
Als die Leiche der 75-jährigen Barbara Pfeiffer auf einem Spielplatz gefunden wird, steht die Polizei vor einem Rätsel. Wer könnte sie so sehr gehasst haben, um sie zu erschlagen und zu erwürgen? Zumal sie an einem Hirntumor erkrankt war und sowieso nicht mehr lange zu leben hatte. Caspar Bergmann (Thomas Heinze) und Annabell Lorenz (Stephanie Stumph) versuchen herauszufinden, wer hinter dem brutalen Verbrechen steckt und was die Person dazu verleitet hat. Dabei stoßen die beiden auf mehrere verdächtige Personen. So hätte der finanziell angespannte Sohn Michael (Matthias Lier) Motive. Und dann ist da noch die Sache mit dem mysteriösen Liebhaber, den die Tote einer Nachbarin zufolge hatte …
Schwaches Finale
Irgendwann ist alles mal vorbei, auch die aktuelle Staffel von Der Alte. Insgesamt acht Folgen umfasste diese. Viel Stoff also zum Rätseln für Fans. Gemordet wurde in den vergangenen Wochen reichlich. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass diese Geschichten auch gut sind. Die meisten Episoden waren schon ganz ordentlich. Zuletzt überzeugte die ZDF-Krimiserie aber kaum noch. So griff Absolute Wahrheit über eine erstochene Gartencenter-Filialleiterin zwar mit Fake Videos zwar ein wichtiges Thema auf, wurde dabei aber irgendwie lächerlich. Und auch Die letzte Klassenfahrt um einen Lehrer, der nachts in einem Park ermordet wurde, war schwach. Da war die Hoffnung groß, dass die Abschlussfolge Bescheidener Wohlstand besser abschneidet. Tut sie aber nicht.
Dabei ist das Szenario eigentlich wie in der Vorwoche ganz vielversprechend. Warum sollte jemand eine Frau töten wollen, die sowieso bald sterben wird, ohne dass man etwas dafür tun muss? Der Alte: Bescheidener Wohlstand macht also schon neugierig darauf, wie es weitergeht. Offensichtlich ist, dass da jemand sehr emotional wurde. Das bedeutet aber auch, dass es naheliegend ist, dass der Täter jemand sein muss, der ihr irgendwie nahestand. So richtig viele Möglichkeiten werden dem Publikum daher nicht gegeben, wer dahintersteckt. Wo bei anderen Whodunits die Suche nach der Tatperson oft mit Wendungen und Überraschungen einhergeht, ist man hier recht schnell bei der Lösung im Hinblick auf die Identität.
An den Haaren herbeigezogen
Überraschend ist dafür das Motiv. Das kann positiv sein, muss es aber nicht. Hier ist es das nicht. Wie schon bei den letzten Folgen ist die Auflösung bei Der Alte: Bescheidener Wohlstand völlig an den Haaren herbeigezogen und man darf sich beim Anschauen fragen, ob das wirklich alles so gemeint war. Es wirkt so, als würde man bei der Serie versuchen, wie unsinnig Geschichten werden können, bevor das Publikum abspringt. Natürlich muss ein Krimi nicht unbedingt glaubwürdig sein, damit er unterhält. Da gibt es auch andere Faktoren. Und man hat ja auch versucht, eine gewisse Tragik in das alles reinzubringen. Das reicht aber nicht aus, Lust auf weitere Staffeln macht das hier nicht.
OT: „Der Alte: Bescheidener Wohlstand“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Michael Kreindl
Drehbuch: Lasse Nolte
Musik: Thomas Osterhoff
Kamera: Michael Boxrucker
Besetzung: Thomas Heinze, Stephanie Stumph, Yun Huang, Sidonie von Krosigk, Annika Blendl, Mara-Sophie Schmidt, Matthias Lier, Swintha Gersthofer
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