
Früher einmal, da herrschten die Menschen über die Erde. Doch das war einmal, inzwischen haben Künstliche Intelligenzen das Sagen. Und diese fackeln nicht lange, wenn es darum geht, die Leute auszulöschen. Der ehemalige Soldat Adam Winter (Donald Cerrone) hat die Apokalypse überstanden und lebt zurückgezogen in den Wäldern, wo er sich vor den Augen der allgegenwärtigen Technik versteckt. Dabei hat er den Kampf gegen den Unterdrücker nicht aufgegeben. Er ist fest entschlossen, die Menschheit zu befreien. Bei seinem Kampf erhält er Unterstützung von Alex (Kayleigh Gilbert). Aber er erhofft sich auch Hilfe von dem Mann, der die Künstliche Intelligenz geschaffen hat und deshalb wie niemand sonst deren Schwachstellen kennt …
KI ist überall
Chance oder doch Gefahr? Bei dem Thema Künstliche Intelligenz scheiden sich die Geister. Zumindest filmisch ist der Fall aber klar: Wann immer von diesen technologischen Entwicklungen gesprochen wird, wird es bald brenzlig. Es gibt unzählige Beispiele dafür, wie solche Intelligenzen ein Eigenleben entwickeln und sich letztendlich gegen ihre Schöpfer wenden. Kürzlich war da etwa Margaux über eine Freundesclique, die von einem Smarthome dezimiert wird – auf recht kreative Weise. Auch AfrAId und der Kinohit M3GAN arbeiteten mit einem ähnlichen Szenario. Insofern überrascht es nicht wirklich, wenn mit Battleground – Der letzte Widerstand ein weiterer Film bei uns herauskommt, in denen der Antagonist eine außer Kontrolle geratene Technologie ist.
Wobei man hier noch einen ganzen Schritt weitergeht. Üblicherweise findet die Bedrohung auf einem engen Raum statt, in einer einzelnen Wohnung beispielsweise. Und selbst wenn die Maschine außerhalb dieses Raums agiert, bleibt es doch üblicherweise bei einzelnen Aktionen. Battleground – Der letzte Widerstand ist vielmehr die logische Konsequenz aus diesen ersten lokalen Aufständen. Originell ist das vielleicht nicht, wobei die Sache mit den Energiestrahlen, mit denen die Menschen ausgelöscht werden, schon ziemlich übertrieben ist. Üblicherweise ist es die Abhängigkeit von Technik, die uns zum Verhängnis wird – und nicht eine Technik, die beliebig irgendwo auftauchen kann. Das erhöht einerseits die Gefahr, macht die Geschichte aber auch ziemlich beliebig. Da bewegt man sich doch deutlich weg von dem, was wir befürchten, wenn eine Künstliche Intelligenz zu mächtig wird.
Billig und überflüssig
Das hätte im Sinn eines Actionspektakels vielleicht noch ganz unterhaltsam werden können. Dummerweise stand hier aber gar nicht das Budget zur Verfügung, das es gebraucht hätte, um all das auch wirklich ordentlich in Szene setzen zu können. Dafür, dass das hier ein Science-Fiction-Film ist, der in einer fernen Zukunft spielt, muss man ganz schön lange warten, bis da mal Spezialeffekte zu sehen sind. Und diese machen dann nicht so wahnsinnig viel her. Battleground – Der letzte Widerstand zeigt lieber Waldaufnahmen und klassische Waffen, weil das dann doch billiger ist. Regisseur David Christopher Pitt zeigt zudem wenig künstlerisches Gespür bei der Inszenierung dieser Actionszenen. Das sieht dann doch eher nach einem Amateurvideo aus.
Hauptdarsteller Donald Cerrone (Prisoner of War, Diamond Heist – Ein unmöglicher Auftrag) macht die Sache nicht unbedingt besser. Ihm fehlt es an dem nötigen Charisma und der Präsenz, um wirklich den Film zu tragen. In der Summe ist daher nur sehr wenig, das einen davon überzeugen könnte, sich das alles mal anzuschauen. Battleground – Der letzte Widerstand ist eine dieser typischen Direct-to-Video-Produktionen, bei denen man gar nicht so genau sagen kann, warum man sie überhaupt gemacht hat und wer sich das anschauen soll. So schön es natürlich ist, wenn Menschen Arbeit haben und sich irgendwie verwirklichen können, das hier hätte es zumindest aus Sicht des Publikums nun wirklich nicht gebraucht.
OT: „Winter: Battleground“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: David Christopher Pitt
Drehbuch: Wil Radcliffe
Besetzung: Donald Cerrone, Johnny Messner, Kayleigh Gilbert, Jeffrey Decker
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