohne dass es einen Unterschied gemacht hätte. Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten, die so langweilig und austauschbar sind, dass die Folge bis zur nächsten Woche schon wieder vergessen ist. Am ehesten wird man sich noch an den „Clou“ bei den Ermittlungen erinnern. Und das auch nur, weil er ziemlich unvermittelt auftaucht, um plötzlich eine Auflösung erzwingen zu können.

Der tägliche Streit

Dass nicht viel Zeit bleibt, um eine vernünftige Spurensuche zu betreiben, liegt aber auch am Konzept. Zum einen sind 58 Minuten grundsätzlich nicht viel, um daraus einen richtigen und einigermaßen komplexen Krimi zu basteln. Zumal diese Laufzeit auch noch mit dem persönlichen Part der Schwestern gefüllt werden muss. Von Anfang an wurde ein größerer Fokus darauf gelegt, wie unterschiedlich die zwei Protagonistinnen sind und wie das zu Konflikten führt. In Mordsschwestern – Verbrechen ist Familiensache: Die Made wird nun darum gestritten, wie und ob der Haushalt geführt wird. Das macht die beiden Frauen natürlich nahbarer, solche Diskussionen dürften die meisten aus den eigenen Familien kennen. Die leicht humorvolle Ausrichtung dieser Passagen verdeckt aber nicht, wie langweilig die Folge mal wieder ist.

Credits

OT: „Mordsschwestern – Verbrechen ist Familiensache: Die Made“
Land: Deutschland
Jahr: 2023
Regie: Suki Maria Roessel
Drehbuch: Sabine Radebold, Richard Caesar
Musik: Oliver Thiede
Kamera: Mathias Prause
Besetzung: Lena Dörrie, Caroline Hanke, Tamer Trasoglu, Claudiu Marc Draghici, Mathias Harrebye-Brandt, Petra Friedrich, Anne Moll, Jonah Djalili, Christian Schneeweiß, Katharina Heyer

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Mordsschwestern – Verbrechen ist Familiensache: Die Made
fazit
Mit „Mordsschwestern – Verbrechen ist Familiensache: Die Made“ fängt die zweite Staffel der Krimiserie so schwach an, wie die erste aufhörte. Der Kriminalfall ist uninteressant und wird etwas plötzlich gelöst. Dafür gibt es wieder Streitigkeiten zwischen den Schwestern, die sich nicht über die Hausordnung einigen können.
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