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Die Heiland – Wir sind Anwalt: Kleine & große Fische

Die Heiland Wir sind Anwalt Staffel 4
„Die Heiland – Wir sind Anwalt: Kleine & große Fische“ // Deutschland-Start: 29. August 2023 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Der neue Fall für Anwältin Romy Heiland (Christina Athenstädt) ist nicht einfach: Goran Parlov (Kai Schumann), Fahrer eines Limousinen-Services, soll im Kofferraum elf Kilo Kokain geschmuggelt haben. Während die neue Staatsanwältin Odette Santos (Anne Diemer) fest davon überzeugt ist, dass der Fahrer der Täter ist und Teil eines Drogenhändler-Rings, glaubt Romy den Beteuerungen ihres Mandanten, er sei unschuldig. Doch das würde bedeuten, dass der peruanische Konsul Enrique Peininger (Cuco Wallraff) und dessen Sohn Felipe (Vincent Kerschbaum) schuldig sein könnten, was die Geschichte besonders heikel macht. Und als wäre das nicht schon knifflig genug, geht es auch im Privatleben der Anwältin drunter und drüber …

Auftakt der neuen Staffel

Im wahren Leben ist man eigentlich ganz froh, nichts mit Anwälten und Anwältinnen zu tun zu haben, ist dies doch meistens mit irgendwelchen Problemen verbunden. Und doch erfreuen sich im Fernsehen Anwaltsserien ungebrochen größerer Beliebtheit. Ob nun Ein Fall für zwei oder Kanzlei Berger, es mangelt nicht an Nachschub. Und auch Die Heiland – Wir sind Anwalt hat ihre Fans. Etwa vier bis fünf Millionen Menschen schalten jedes Mal ein, wenn sich die blinde Anwältin für ihre Mandanten und Mandantinnen ins Zeug legt. Kein Wunder also, dass die ARD-Produktion nun eine vierte Staffel spendiert bekommt. 13 Folgen soll diese erneut haben, wie schon die vorangegangene dritte Staffel. Den Auftakt markiert dabei Kleine & große Fische.

Der Titel von Folge Nummer 26 ist dabei etwas unglücklich gewählt, da er mehr oder weniger das Ende der Geschichte vorwegnimmt. Zwar ist er so schwammig, dass daraus noch keine Lösung abgeleitet werden kann. Dennoch, gut gewählt ist anders. Wobei das mit der Spurensuche bei Die Heiland – Wir sind Anwalt: Kleine & große Fische ohnehin so eine Sache ist. Zwar muss die Protagonistin vergleichbar zu Ein Fall für zwei herausfinden, was wirklich geschehen ist, um den unter Verdacht stehenden Goran zu entlasten und vor dem Gefängnis zu bewahren. Die Zeit reicht nur hinten und vorne nicht aus, um daraus eine vernünftige Geschichte zu machen. Schon die reine Krimikonkurrenz hat mit ihren einstündigen Folgen ihre Schwierigkeiten, daraus in sich schlüssige Fälle zu basteln. Hier sind es noch einmal zehn Minuten weniger.

Noch etwas privates Drama dazu

Diese knappe Zeit muss zudem aufgewendet werden, um auch den nicht zu unterschätzenden Dramapart unterzukriegen. So erzählt ein Nebenstrang davon, wie Romys Partner Rudi Illić (Aleksandar Jovanovic) bei der Kanzlei von Ben Ritter (Peter Fieseler) einsteigt, ohne sie einzubeziehen. Das bringt das Potenzial eines großen Krachs mit sich. Ganz so weit geht es in Die Heiland – Wir sind Anwalt: Kleine & große Fische dann aber doch nicht, dafür reicht die Zeit einfach nicht. Gut möglich, dass dies als fortlaufende Handlung die vierte Staffel insgesamt beschäftigen wird. In der Form ist das aber unbefriedigend, da für keines der Elemente genügend Raum geschaffen wird. Der Krimipart ist sprunghaft und vorbei, noch bevor er angefangen hat. Die persönlichen Geschichten sind ebenfalls uninteressant, was das große Interesse an der Serie nicht unbedingt verständlicher macht.

Credits

OT: „Die Heiland – Wir sind Anwalt: Kleine & große Fische“
Land: Deutschland
Jahr: 2023
Regie: Oliver Schmitz
Drehbuch: Stefan Barth
Musik: Thomas Klemm
Kamera: Marco Uggiano
Besetzung: Christina Athenstädt, Sina Reiß, Tim Kalkhof, Aleksandar Jovanovic, Peter Fieseler, Peggy Lukac, Rüdiger Kuhlbrodt, Anne Diemer, Kai Schumann, Sascha Nathan, Cuco Wallraff, Vincent Kerschbaum

Bilder

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Die Heiland – Wir sind Anwalt: Kleine & große Fische
fazit
Die neue Staffel der beliebten Serie beginnt wenig vielversprechend. So ist der Kriminalfall um transportierte Drogen sehr holprig erzählt. Auch für den Dramapart bleibt in „Die Heiland – Wir sind Anwalt: Kleine & große Fische“ nicht genügend Zeit.
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von 10