LOL 2.0
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LOL 2.0

„LOL 2.0“ // Deutschland-Start: 18. Juni 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Eigentlich ist Anne (Sophie Marceau) ja ganz froh darüber, dass die Kinder aus dem Haus sind und sie jetzt endlich mal Zeit für sich hat. Schließlich ist sie auch schon Mitte 50, da hat sie es sich verdient, jetzt einfach mal an sich selbst denken zu dürfen. Aber zu früh gefreut. Nicht nur, dass ihre Tochter Louise (Thaïs Alessandrin) auf einmal wieder auf der Matte steht und bei ihr einzieht. Denn auch bei ihr ist so einiges nicht nach Plan verlaufen, privat wie beruflich. Während Anne noch versucht, aus der Situation das Beste zu machen, kommt bereits die zweite Überraschung: Ihr Sohn Theo (Victor Belmondo) bekommt Nachwuchs, womit sie selbst also Großmutter wird. Und auf einmal ist in das vermeintlich ruhige Leben schon wieder vorbei, das Chaos ist bei ihr eingezogen …

Späte Fortsetzung der Hitkomödie

Dass erfolgreiche Filme eine Fortsetzung erhalten, ist nicht wirklich ungewöhnlich. Zuweilen hat man das Gefühl, dass jede Produktion, die ordentlich Geld eingebracht hat, irgendwann fortgeführt werden muss. Auffällig ist, wie zuletzt lauter Nachfolger veröffentlicht wurden, deren Vorgänger das eine oder andere Jahrzehnt auf dem Buckel haben. Bei Beetlejuice Beetlejuice und Top Gun: Maverick dauerte es jeweils 36 Jahre, bis der zweite Teil da war. Der Teufel trägt Prada 2 brauchte 20 Jahre, Freakier Friday 25, Der Prinz aus Zamunda 2 33. Und auch bei LOL 2.0 ließ man sich recht viel Zeit. Hier sind es 18 Jahre, die vergangen sind seit LOL (Laughing Out Loud). Knapp 3,7 Millionen Menschen sahen die französische Komödie seinerzeit in ihrer Heimat, im Ausland kamen noch ein paar 100.000 hinzu.

Nun ist das bei so späten Fortsetzungen immer so eine Sache. Wird das Publikum von einst wirklich zurückkehren, um zu erfahren, wie es mit den Figuren weitergegangen ist? Will man ein neues ansprechen? Wie hält man die Balance, einerseits auf die Vergangenheit zu verweisen, ohne das Gefühl zu wecken, selbst in der Vergangenheit zu leben? Bei LOL 2.0 ist das glücklicherweise ganz gut gelöst. So ist Lola, die Tochter, um die es das letzte Mal ging, beim zweiten Film gar nicht mehr dabei. Sie wurde nach Costa Rica versetzt. Stattdessen steht die jüngere Tochter im Mittelpunkt, die wie seinerzeit von Thaïs Alessandrin verkörpert wird. Sohn Théo wurde hingegen neu besetzt. Das ist symptomatisch für den Film, der auf einen Mix aus wiederkehrenden und neuen Elementen setzt.

Wenig kreativ, aber charmant

Zuschauer und Zuschauerinnen, die den ersten Teil nicht gesehen haben, müssen sich deshalb keine Sorgen machen, dass sie eventuell nicht mitkommen könnten. Hier wird nicht wirklich viel Vorwissen vorausgesetzt. Hinzu kommt, dass die Geschichten recht universell sind. Weniger positiv ausgedrückt: Regisseurin und Co-Autorin Lisa Azuelos (Das Zimmer der Wunder, Ein Augenblick Liebe) hat nicht so wahnsinnig viele kreative Ideen für das Comeback zusammengetragen. Das fällt vor allem auch deshalb auf, weil der Film am selben Tag wie Mein Leben, mein Ding im Kino startet, ein weiterer französischer Film über eine Mittfünfzigerin, die sich überlegen muss, wie es mit ihrem Leben weitergeht. Denn der ist deutlich fordernder und überraschender.

Wer das aber gar nicht braucht, sondern einfach nur einen netten Film über das ganz alltägliche Familienchaos sehen möchte, der macht hiermit nichts verkehrt. LOL 2.0 ist schon recht charmant geworden, ist zwischendurch amüsant, wenn die Leute ihre Marotten haben, Kurioses auf Gewöhnliches mit viel Identifikationsfläche. Hat es den zweiten Teil unbedingt gebraucht? Das eher nicht. Kommerziell war dieser daheim auch eine große Enttäuschung, er spielte nur ein Bruchteil des Originals ein. Aber irgendwie ist es trotzdem irgendwie schön, dass das mit der Fortsetzung geklappt hat. Sophie Marceau hat auch rund 40 Jahre seit ihrem großen Durchbruch nichts von ihrer Ausstrahlung eingebüßt und beweist, dass sie noch immer einen Film tragen kann.

Credits

OT: „LOL 2.0“
Land: Frankreich
Jahr: 2026
Regie: Joscha Douma
Drehbuch: Lisa Azuelos, Frédéric Da, Thaïs Alessandri
Musik: Bonjour Meow
Kamera: Gilles Porte
Besetzung: Sophie Marceau, Thaïs Alessandrin, Vincent Elbaz, Françoise Fabian, Victor Belmondo, Sylvie Testud

Bilder

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LOL 2.0
fazit
18 Jahre nach der französischen Hitkomödie erzählt „LOL 2.0“, wie es mit der Familie weitergegangen ist. Der Film sucht eine Balance aus wiederkehrenden und neuen Elementen und hält sich an die bewährte Formel. Das ist sicherlich nicht sehr kreativ, funktioniert aber dank des leichtfüßigen Charmes.
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