Ein US-amerikanisches Filmfestival, das sich dem Independent-Bereich verschrieben hat? Da denken die meisten natürlich erst einmal an Sundance. Dabei hat dem Traditionsfestival ein deutlich jüngeres inzwischen den Rang abgelaufen, zumindest was die Besucherzahlen angeht: Das 2002 von Schauspieler Robert De Niro und der Produzentin Jane Rosenthal in New York City ins Leben gerufene Tribeca Film Festival hat sich zu einem der bedeutendsten Nachwuchsfestivals entwickelt. Während bei dem südlicher gelegenen Kollegen die Grenzen zu Hollywood inzwischen recht offen stehen, pflegt man hier die Nähe zu Europa und dem Rest der Welt.

Die 18. Ausgabe startet am 24. April 2019 mit dem Dokumentarfilm The Apollo über das Apollo Theater, einer der bekanntesten Aufführungsorte fast ausschließlich schwarzer Musik. Auch der Abschlussfilm am 5. Mai 2019 ist sehr musikalisch: Danny Boyle erzählt in der Komödie Yesterday von einer Welt, in der es die Beatles nie gegeben hat. Neben diesen beiden wird es dieses Jahr 79 Weltpremieren geben, darunter Roads, der neue Film von Sebastian Schipper (Victoria). Insgesamt 103 Spielfilme werden zu sehen sein, etwa 40 Prozent davon wurden mindestens teilweise von Frauen inszeniert. Neu ist die Tribeca Critics’ Week, in dem ein von Kritikern kuratiertes Programm gezeigt wird.

Hinzu kommen zahlreiche Kurzfilme und ein umfassendes Rahmenprogramm, das traditionell viele Diskussionen enthält. Unter anderem melden sich 2019 David O. Russell, Guillermo del Toro und Martin Scorsese zu Wort. Und auch die beliebte Videospielsektion ist wieder mit von der Partie. Mehr Infos und das vollständige Programm auf www.tribecafilm.com.

Unsere Rezensionen vom Tribeca Film Festival 2019

Tribeca Film Festival 2019 (24. April – 5. Mai 2019)
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