Doppelmord - Der Usedom-Krimi Tv Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© NDR/ARD Degeto Film/Daria Biliak

Der Usedom-Krimi: Doppelmord

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„Der Usedom-Krimi: Doppelmord“ // Deutschland-Start: 22. Oktober 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Allzu gern denkt Karin Lossow (Katrin Sass) nicht an ihre Zeit im Gefängnis zurück, wo sie für den Mord an ihrem Mann jahrelang war. Einer der wenigen Lichtblicke war ihre Zellengenossin Anja Wiesznewski (Steffi Kühnert), die ebenfalls für den Mord an ihrem Mann verurteilt wurde, auch wenn sie immer behauptete, unschuldig zu sein. Mit der Zeit freundeten sie sich an, weshalb sich Wiesznewski auch an Lossow wendet, als sie aus dem Gefängnis entlassen wird. Denn sie hat einen unglaublichen Verdacht: Ihr Mann, der damals verschwunden war, ist gar nicht tot, sondern versucht, sie zu betrügen. Lossow glaubt das alles nicht. Doch dann wird am nächsten Tag die Leiche eines Mannes gefunden, der sich tatsächlich als der vermisste Ex herausstellt. Für Kommissarin Ellen Norgaard (Rikke Lylloff) ist klar, dass die frisch entlassene Betrogene sich rächen wollte …

Erst Verurteilung, dann die Tat?

Seit 2014 wird Der Usedom-Krimi inzwischen ausgestrahlt. Und es sieht nicht danach aus, als würde die ARD-Krimireihe demnächst eingestellt. Warum auch, wenn nach wie vor zwischen fünf und sechs Millionen Menschen zusehen, um zu erfahren, wie die ehemalige Staatsanwältin Fälle löst, mal mit, mal ohne die Polizei? Und so werden aktuell pro Jahr drei neue Filme produziert. Zuletzt war auf diese Weise vor einem Jahr Sturmtief zu sehen, wo es zwischen einem brutalen Überfall, einem rätselhaften Unfall und einem aufkommenden Sturm hoch her ging. Mit Doppelmord, dem 28. Teil der Reihe, kehrt diese nach einer einjährigen Pause nun zurück. Und erneut stehen dabei drei neue Filme an, mit denen das Publikum bei Laune gehalten werden soll.

Dafür hält man sich dann auch an das bewährte Rezept. Wie so oft wird zu Beginn eine Leiche gefunden, danach muss herausgefunden werden, wer den Mord begangen hat. Da gibt es Ermittlungen und Befragungen, dazu mehrere Verdächtige. Der typische Whodunit eben. Ein bisschen variiert Der Usedom-Krimi: Doppelmord dieses Szenario, indem die Leiche jemand ist, den sowieso alle für tot hielten, und die Verdächtige eine Frau, die sowieso für seinen Mord verurteilt wurde. Das führt zu interessanten juristischen und moralischen Fragen. Wie ist das zu bewerten, wenn jemand ein Verbrechen erst nach dem Verbüßen der Strafe begangen hat? Am Ablauf ändert das aber nicht sehr viel, zumal der Film auch ziemlich deutlich macht, dass die Verdächtige nicht die Täterin ist.

Nervige Protagonistin

Und dann ist da noch die Sache mit der persönlichen Betroffenheit. Auf der einen Seite gelingt es hier zwar schon, die Protagonistin organisch in den Fall einzubauen, was nicht unbedingt auf alle Filme der Reihe zutrifft. Dass sie ihrer zu Unrecht verurteilten, früheren Zellengenossin helfen möchte, ist ebenfalls nachvollziehbar. Wie sie in Der Usedom-Krimi: Doppelmord aber Polizei und Staatsanwaltschaft dafür kritisiert, dass sie nicht sauber gearbeitet hat, während sie selbst die Ermittlungen sabotiert, das ist schon ärgerlich. Zumal die Menschen, denen sie den Vorwurf macht, gar nicht an den damaligen Entwicklungen beteiligt waren. Professionell ist an dem Verhalten nichts, vielmehr nervt Lossow mit ihrer selbstgerechten Art.

Der Film selbst ist auch nicht so wirklich spannend. So verzettelt er sich immer wieder auf irgendwelchen Nebenschauplätzen. Das führt dazu, dass die Geschichte nach dem vielversprechenden Einstieg kaum vorankommt. Anstatt sich um die Ermittlungen zu kümmern, gibt es viel uninteressantes Drama. Am Ende gibt es bei Der Usedom-Krimi: Doppelmord dann eine Auflösung, die gleichzeitig wenig überraschend und willkürlich ist. So oder so, als Krimi ist das dann wenig befriedigend. Nächstes Mal geht es in Mörder unter uns um Sensationsjournalismus.

Credits

OT: „Doppelmord – Der Usedom-Krimi“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Joana Vogdt
Drehbuch: Natalie Zoghbi
Musik: Colin Towns
Kamera: Jana Marsik
Besetzung: Katrin Sass, Till Firit, Rikke Lylloff, Rainer Sellien, Jana Julia Roth, Steffi Kühnert, Annett Sawallisch, Nico Ehrenteit, Roxana Safarabadi, Caspar Steinbeck, Robert Nickisch

Bilder

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Der Usedom-Krimi: Doppelmord
fazit
In „Der Usedom-Krimi: Doppelmord“ wird eine Frau beschuldigt, ihren Mann ermordet zu haben, nachdem sie bereits die Strafe für den Mord gesessen hat. Das Szenario ist ganz interessant. Das Ergebnis ist jedoch ein mäßig spannender Krimi mit einer nervigen Hauptfigur.
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