Wunschkind - Der Usedom-Krimi Tv Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© NDR/ARD Degeto Film/Oliver Feist

Der Usedom-Krimi: Wunschkind

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„Der Usedom-Krimi: Wunschkind“ // Deutschland-Start: 5. November 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Um ihr derzeit brachliegendes Fachwissen sinnvoll zu nutzen, unterstützt Karin Lossow (Katrin Sass) einen Familienhilfeverein bei juristischen Fragen. Auf diese Weise lernt sie auch Nathalie Schrader (Hannah Schiller) kennen. Die junge Frau hatte vor vielen Jahren ihre Tochter Greta (Frieda Fuchs) abgeben müssen, will diese nun aber zurück und kämpft daher mit der Pflegefamilie um das Sorgerecht. Kurze Zeit später ist der Pflegevater tot. Gibt es da einen Zusammenhang? Rainer Witt (Till Firit) und Ellen Norgaard (Rikke Lylloff) versuchen, das herauszufinden, und verfolgen dafür mehrere Spuren. Dabei kommt es bald zu Konflikten mit Lossow, die Schrader auch in der Hinsicht zur Seite steht und sich daher in die Ermittlungen einmischt …

Weniger einfallsreiches Szenario

Das war es dann mal wieder für Der Usedom-Krimi. Wie schon in den Vorjahren gab es auch 2026 drei neue Filme um die ehemalige Staatsanwältin, die wegen des Mordes an ihrem Mann ins Gefängnis kam und auch nach der Entlassung immer wieder in Fälle verwickelt wird. Los ging es mit Doppelmord, wo die ehemalige Zellengenossin ihren Mann ermordet haben soll – Jahre, nachdem sie wegen Mord an ihm verurteilt wurde. Danach ging es in Mörder unter uns um eine Reporterin, die alles für eine gute Story tun würde, sowie eine mysteriöse Blutlache. Mit Wunschkind folgt nun der dritte Film der aktuellen Staffel. Dieser ist sogar der beste aus dem aktuellen Trio, was angesichts der überschaubaren Qualität der Vorgänger aber nicht ganz so viel zu bedeuten hat.

Dabei ist das Szenario weniger einfallsreich als das der beiden vorherigen Filme. Ging es bei denen jeweils um Verbrechen, die vielleicht keine Verbrechen waren, sowie damit verbundene moralische und juristische Fragen, ist der aktuelle Teil wieder ein klassischer Whodunit. So wird relativ früh die Leiche eines Mannes gefunden, danach muss geklärt werden, wer den Mord begangen hat. Dafür gibt es mehrere Verdächtige, die mal aus dem privaten, mal dem beruflichen Umfeld kommen. Wobei Letztere so halbherzig abgearbeitet wird, dass klar ist, dass es irgendwie mit dem Sorgerechtsstreit zusammenhängen muss. Auch der Titel Der Usedom-Krimi: Wunschkind gibt die Richtung klar vor, der Fokus hier ist schon sehr eindeutig gewählt.

Konstruiert, aber sehr emotional

Das macht den Film als Krimi für manche vielleicht weniger spannend, eben weil da nicht so wahnsinnig viel zu rätseln ist. Zusammen mit dem weniger originellen Szenario klingt das eigentlich auch nach einem weniger interessanten Film. Hinzu kommt, dass es zwar eine tatsächlich überraschende Wendung zum Ende hin gibt, die alles auf den Kopf stellt. Allerdings ist es schon ziemlich grotesk, was Der Usedom-Krimi: Wunschkind da zu erzählen hat. Und als wäre das nicht schon genug, wird – natürlich – wieder ein persönlicher Bezug von Lossow hineingeschrieben, damit es eine Ausrede dafür gibt, wie sie sich einmischt. Die ehemalige Staatanwältin nimmt es dann auch mit den Regeln nicht so genau, was immer wieder nerven darf.

Was die Folge aber auszeichnet, ist der emotionale Faktor. So trifft man hier gleich mehrere Menschen, die alle auf ihre Weise vom Leben gezeichnet sind oder mit diesem zu kämpfen haben. Manches ist von Anfang an klar, anderes wird erst später enthüllt. Und auch wenn die Geschichte dabei nicht gerade überragend ist, gerade auch bei der übel klischeehaften Auflösung, geht es einem doch zu Herzen, was hier geschieht. Der Usedom-Krimi: Wunschkind ist daher eine dieser Episoden, bei dem der Kopf vielleicht weniger zu tun bekommt, das Herz aber ordentlich mitmachen darf. Verstärkt wird das durch die gute Besetzung, die gerade auch in den Momenten überzeugt, wenn es gebraucht wird. Das reicht zwar nicht für einen empfehlenswerten Krimi, stimmt aber etwas versöhnlich.

Credits

OT: „Wunschkind – Der Usedom-Krimi“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Matthias Tiefenbacher
Drehbuch: Dinah Marte Golch, Isabell Serauky
Musik: Colin Towns
Kamera: Hanno Lentz
Besetzung: Katrin Sass, Till Firit, Rikke Lylloff, Rainer Sellien, Jana Julia Roth, Rainer Sellien, Elsa Krieger, Hannah Schiller, Katrin Wichmann, Bettina Lamprecht, Joshua Hupfauer, Franz Hartwig

Bilder

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Der Usedom-Krimi: Wunschkind
fazit
„Der Usedom-Krimi: Wunschkind“ handelt von einer jungen Frau, die im Sorgerechtsstreit den Pflegevater ihrer Tochter ermordet haben soll. Als Krimi ist das weniger befriedigend, wenn die Geschichte abwechselnd konstruiert und klischeehaft ist. Aber die Episode geht einem doch mehr zu Herzen.
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