Skybound
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Skybound

Skybound
„Skybound“ // Deutschland-Start: 23. Januar 2019 (DVD)

Die Überraschung ist groß bei Lisa (Scarlett Byrne), als der aus einer sehr reichen Familie stammende Matt (Rick Cosnett) sie auf einen Privatflug einlädt – mit ihm am Steuer! Weniger gelungen ist die Überraschung, dass sein Bruder Kyle (Gavin Stenhouse) ebenfalls an Bord ist. Denn mit diesem war Lisa vorher zusammen, bevor sie sich im Streit getrennt haben. Seither herrscht Funkstille zwischen ihnen. Komplettiert wird die Reisegruppe durch das befreundete Pärchen Odin (Tyler Fayose) und Roxy (Carla Carolina Pimentel), die mit ihnen von New York City nach Los Angeles fliegen werden. Nach einiger Zeit stellen sie jedoch fest, dass noch eine sechste Person (Morten Suurballe) im Flugzeug ist, ein blinder Passagier, der sich sehr verdächtig verhält …

Todesfalle Flugzeug

Flugzeuge sind in Thrillern ein immer wieder gern genutztes Setting, weil die Menschen stundenlang darin quasi gefangen sind und der Gefahr nicht entkommen können. Und so finden sich in der Filmgeschichte unzählige Beispiele. Ob nun Non-Stop (2014), 7500 (2019), Emergency Declaration (2021), 97 Minutes (2023) oder Flight Risk (2025), da kommen quasi andauernd Titel heraus, die sich eines solchen Schauplatzes bedienen. Einige der Beispiele sind sogar auch richtig prominent besetzt, Das bedeutet aber nicht, dass ein solches Szenario ein Selbstläufer ist, wie das Beispiel Skybound beweist. Denn der ist so katastrophal, dass man gar nicht weiß, ob man bei diesem filmischen Totalausfall weiter zuschauen oder sich entsetzt abwenden soll.

Das fängt schon mit der Figurenkonstellation an. Eine Frau lässt sich auf ein Date mit dem Bruder ihres Ex-Freundes ein? Die beiden Brüder sind wohl irgendwie Rivalen und müssen gemeinsam ein Flugzeug steuern? Das klingt bereits nach einer ganz üblen Seifenoper. Richtig bescheuert wird es dann gegen Ende, wenn sich herausstellt, wie Lisa Kyle kennengelernt hat und aus welchen Gründen sie sich getrennt haben. Skybound versuchte nicht einmal, eine irgendwie nachvollziehbare Geschichte zu erzählen. Die Figurenzeichnung ist auch lausig, man versuchte nicht einmal, interessante Charaktere zu entwerfen. Das befreundete Pärchen ist wohl auch nur deshalb dabei, damit das Trio nicht allein ist. Eine tatsächliche Funktion innerhalb der Handlung haben sie nicht. Wenn die zwei doch aktiv werden, wird es dafür grotesk.

Offene Fragen mit hohem Trash-Faktor

Aber Skybound soll ja auch kein figurenbasiertes Drama sein, sondern ein Thriller. Anfangs funktioniert das noch irgendwie. So fragt man sich zu Beginn, was es mit dem mysteriösen Fremden auf sich hat, der sich an Bord geschlichen hat. Wer ist er? Welches Ziel verfolgt er? Kurze Zeit später kommt es an Bord auch zu mysteriösen Vorkommnissen, die ebenfalls neugierig machen. An der Stelle ist klar, dass da irgendetwas Großes geschieht. Das Problem ist aber: Vieles davon wird gar nicht erklärt. Da passieren lauter Dinge, die gar nichts miteinander zu tun haben und auch nicht aufgelöst werden. Irgendwann ist der Film zu Ende und hat mehr Fragen aufgeworfen, als sie beantwortet zu haben.

Natürlich darf ein Thriller auch rätselhaft sein und bleiben. Hier merkt man jedoch, dass sich Regisseur und Drehbuchautor Alex Tavakoli einfach keine Gedanken darüber gemacht hat, was da geschieht. Wollte er vielleicht nicht. Hinzu kommt das sehr überschaubare Budget der englischsprachigen, deutschen Produktion. Wenn denn doch mal etwas geschieht, sieht das gleich so billig aus, dass jeder Ansatz, sich in der Geschichte zu verlieren, zunichte gemacht wird. In Kombination ist der Trashfaktor schon sehr hoch. Wer Gefallen an einem solchen hat, kann sich Skybound für einen Videoabend im Freundeskreis antun, am besten mit dem einen oder anderen alkoholischen Getränk. Das ist hier so grotesk, dass man es zumindest nicht wieder vergisst. Wer aber einen „richtigen“ Thriller sehen möchte, der sollte besser nicht einschalten.

Credits

OT: „Skybound“
Land: Deutschland
Jahr: 2017
Regie: Alex Tavakoli
Drehbuch: Alex Tavakoli
Musik: Andrew Reich
Kamera: Pana Costoglou
Besetzung: Rick Cosnett, Gavin Stenhouse, Scarlett Byrne, Morten Suurballe, Tyler Fayose, Carla Carolina Pimentel

Bilder

Trailer

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Skybound
fazit
In „Skybound“ lässt sich eine Frau auf ein Privatflug-Date mit einem Mann sowie dessen Bruder ein, der ihr Ex-Freund ist, bevor die eigentliche Katastrophe beginnt. Der Film kombiniert eine Seifenoper-Konstellation mit einem völlig bescheuerten Thriller. Das kann man sich für den Trash-Faktor anschauen. Ansonsten sollte man einen großen Bogen machen.
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