The Machine – They Rise, We Fall
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The Machine – They Rise, We Fall

The Machine – They Rise, We Fall
„The Machine – They Rise, We Fall“ // Deutschland-Start: 25. April 2014 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

China ist zu einer Supermacht geworden und hat begonnen, die Welt an sich zu reißen – und damit auch Taiwan, die das Land als abtrünnige Provinz betrachtet. Der Westen versucht, diesen Entwicklungen etwas entgegenzusetzen. Beim britischen Militär setzt man dabei auf Vorsprung durch Technik: Implantate sollen Soldaten mit Hirnschäden dabei helfen, verlorene Funktionen wiederzuerlangen. Als der Wissenschaftler Vincent McCarthy (Toby Stephens) ein Experiment mit dem Soldaten Paul Dawson (John Paul MacLeod) beginnt, endet dieses in einer Katastrophe. Doch davon lässt er sich nicht abhalten. Er setzt seine Forschungen fort und wird dabei von Ava (Caity Lotz) unterstützt, auch wenn sie andere Vorstellungen hat …

Mensch und Maschine

Momentan überbieten sich Filmschaffende mit düsteren Visionen einer Zukunft, in der künstliche Intelligenzen die Kontrolle übernehmen. Das kann mal im Kleinen geschehen, etwa bei Cassandra, wo ein Smart Home bzw. ein Roboter das Familienleben an sich reißt. In anderen Fällen sind die Ambitionen größer: In Battleground – Der letzte Widerstand oder Hot Spot – Nowhere in the Future haben sie die Weltherrschaft an sich gerissen. Bei Corpus Delicti wird die Gesellschaft von einem System komplett überwacht, Freiheit war einmal. The Machine – They Rise, We Fall ist schon etwas älter, von 2013 genau genommen, geht thematisch aber in eine ähnliche Richtung. Dort steht die Frage im Raum, wie viel Mensch noch in einem Menschen steckt, wenn erst einmal technologische Hilfsmittel in ihn eingebaut werden.

Klar, das Thema der technologischen Verbesserung von Menschen ist schon älter. Man könnte hier beispielsweise an Universal Soldier denken, dort wurden gefallene Soldaten durch eingebaute Maschinenteile wiederbelebt und zu Kampfmaschinen ausgearbeitet. Etwas Vergleichbares will man in The Machine – They Rise, We Fall auch erreichen. Der Anlass ist bemerkenswert aktuell, wenn diese Entwicklung mit der Übermacht von China gerechtfertigt wird und dessen Expansionsplänen. 2013 war das asiatische Land noch nicht als potenzieller Bösewicht etabliert. Wobei man in der Hinsicht nicht zu viel erwarten sollte. Die politische Komponente spielt am Ende doch keine so wahnsinnig große Rolle. Es geht hier weniger um den Kalten Krieg, der zu eskalieren droht, als vielmehr die Überlegungen zu dem Verhältnis zwischen Mensch und Maschine.

Gute Ideen, mittelmäßiger Film

Auch in der Hinsicht geht Regisseur und Drehbuchautor Caradog W. James in eine etwas unerwartete Richtung. So würde man gerade nach dem Auftakt, wo die Implantierung völlig schief geht, erwarten, dass hier allgemein die Maschinen Amok laufen und die Menschen angreifen. So wie man das eben von diesen technologischen Dystopien erwartet. Stattdessen sind es eigentlich eher die Menschen, die in The Machine – They Rise, We Fall in eine antagonistische Richtung gehen. Es kommt zu einer Reihe von Konflikten zwischen den menschlichen Figuren, wo es dann auch gerade um moralische Fragen geht – und eben den Umgang mit Maschinen. Das mit der Einteilung in Gut und Böse klappt da nicht mehr so wirklich.

Doch auch wenn, der Independent-Film zumindest teilweise eigene Ideen hat und man sich mehr Gedanken gemacht hat, die ganz große Begeisterung kommt dann doch nicht auf. So versucht man einen Spagat zwischen Nachdenklichkeit und Action, was am Ende aber weder in die eine, noch die andere Richtung wirklich befriedigend ist. Teilweise liegt das am geringen Budget. Teilweise ist die Geschichte wirr. Und auch die emotionalen Punkte verfangen nicht so wirklich, obwohl es da durchaus Ansätze gibt. Insgesamt ist The Machine – They Rise, We Fall zwar schon ein ordentlicher Film geworden, der zumindest phasenweise auch stylisch ist. Unbedingt gesehen haben muss man diesen aber nicht.

Credits

OT: „The Machine“
Land: UK
Jahr: 2013
Regie: Caradog W. James
Drehbuch: Caradog W. James
Musik: Tom Raybould
Kamera: Nicolai Brüel
Besetzung: Toby Stephens, Caity Lotz, Sam Hazeldine, Pooneh Hajimohammadi, Denis Lawson

Bilder

Trailer

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The Machine – They Rise, We Fall
fazit
In „The Machine – They Rise, We Fall“ experimentiert das britische Militär mit künstlicher Intelligenz und technologisch erweiterten Menschen. Der Independent-Science-Fiction-Film geht teilweise in eine unerwartete Richtung und hat schon auch Ideen. Die ganz große Begeisterung kommt trotzdem nicht auf.
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