Jenseits der Spree Schein und Sein Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Tom Keller

Jenseits der Spree: Schein und Sein

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„Jenseits der Spree: Schein und Sein“ // Deutschland-Start: 23. Oktober 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Für Robert Heffler (Jürgen Vogel) stehen turbulente Zeiten an. Schlimm genug, dass seine Tochter Stella eine Weltreise angetreten ist. Seine langjährige Partnerin Mavi ist zudem auf Weiterbildung. Zwar gibt es bereits Ersatz, der junge Kollege Benjamin Wortmann (Leonard Scheicher) ist zur Stelle. Doch Robert kann mit dem seltsamen Kerl erst einmal nur wenig anfangen. Dabei braucht er Hilfe bei seinem neuen Fall: Gloria Wenzel (Arielle Elfenbein) wurde erstochen auf einer Parkbank gefunden. Ein erster Besuch der beiden Polizisten bei dem trauernden Ehemann Patrick (Daniel Wagner) bleibt ohne Ergebnis. Er kann sich selbst nicht erklären, warum sie jemand umgebracht haben sollte. Dabei bringt die Obduktion Erstaunliches hervor, denn Gloria war nicht immer Gloria …

Doppelter Aufreger

Letzte Woche startete die sechste Staffel der beliebten ZDF-Krimiserie Jenseits der Spree. Die Auftaktfolge Kontrollverlust fiel dabei durch die eisige Stimmung auf, wenn wir es mit einigen menschlichen Abgründen zu tun bekommen. Vor allem markierte sie aber einen doppelten Abschied. Zum einen war es die letzte, in der die vor einigen Monaten verstorbene Luna Jordan zu sehen ist. Zum anderen wurde da auch angekündigt, dass die Figur Mavi eine Auszeit nehmen wird. Diese wird zwar nur einige Folgen lang sein. Dennoch müssen sich Fans bei Schein und Sein, der zweiten von acht Folgen der besagten Staffel, erst einmal auf eine Veränderung einstellen. Denn der hinzukommende Benjamin ist wirklich ein komplett anderer Typ.

Gut möglich, dass die Reaktionen auf die Folge sehr negativ sein werden. Zum einen, weil man das mit den Macken von Benjamin schon ziemlich übertrieben hat. Zumindest an manchen Stellen wirkt er wie eine Witzfigur. Der starke Kontrast zwischen den beiden Polizisten hat schon Unterhaltungswert. Wer jedoch einen irgendwie „normalen“ Krimi sehen möchte, wird mit Jenseits der Spree: Schein und Sein seine Probleme haben. Der andere Punkt, der für Ärger sorgen könnte: Die Folge nimmt – Vorsicht Spoiler – das Thema Transgeschlechtlichkeit auf, welches seit einiger Zeit als Symbol für Kulturkämpfe missbraucht wird. Wenig überraschend setzt sich die Folge da für mehr Toleranz ein und ist dabei nicht übermäßig subtil.

Wenig überraschendes Ende

Der Kriminalfall an sich setzt dann auch auf den Faktor Mensch. Er ist dabei ebenso wenig raffiniert wie bei den Figuren, kommt mit keiner überraschenden Auflösung um die Ecke, funktioniert prinzipiell aber schon. Man nimmt ihm, gerade in den heutigen Zeiten, durchaus ab, was da erzählt wird. Jenseits der Spree: Schein und Sein ist dadurch auch eine der besseren Folgen dieser Serie, die immer mal wieder um das Mittelmaß herum angesiedelt ist und sich zu sehr auf irgendwelche Dramen konzentriert. Nächstes Mal geht es in der Folge Süßes oder Saures um die Leiche eines Mannes, die wie eine Halloween-Puppe aufgehängt wurde.

Credits

OT: „Jenseits der Spree: Schein und Sein“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Philipp Eichholtz
Drehbuch: Hardi Sturm
Musik: Christian Meyer
Kamera: Tom Keller
Besetzung: Jürgen Vogel, Leonard Scheicher, Elisabeth Baulitz, Philippa Jarke, Bella Bading, Dara Lalo, Anne Müller, Daniel Wagner, Falk Rockstroh, Ilonka Petruschka, Claudia Geisler-Bading

Bilder

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Jenseits der Spree: Schein und Sein
fazit
In „Jenseits der Spree: Schein und Sein“ wird eine Frau auf einer Parkbank erstochen, die Obduktion bringt eine Überraschung ans Tageslicht. Die Folge dürfte mit dem Thema und dem verschrobenen neuen Kollegen einige im Publikum ärgern, ist aber eine der besseren Episoden der letzten Zeit.
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