Emil und die Detektive 2026
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Emil und die Detektive (2026)

Emil und die Detektive 2026
„Emil und die Detektive“ // Deutschland-Start: 24. September 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Als es in dem Haarsalon seiner Mutter Anna (Luise Heyer) zu einer Überschwemmung kommt und diese daher zu Hause bleiben muss, macht sich Emil Tischbein (Nicholas Jonah Peter) allein auf den Weg nach Berlin, wo seine Großmutter (Ursula Werner) lebt. Schließlich wird er von der Polizei gesucht und muss deshalb dringend weg. Deswegen wird es auch richtig kompliziert für ihn, als er im Zug von dem Betrüger Max Grundeis (Merlin Sandmeyer) bestohlen wird. Wie soll er nur das Geld und den Anhänger seines verstorbenen Vaters zurückbekommen? Zu seinem Glück ist er aber nicht allein. Während er durch die Großstadt streift, macht er nach und nach die Bekanntschaft von Pony (Lara Toni Lüdders), Gustav (Kilian Kasa), Dienstag (Bela Louis Plass), Anh (Ai Vy Bui) und Jason (Camille Moltzen), die ihn bei seinem Abenteuer unterstützen …

Klassiker holprig erzählt

Bald hundert Jahre ist es her, dass Erich Kästner seinen Roman Emil und die Detektive veröffentlicht hat. Und auch wenn dieser 1936 von den Nationalsozialisten verboten wurde, gehört er sicherlich zu den großen Klassikern der deutschen Kinderbuchgeschichte. Mehrfach wurde dieser auch verfilmt. Eine erste Fassung entstand bereits 1931, 2001 war die bislang letzte Version erschienen. Ein Vierteljahrhundert später ist es so weit, man versucht sich erneut daran, den Bestseller neu zu verfilmen, und hat dabei ein zeitgenössisches Publikum vor Augen. Ob es zwangsläufig eine weitere Version gebraucht hat, darüber kann man sich natürlich streiten. Die Geschichte an sich ist aber zweifelsfrei zeitlos und funktioniert ein knappes Jahrhundert später noch so gut wie damals.

Das bedeutet aber leider nicht, dass eine solche Adaption ein Selbstläufer ist. Tatsächlich ist hier einiges, das einem den Spaß richtig verleidet. Ein Faktor, der leider oft bei Kinderfilmen ein Knackpunkt ist: die darstellerische Leistung. So gibt es in Emil und die Detektive natürlich reihenweise etablierter Talente, ob nun in den großen oder den kleinen Rollen. Unter den zahlreichen Miniauftritten befinden sich kurioserweise gleich vier Schauspieler und Schauspielerinnen aus dem aktuellen SOKO Leipzig Team – warum auch immer. Während diese durchaus überzeugen, Merlin Sandmeyer (Warum ich?) als schmieriger Schurke sogar sichtbar Spaß hat, da ist das bei dem Nachwuchs doch ziemlich holprig. Da mangelt es über weite Strecken an der notwendigen Natürlichkeit, die es bräuchte, um richtig in die Geschichte einzutauchen.

Furchtbar unkomisch

Doch es wäre nicht gerecht, die Probleme des Films allein auf den Schultern der Kinder abzuladen. So ist es auch die Geschichte selbst, die zwischendurch immer mal wieder nicht überzeugt. Mal sind es die nicht nachvollziehbaren Handlungen der Figuren, die für Irritationen sorgen. Überhaupt ist da einiges richtig willkürlich. Hinzu kommt, dass sich Emil und die Detektive immer mal wieder beim Humor vertut. Klar, die Witze richten sich an ein junges Publikum, weshalb man die eigenen Erwartungen entsprechend anpassen sollte. Dennoch darf man hier immer mal wieder zusammenzucken bei den sehr bemühten Versuchen, komisch zu sein. In Kombination mit den besagten schauspielerischen Defiziten wird so eine zwischen anstrengend und langweilig schwankende Komödie draus.

Das ist schade, weil die zugrundeliegende Idee ja nicht ohne Grund so unverwüstlich ist. Ein Junge schließt neue Freundschaften und schafft es auf diese Weise nicht nur, einen Verbrecher zu stellen, sondern auch, einen Platz für sich in dieser Welt zu finden. Das ist durchaus rührend. Der hin und wieder aufploppenden Technik zum Trotz – beispielsweise bei einer völlig missglückten Konfrontation – ist Emil und die Detektive schon ein irgendwie wohltuend altmodisches Abenteuer über die Kraft der Freundschaft. Umso bedauerlicher ist, wie mäßig die Umsetzung geworden ist. Der Film macht weder Spaß noch hat er den notwendigen Charme, den es für eine solche Geschichte bräuchte.

Credits

OT: „Emil und die Detektive“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: David Dietl
Drehbuch: Antonia Scheurlen
Vorlage: Erich Kästner
Musik: Michael Kamm
Kamera: Philip Peschlow
Besetzung: Nicholas Jonah Peter, Merlin Sandmeyer, Luise Heyer, Lara Toni Lüdders, Kilian Kasa, Bela Louis Plass, Ai Vy Bui, Camille Moltzen, Ursula Werner

Bilder

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Emil und die Detektive (2026)
fazit
In „Emil und die Detektive“ jagt eine Gruppe von Kindern einen heimtückischen Dienst durch die Stadt. Die Geschichte des Klassikers von Erich Kästner ist zeitlos. Klar ist es schön, wenn ein Junge neue Freundschaften schließt und einen Platz für sich in der Welt findet. Die willkürliche Handlung, die grauenvollen Witze und die mäßige schauspielerische Leistung machen aber alles zunichte.
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