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© ZDF/Steffen Junghans

SOKO Leipzig: Die Passion Christi

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„SOKO Leipzig: Die Passion Christi“ // Deutschland-Start: 6. November 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Als es bei ihm klingelt und Moritz Brenner (Johannes Hendrik Langer) die Tür öffnet, steht Jesus (Joseph Bundschuh) vor ihm. Die beiden kennen sich schon, haben sich beim Theater kennengelernt. Und dort tritt der mit bürgerlichem Namen Immanuel Götz heißende Schauspieler als Gottessohn in „Die Passion Christi“ auf. Deutlich irdischer ist jedoch der Mord, der dort geschehen ist: Theater-Regisseur Raoul Lamprecht (Manuel Harder) wurde in seiner Garderobe erschossen. Und nun fürchtet der Hauptdarsteller mit Messias-Komplex um sein eigenes Leben. Und so zieht er auf Geheiß von Ina Zimmermann (Melanie Marschke) erst einmal bei Moritz und Kim Nowak (Amy Mußul) ein …

Göttliche Seltsamkeit

Unter den unzähligen Krimireihen und Krimiserien, die das öffentlich-rechtliche Fernsehen produziert, nimmt SOKO Leipzig schon eine Sonderstellung ein. Nicht nur, dass diese so produktiv ist: Aktuell läuft die 27. Staffel, jedes Jahr werden rund zwei Dutzend neuer Folgen gedreht. Auch inhaltlich geht man immer wieder sehr eigene Wege und erzählt Geschichten, die originell sind, manchmal auch regelrecht sonderbar. So gab es kürzlich etwa Letzte Umarmung über einen verzweifelten Mann, der seine tote Frau nicht hergeben möchte und stattdessen alles in die Luft sprengen will. Letztes Mal gab es in Ganz und für immer keinen Mord, wie man das eigentlich erwartet. Vor allem aber ein kurioser Nebenstrang blieb in Erinnerung – Stichwort künstliche Intelligenz. Und nun eben Die Passion Christi.

Dabei irritiert nicht nur der Zeitpunkt. Warum nimmt man den November für eine solche Geschichte? Die Folge spielt zudem gerade am Anfang mit der Ungewissheit, ob da jetzt tatsächlich ein Jesus umherläuft. Danach wird zwar aufgeklärt, dass es sich um einen Schauspieler handelt, der einen Messias spielt und eventuell einen Messias-Komplex hat – da wird mehrfach hin und her gewechselt. Aber selbst nach dieser irdischen Erklärung bleibt SOKO Leipzig: Die Passion Christi sonderbar. Zwar handelt es sich zu dem Zeitpunkt prinzipiell um einen klassischen Whodunit, wenn ein Mann ermordet wird und mehrere Leute ein Motiv haben könnten, sei es ein privates oder ein religiöses. Aber nicht zuletzt wegen diverser seltsamer Menschen ist das alles nie ganz real.

Billiges Ende

Das ist auf der einen Seite zwar schon eine willkommene Abwechslung im täglichen Krimieinerlei. Hier bekommt man wenigstens noch etwas zu sehen, das wirklich anders ist. Nur ist anders nicht automatisch gut. Zwar ist es zwischendurch noch halbwegs interessant, wenn es zu einer Diskussion kommt, inwieweit Religion in der Kunst besonders geschützt werden sollte. Aber bei der typischen Laufzeit von 45 Minuten gibt es nicht den Raum, das zu vertiefen. Stärker in Erinnerung bleibt, wie billig sich SOKO Leipzig: Die Passion Christi am Ende aus der Affäre zieht. Nächstes Mal geht es in Zeitenwende um einen ermordeten Servicemitarbeiter.

Credits

OT: „SOKO Leipzig: Die Passion Christi“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Jörg Mielich
Drehbuch: Jeanet Pfitzer, Frank Koopmann, Roland Heep
Musik: Christian Meyer
Kamera: Henning Jessel
Besetzung: Melanie Marschke, Amy Mußul, Johannes Hendrik Langer, Daniel Steiner, Anna Stieblich, Joseph Bundschuh, Gamze Senol, Janina Stopper, Philipp Lind, Campbell Caspary

Bilder

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SOKO Leipzig: Die Passion Christi
fazit
In „SOKO Leipzig: Die Passion Christi“ hat ein falscher Messias nach einem echten Mord am Theater Angst um sein Leben. Das fängt kurios an, wird später auch weiterhin seltsam. Richtig gut ist die Folge aber nicht, zumal man sich am Ende billig aus der Affäre zieht.
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