
Nach einer anstrengenden Therapie galt Metin Yilmaz (Arash Marandi) als vom Krebs geheilt. Und eben diesen neuen Abschnitt im Leben wollte er mit seinem Ehemann Adrian Szabo (Barnaby Metschurat), seinem besten Freund Lars Roth (Christoph Franken) und dessen Vater Wolfgang (László I. Kish) beim Marathon-Trainingswochenende im Leipziger Umland feiern. Doch die Feier endet tödlich für Metin. Ina Zimmermann (Melanie Marschke) und ihr Team nehmen bei ihren Ermittlungen vor allem die vier unter die Lupe, da außer ihnen zu der Zeit niemand dort war. Doch warum hätte ihn jemand töten sollen, und das gerade jetzt?
Eine Folge voll kaputter Leute
Nächster Streich bei SOKO Leipzig. Zwei Folgen der 27. Staffel der unverwüstlichen ZDF-Krimiserie wurden bereits ausgestrahlt. Los ging es mit Das Auge, wo es unter anderem um eine große Verschwörung ging, aber auch den neuen Kollegen Dirk Trebbe (Simon Böer), der seit dieser Staffel das Team vervollständigt. Der Auftakt war völlig überzogen. Dafür ging es in der zweiten Episode Letzte Umarmung umso dramatischer zu. Diesmal drehte sich die Geschichte um einen Mann, der erst seine Tochter und nun auch noch seine Frau verloren hat. Mit Heute sterbe ich nicht kommt jetzt die dritte Folge und schlägt dabei erneut eine sehr dramatische Richtung ein, wenn wir Einblicke in eine etwas eigene Clique erhalten.
Prinzipiell ist der Fall ganz klassisch. Am Anfang wird die Leiche gefunden, danach muss unter mehreren Leuten, die alle für die Tat in Frage kommen, die richtige gefunden werden. Und doch fällt das hier etwas aus dem Rahmen, da kein wirklich plausibles Motiv vorliegt. Am ehesten könnte der Ehemann aus Enttäuschung getötet haben. Richtig wahrscheinlich ist das aber nicht. Die Auflösung kommt in SOKO Leipzig: Heute sterbe ich nicht dann auch wirklich aus dem Nichts, es dürfte kaum jemanden geben, der das in der Form vorhersehen wird. Aber es geht hier eben auch nicht um rationale Entscheidungen, sondern um menschliche Tragödien. Und von denen gibt es einige, irgendwie sind die alle völlig kaputt.
Nicht sehr alltäglich
Das könnte manche Zuschauer und Zuschauerinnen stören, die ihre Krimis lieber nahe am Alltag haben. Andererseits ist diese Serie nicht gerade dafür bekannt, sich groß für den Alltag zu interessieren. Die ersten beiden Episoden der neuen Staffel waren tatsächlich noch übertriebener, als es hier der Fall ist. Insgesamt ist SOKO Leipzig: Heute sterbe ich nicht qualitativ irgendwo zwischen den beiden Vorgängerinnen. Zumindest manchmal geht es einem zu Herzen, was hier erzählt wird. Nächstes Mal geht es in Ganz und für immer um einen Staatsanwalt, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird.
OT: „SOKO Leipzig: Heute sterbe ich nicht“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Eline Gehring
Drehbuch: Janine Dittmann
Musik: Vanessa Donelly
Kamera: Julia Schlingmann
Besetzung: Melanie Marschke, Simon Böer, Amy Mußul, Johannes Hendrik Langer, Daniel Steiner, Anna Stieblich, Barnaby Metschurat, Christoph Franken, Arash Marandi, Henning Peker, László I. Kish
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