Novemberliebe - Eine St. Martins Geschichte Tv Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ARD Degeto Film/Martin Rottenkolber

Novemberliebe – Eine St. Martins Geschichte

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„Novemberliebe – Eine St. Martins Geschichte“ // Deutschland-Start: 6. November 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Eigentlich ist Henrik (Tobias van Dieken) als Soldat tätig. Doch seit einiger Zeit hat er mit Traumata zu kämpfen, die ihm den Dienst unmöglich machen. Dieser Ansicht sind zumindest seine Vorgesetzten, die ihn dazu verdonnern, erst einmal eine Therapie zu machen. Die Wahl fällt auf Anja (Bettina Zimmermann), die ihre Patienten und Patientinnen auf ihrem Hof mittels Pferde therapiert. Henrik hält davon nichts, will eigentlich nur den Wisch und dann schnell wieder weg. Doch so leicht lässt ihn Anja nicht davonkommen. Dabei hat sie selbst mit einigem in ihrem Leben zu kämpfen. Nicht nur, dass die Ehe mit Gregor (Janek Rieke) gescheitert ist und sie sich selbst allein um die drei Kinder kümmern muss. Auch mit dem Hof ist sie zunehmend überfordert …

Verschiedene Gefühle am Freitagabend

Aktuell mag es am Freitagabend im Ersten wieder betont gefühlvoll. So ging es vergangene Woche in Amore mio – Niemand ist wie Du darum, dass eine Frau ihrer alten Sommerliebe nachspürt, nachdem sie im Nachlass ihres Mannes die Briefe findet, die vor ihr versteckt wurden. Um romantische Gefühle geht es auch in Novemberliebe – Eine St. Martins Geschichte, einer weiteren ARD-Produktion, die auf diesem Programmplatz zur Hauptsendezeit ihre Premiere feiert. Doch während in der Vorwoche nahezu alles der Frage untergeordnet wurde, mit wem die Protagonistin das glücklichere Leben gehabt hätte, da ist bei dem dieswöchigen Drama die romantische Entwicklung eher ein Nebenaspekt, wenn wir mehrere kriselnde Menschen kennenlernen.

Es gibt dann auch nicht das eine große Thema, sondern gleich mehrere. Der Aufhänger sind die Traumata des Soldaten, weil dieser es bislang nicht geschafft hat, seine schlimmen Erfahrungen zu verarbeiten. Novemberliebe – Eine St. Martins Geschichte bleibt an der Stelle aber erwartungsgemäß an der Oberfläche. So müssen wenige Szenen ausreichen, um die psychische Verfassung zu veranschaulichen. Noch schneller geht es bei der Heilung. Die Therapie wird kaum gezeigt, irgendwann ist die Aufarbeitung kein wirkliches Thema mehr. Auch die Sache mit dem Sohn, der von seinem Lehrer unfair behandelt wird, wird ziemlich schnell abgehakt. Hier tut man nicht einmal so, als hätte man eine Lösung gefunden, was schon etwas irritiert. Wenn man solche Handlungsstränge schon aufmacht, wäre es doch gut gewesen, das auch zu Ende zu erzählen. Stattdessen gibt es auf einmal Cowboytänze.

Krisenbearbeitung an der Oberfläche

Konsequenter verfolgt wird das komplizierte Verhältnis zwischen Anja und Gregor. Die Ehe ist schon länger vorbei, die Scheidungspapiere liegen auf dem Tisch. Gregor will aber nach wie vor nicht loslassen, hofft auf eine weitere Chance. Er wird schon ein wenig antagonistisch eingeführt, ohne aber zu einseitig zu werden. Zumindest an einer Stelle zeigt er, dass er zu mehr in der Lage ist. Ansonsten ist Novemberliebe – Eine St. Martins Geschichte im Hinblick auf die Figuren aber eher genügsam. So richtig vielschichtig sind die Charakterbeschreibungen nicht. Henrik wird vor allem durch seine Traumata definiert sowie den Unwillen, sich damit zu beschäftigen. Anja hat kaum die Zeit, überhaupt eine eigene Geschichte zu erzählen, da sie zu sehr von ihrer Lebenssituation bestimmt ist.

Der richtig große Wurf ist das hier deshalb nicht geworden. An der einen oder anderen Stelle gibt es zwar ganz nette Momente, wenn sich die Figuren näherkommen oder Fortschritte machen. Dem Ensemble kann man auch keinen Vorwurf machen, wenn es versucht, sich durch das Labyrinth aus Krisen zu bewegen. Es tut, was sich mit dem Material anfangen lässt. Nur ist dieses Material eben nicht besonders interessant geworden. Novemberliebe – Eine St. Martins Geschichte ist ein mäßiges Drama, das zwischen Romantik und Abgrund wandelt, dabei weder zu dem einen noch dem anderen etwas zu sagen hat. Ganz nett ist das Finale, wenn es tatsächlich um St. Martin geht. Das allein reicht aber nicht aus, um das hier wirklich empfehlen zu können.

Credits

OT: „Novemberliebe – Eine St. Martins Geschichte“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Tomy Wigand
Drehbuch: Tim Gondi, Edda Leesch
Musik: Manfred Plessl
Kamera: René Gorski
Besetzung: Bettina Zimmermann, Tobias van Dieken, Janek Rieke, Cora Trube, Sammy Schrein, Sophia Jahn

Bilder

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Novemberliebe – Eine St. Martins Geschichte
fazit
In „Novemberliebe – Eine St. Martins Geschichte“ kommen sich ein traumatisierter Soldat und eine Pferdetherapeutin näher. Der Film schneidet dabei mehrere Themen an, hat aber zu keinem davon wirklich etwas zu sagen. Vieles wird nur oberflächlich abgehandelt, woran auch das Ensemble nichts ändern kann.
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