The Breadwinner
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The Breadwinner – Der Vollzeitpapa

The Breadwinner
„The Breadwinner – Der Vollzeitpapa“ // Deutschland-Start: 2026 (Video on Demand/digital) // 6. September 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Nate Wilcox (Nate Bargatze) hat es bei der Arbeit zu etwas gebracht. Wenn es darum geht, Autos an den Mann zu bringen, macht ihm so schnell niemand etwas vor. Die Arbeit zu Hause überlässt er dafür seiner Frau Katie (Mandy Moore). Sie ist es auch, die sich um die drei Töchter Gracie (Stella Grace Fitzgerald), Hadley (Birdie Borria) und Sam (Charlotte Ann Tucker) kümmert, während er Karriere macht. Doch das könnte sich jetzt ändern. Denn daheim hat Katie an einer Erfindung getüftelt, mit der sie richtig viel Geld machen könnte. Nur bedeutet das, dass sie für zwei Wochen nach Südkorea muss und Nate in der Zwischenzeit den Haushalt zu schmeißen hat. Der lässt sich auch auf diese neue Aufgabe ein, wie schwierig kann das schon sein? Sehr schwierig, wie er bald herausfindet …

Gut gemeinte Komödie

Der Mann arbeitet und bringt das Geld nach Hause, die Frau kümmert sich um den Haushalt und die Kinder. So war das zumindest früher der Standard. Inzwischen gibt es bekanntlich deutlich vielschichtigere Konstellationen und Lebensentwürfe. Das bedeutet aber nicht, dass sich nicht noch immer viele Menschen, primär Männer, finden, die an dem Status Quo von früher festhalten wollen. Insofern steckt sicherlich eine gute Absicht hinter The Breadwinner – Der Vollzeitpapa, wenn hier ein Ehemann ganz klassischer Ausprägung erkennen muss, dass das vermeintlich einfache Hausfrauendasein deutlich komplexer ist, als er bislang erkannt hat. Und dass es vielleicht doch mehr braucht, um Kinder großzuziehen, als nur das Geld auf dem Konto und eine Auszeichnung beim Job.

Wobei der Film den Protagonisten gar nicht als Obermacho porträtiert, der Frauen als minderwertige Wesen ansieht. Nate ist nicht als Beispiel für toxische Männlichkeit gedacht. Vielmehr ist er einfach nur blind für das, was direkt um ihn herum geschieht. Zumindest am Anfang. Im Laufe von The Breadwinner – Der Vollzeitpapa darf er schon erkennen, was er an seiner Frau hat und was sie alles leistet, während er bei der Arbeit ist. Wenig überraschend ist das hier dann auch einer dieser Filme, wo die Hauptfigur eine Wandlung durchmacht und am Ende ein besserer Mensch ist, mit mehr Einsicht und Rücksichtnahme. Das ist natürlich schon nett, aber auch maximal vorhersehbar. Über weite Strecken gleicht der Film einer Checkliste, die brav nach und nach abgehakt wird. Das betrifft nicht nur die Ausgangslage und das Ziel, sondern auch die Stationen dazwischen.

Furchtbarer Humor

Das wäre weniger schlimm, wenn denn diese Stationen wenigstens Spaß machen würden. Stattdessen ist das hier weitgehend langweilig, wenn die Witze und Begegnungen einfallslos sind. Zuweilen ist The Breadwinner – Der Vollzeitpapa sogar eine regelrechte Qual, da der Humor wirklich auf unterstem Niveau herumdümpelt. Hauptdarsteller Nate Bargatze, der auch das Drehbuch mitgeschrieben hat mag in den USA ein großer Star sein und als Stand-up-Comedian sehr gefragt. Tatsächlich soll keiner aus seiner Zunft 2024 mehr Geld eingenommen haben. Der Film gibt einem aber nur wenig Gründe dafür, mehr von ihm sehen zu wollen. Seine Figur ist völlig ausdruckslos, sowohl im Hinblick auf die Figurenzeichnung wie auch die Darstellung. Nicht, dass der Rest irgendwie besser wäre.

Am ehesten überzeugt die Komödie noch, wenn Regisseur Eric Appel (Weird – Die Al Yankovic Story) mal richtig aufdreht und die Geschichte auf absurde Weise eskalieren lässt. Gerade zum Ende hin kommt dann doch noch das eine oder andere überraschende Element. Aber es sind eben nicht genug, um damit einen Film zu folgen. Auch wenn The Breadwinner – Der Vollzeitpapa nur knapp mehr als anderthalb Stunden lang ist und damit absolut im Rahmen liegt, am Ende ist das dann doch eher Zeitverschwendung. Selbst wenn man die Absicht hinter der Geschichte gutheißt, als Würdigung der traditionellen Hausarbeit und Plädoyer für mehr Gleichberechtigung: Der Film ist weder clever noch unterhaltsam.

Credits

OT: „The Breadwinner“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Eric Appel
Drehbuch: Nate Bargatze, Dan Lagana
Musik: Leo Birenberg, Zach Robinson
Kamera: Eigil Bryld
Besetzung: Nate Bargatze, Mandy Moore, Colin Jost, Zach Cherry, Martin Herlihy, Kumail Nanjiani, Will Forte, Stella Grace Fitzgerald, Birdie Borria, Charlotte Ann Tucker

Trailer

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The Breadwinner – Der Vollzeitpapa
fazit
„The Breadwinner – Der Vollzeitpapa“ erzählt, wie ein Mann erkennen muss, wie schwierig die Hausarbeit seiner Frau ist. Die Absicht hinter dem Film war sicher gut, das Ergebnis ist es nicht. So ist die Komödie überwiegend langweilig und überraschungsarm, streckenweise sogar eine Qual. Nur selten traut sie sich, auch mal richtig aufzudrehen.
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