Blades of the Guardians
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Blades of the Guardians

Blades of the Guardians
„Blades of the Guardians“ // Deutschland-Start: 30. Oktober 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Dao Ma (Jing Wu) hat sich als Kopfgeldjäger einen guten Ruf erarbeitet, gemeinsam mit seinem Neffen Xiao Qi (Charles Ju) reist er umher, auf der Suche nach neuen Aufträgen – wobei er auch der einen oder anderen Bestechung nicht abgeneigt ist. Das Angebot von Governor Chang (Jet Li), sich niederzulassen und dessen Truppen zu unterrichten, lehnt er hingegen ab. Als es später zu einem weiteren Aufeinandertreffen der beiden kommt, eskaliert die Situation. Plötzlich wird aus dem Jäger ein Gejagter, denn Chang lässt Dao Ma verfolgen. Doch da ist jemand, dessen Kopfgeld noch höher ausfällt: Zhishilang (Yizhou Sun) ist mit seinen revolutionären Ansichten dem Kaiser höchstpersönlich ein Dorn im Auge. Dao Ma lässt sich dazu überreden, den gesuchten Rebellen zu eskortieren und wird dabei von der Häuptlingstochter Ayuya (Lijun Chen) und deren Freundin Ani begleitet …

Ein Fest fürs Auge

Eine Zeit lang genossen chinesische Martial-Arts-Filme in historischen Settings auch im Westen große Beliebtheit. Titel wie Tiger & Dragon (2000) und Hero (2002) setzten mit ausgefeilten Choreografien und aufwendigen Kostümen Maßstäbe und sind bis heute Referenzmaterial. Während im Reich der Mitte auch später noch solche Wuxia genannten Werke produziert wurden, verschwanden sie im Westen immer mehr in der Nische. Das ist ein Schicksal, welches vermutlich auch Blades of the Guardians ereilen wird. Während das Actionabenteuer in der Heimat Anfang des Jahres durchaus ein Hit war, umgerechnet mehr als 200 Millionen US-Dollar einspielte, wird aus anderen Ländern nicht viel hinzukommen. Hierzulande erscheint der Film direkt fürs Heimkino, was in kommerzieller Hinsicht nachvollziehbar ist – und trotzdem sehr schade.

Eigentlich sollte man das Werk nämlich auf einer großen Leinwand genießen, dafür wurde der mit hohem Aufwand und viel Geld produzierte Film schließlich konzipiert. Da sind zum einen die Kämpfe, die sich mehr als sehen lassen können. Dass der aus seiner Kungfu-Familie stammende Regisseur Woo-ping Yuen (Master Z – The Ip Man Legacy, The Thousand Faces of Dunjia) auch als Action-Choreograf bekannt ist, macht sein neuester Streich deutlich. Gerade wenn man zum Vergleich westliche Genrekollegen danebenstellt, wo mit schnellen Schnitten mangelnde Dynamik ausgeglichen werden soll, ist das hier ein Ereignis. Aber auch die Landschaftsaufnahmen, wenn Blades of the Guardians erst durch kleine Dörfer und später durch eine riesige Wüste führt, haben dem Auge jede Menge zu bieten. Das ist alles schon sehr kunstvoll geworden.

Eskortmission mit unzähligen Figuren

Inhaltlich ist das Vergnügen etwas gemischter. So ist die eigentliche Geschichte kaum der Rede wert: Im Großen und Ganzen ist Blades of the Guardians nicht mehr als eine überlange Eskortmission, bei der die Hauptfiguren einen gesuchten Menschen begleiten, während sie unentwegt angegriffen werden. Dafür gefällt die Adaption des Comics Biao Ren von Xianzhe Xu durch die Charaktere. Und von denen gibt es jede Menge. So startet das Abenteuer mit dem Protagonisten und dessen Neffen. Mit der Zeit schließen sich immer mehr Leute dieser Truppe an, jede dieser Figuren hat eine eigene Geschichte. Da wird auch deutlich, wie umfangreich die Vorlage ist: Die 2015 gestartete Reihe bringt es aktuell auf 13 Bände. Da ist also jede Menge Stoff vorhanden.

Es bedeutet aber auch, dass man hier mit der Zeit die Übersicht verlieren kann, wenn auf einmal so viele Leute umherwuseln und man gar nicht mehr so genau weiß, wer da wie mit wem zusammenhängt. Denn nicht alle haben etwas mit der eigentlichen Mission zu tun. Man sollte also schon die Bereitschaft mitbringen, mehr aufzupassen und nicht allein auf die Bilder zu achten, so toll sie auch sind. Aber es lohnt sich. Blades of the Guardians ist vollgestopft mit spannenden Charakteren und lockt zudem mit einer namhaften Besetzung, die sowohl bei den Kämpfen wie auch den zwischenmenschlichen Szenen für Unterhaltung sorgt. Insofern wäre es dem Film zu wünschen, dass er bei uns sein Publikum findet und vielleicht auch dazu führt, dass wieder mehr solcher Werke bei uns veröffentlicht werden.

Credits

OT: „Biao Ren“
Land: China, Hongkong
Jahr: 2026
Regie: Woo-ping Yuen
Drehbuch: Chao-Bin Su, Larry Yang
Vorlage: Xianzhe Xu
Musik: William Wu
Kamera: Tony Cheung Tung-Leung
Besetzung: Jing Wu, Nicholas Tse, Yu Shi, Lijun Chen, Yizhou Sun, Cisha, Yunxiao Li, Jet Li, Tony Leung Ka-fai

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Blades of the Guardians
fazit
In „Blades of the Guardians“ nimmt ein Kopfgeldjäger eine gefährliche Eskortmission an und wird dabei von zahlreichen Leuten verfolgt. Die Adaption einer Comic-Reihe gefällt durch prägnante Charaktere, tolle Kämpfe und Landschaftsaufnahmen, welche den Actionfilm zu einem Ereignis machen. Die Geschichte selbst ist hingegen recht schlicht. Außerdem muss man aufpassen, um bei den vielen Figuren nicht die Übersicht zu verlieren.
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