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© SR/Manuela Meyer

Der Saarland-Krimi: Bruder, Liebe, Tod

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„Der Saarland-Krimi: Bruder, Liebe, Tod“ // Deutschland-Start: 30. April 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Eigentlich hatte Tayfun Can (Aram Arami) der Polizeiarbeit den Rücken zugekehrt. Schließlich hat der frühere Kriminalhauptkommissar in einem tödlich endenden Einsatz eine traumatische Erfahrung gemacht. Und so arbeitet er jetzt als Sozialarbeiter und betreut straffällige Jugendliche im gastronomischen Projekt „Kleine Freiheit“, in der Hoffnung, diesen helfen zu können. Doch als ausgerechnet sein jüngerer Bruder Momo (Doguhan Kabadayi) verdächtigt wird, einen Mord begangen zu haben, bleibt Tayfun nichts anderes übrig, als doch wieder tätig zu werden. Das bedeutet für ihn auch, wieder mit seiner früheren Kollegin Elisa Santori (Olga von Luckwald) zusammenzuarbeiten – selbst wenn die das offiziell gar nicht darf …

Krimi mit vertrautem Szenario

Zwar hat die ARD nicht eben wenig Krimireihen, die am Donnerstagabend ausgestrahlt werden. Das heißt aber nicht, dass man nicht noch mehr produzieren kann. Und so gab es in den letzten Monaten gleich mehrere Anläufe, neue Teams und Geschichten zu etablieren. So startete vor einigen Wochen Der Garmisch-Krimi: Wolfsmord über eine Polizistin, die mit ihrer Vorgängerin, die inzwischen in einem Baumarkt arbeitet, einen Mord aufklären muss. Bei Der Saarland-Krimi: Bruder, Liebe, Tod, das im Erfolgsfall ebenfalls eine neue Reihe werden soll, gibt es eine ähnliche Konstellation um eine aktive Polizistin und eine Polizeikraft, die den Dienst quittiert hat. Nur dass das hier eben ein Mann ist und der jetzt als Sozialarbeiter tätig ist.

Richtig originell ist das nicht. So gab es Anfang des Jahres mit Einsatz Seeler – Ein Lübeck-Krimi: Geld wie Heu, einem Kollegen von RTL, eine weitere neue Krimireihe um einen Polizisten, der nach einem fatalen Einsatz aus dem Dienst ausscheidet und sich nun um straffällige Jugendliche kümmert. Und als wäre das Déjà-vu nicht schon groß genug, gibt es bei beiden Ex-Kommissaren einen sehr ähnlichen Anlass für das Comeback: Jemand aus dem eigenen Umfeld wird unschuldig eines Mordes verdächtigt. Und da die Protagonisten offensichtlich nicht darauf vertrauen, dass die Polizei selbst ermitteln kann, sind sie auf eigene Faust unterwegs. Eine Kopie des obigen Titels ist Der Saarland-Krimi: Bruder, Liebe, Tod natürlich nicht, das wäre so schnell gar nicht gegangen. Aber es zeigt doch, wie austauschbar die potenzielle neue Reihe ist.

Schick, aber überflüssig

Richtig spannend ist der Auftakt dann auch nicht geworden. An manchen Stellen versucht man zwar schon, etwas Eigenes hinzuzufügen. Dass beispielsweise der Ex-Kommissar Zugang zu Leuten hat, die seiner früheren Kolleginnen verschlossen bleiben, ist prinzipiell zwar schlüssig. Dass aber beide das mit den Regeln und Gesetzen nicht ganz so eng nehmen, nervt schon ein wenig. Gleiches gilt für den höheren Dramaanteil in Der Saarland-Krimi: Bruder, Liebe, Tod. Schon während der Ermittlungen wird da wieder einiges aufgetischt. Gegen Ende wird es dann ganz besonders viel, wenn sie alle für einen großen Showdown zusammenkommen. Das darf man ergreifend und packend finden. Oder anstrengend.

Insgesamt ist da jetzt wenig dabei, wofür man unbedingt einschalten müsste. Das beste Argument ist wie bei so manch anderem Krimi am Donnerstagabend im Ersten die Optik. Natürlich hat das südwestliche Bundesland kein vergleichbares Urlaubsflair, wie es etwa die Krimis aus Kroatien oder Bozen haben, die mit idyllischen Landschaften locken. Aber man hat doch einige schicke Aufnahmen zusammengetragen, die zumindest in der Hinsicht den Film sehenswert machen. Ansonsten macht Der Saarland-Krimi: Bruder, Liebe, Tod aber wenig Lust auf weitere Teile. Eine tatsächliche Bereicherung in diesem gnadenlos überlaufenen Genre ist das nicht.

Credits

OT: „Der Saarland-Krimi: Bruder, Liebe, Tod“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Janis Rebecca Rattenni
Drehbuch: Mathias Schnelting
Musik: Michael Klubertanz
Kamera: Victor Voß
Besetzung: Aram Arami, Olga von Luckwald, Doguhan Kabadayi, Sarah Mahita, Stefan Gorski, Heike Trinker, Daniele Rizzo, Claudio Caiolo

Bilder

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Der Saarland-Krimi: Bruder, Liebe, Tod
fazit
In „Der Saarland-Krimi: Bruder, Liebe, Tod“ muss ein traumatisierter Ex-Polizist die Unschuld seines jüngeren Bruders beweisen. Der Krimi ist über weite Strecken sehr austauschbar. Lediglich die schicken Bilder rechtfertigen einen Blick auf den Auftakt einer potenziellen neuen Reihe.
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