Playground from Hell Hive
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Playground from Hell

„Playground from Hell“ // Deutschland-Start: 22. Oktober 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Eigentlich träumt Sasha (Xochitl Gomez) davon, eine medizinische Schule zu besuchen. Doch der Weg dorthin ist steinig – und viel zu teuer für die junge Frau. Also arbeitet sie erst einmal als Babysitterin. Im Auftrag von Camille (Tanya van Graan), die selbst auf diese Schule gegangen ist und ihr helfen möchte, soll sie auf deren Tochter Zaley (Victoria Firsova) aufpassen. Das klappt alles ganz gut, die beiden verstehen sich. Doch als sie einen Spielplatz aufsuchen, auf dem das Mädchen seine Puppe vergessen hatte, kommt es zu einem Zwischenfall. Erst verschwindet Zaley spurlos. Als sie wieder zurück ist, klagt sie zunächst über Schmerzen und beginnt dann, Sasha zu attackieren. Und das ist nur die erste von zahlreichen erschreckenden Erfahrungen …

Der Ort des Grauens

Sie haben eine lange Tradition im Horrorgenre: Filme, in denen Kinder nicht die verfolgten Opfer sind, sondern sich selbst seltsam und unheimlich verhalten. Die langjährige Reihe Kinder des Zorns könnte einem da einfallen, vielleicht auch Das Omen oder Orphan: Das Waisenkind. Denn gerade die Vorstellung, dass der unschuldig wirkende Nachwuchs die eigentliche Bedrohung ist, kann schon furchterregend sein. Mit Playground from Hell kommt nun ein weiterer Film bei uns heraus, der mit einem solchen Szenario spielt. Schließlich dauert es nicht lange, bis wir sehen, wie Zaley sich seltsam verhält und anschließend sogar gewalttätig wird. Die Frage ist nur warum.

Die kanadische Produktion hat also schon einen gewissen Mystery-Faktor, wenn das Publikum rätseln darf, was es mit dem Vorfall auf sich hat. Schon vorher hat der Film eine surreale Anmutung, wenn man das Gefühl hat, dass da irgendetwas nicht stimmt. Nur ist eben unklar was. Der „deutsche“ Titel Playground from Hell nimmt da bereits einiges vorweg, wenn der Ort des Geschehens in den Mittelpunkt gerückt wird. Das mag man unglücklich finden, ist dennoch besser als das Original, das noch deutlich mehr verrät und zugleich unverständlich ist. Und es ist schon passend, weil das Setting tatsächlich später eine große Rolle spielt, quasi selbst zu einem Charakter wird, der um sich greift und die Protagonistin in den Abgrund ziehen will.

Eher seltsam als spannend

An der einen oder anderen Stelle ist Regisseur und Drehbuchautor Felipe Vargas (Rosario), der hiermit seinen Kurzfilm auf Spielfilmlänge ausbreitet, schon auch atmosphärisch geworden. Das wird dann schön klaustrophobisch und unübersichtlich. Ein bisschen erinnert das an den Geheimtipp Dave Made a Maze vor einigen Jahren, wo eine Gruppe von Menschen in einem Karton verlorengeht, welches sich als bizarres Labyrinth herausstellt. Leider hat Playground from Hell aber weder das Budget, das es gebraucht hätte, um das alles wirklich in Szene zu setzen, noch die visuelle Kreativität. Der Film sieht einfach nicht besonders gut aus, streckenweise wirkt das eher amateurhaft, wenn die Babysitterin mit dem Spielplatz und den Menschen kämpft.

Inhaltlich ist das Werk leider auch nicht wirklich gelungen. Dann und wann merkt man zwar schon, dass Vargas auch größere erzählerische Ambitionen hat. So greift er in seinem Film gesellschaftliche Themen wie Klassenunterschiede und Rassismus auf, wenn die offensichtlich hispanischstämmige Protagonistin für eine blonde Weiße arbeiten und auf deren Kind aufpassen muss. Aber so richtig weit geht der Film dabei nicht. Auch bei den offensichtlichen Problemen von Sasha bleibt Playground from Hell an der Oberfläche. Potenzial hatte das alles schon, das merkt man immer mal wieder. Aber es gelingt dem Regisseur einfach nicht, dieses Konzept wirklich auf Spielfilmlänge auszuweiten und dabei etwas Interessantes zu zeigen oder zu sagen. Stattdessen beginnt der Film trotz des alptraumhaften Settings irgendwann zu langweilen an.

Credits

OT: „Hive“
Land: Kanada
Jahr: 2026
Regie: Felipe Vargas
Drehbuch: Felipe Vargas
Musik: Rene G. Boscio
Kamera: Carmen Cabana
Besetzung: Xochitl Gomez, Aaron Dominguez, Zenobia Kloppers, Victoria Firsova, Tanya van Graan, Jenny le Roux, Thulani Nzonzo

Bilder

Trailer

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Playground from Hell
fazit
In „Playground from Hell“ macht eine Babysitterin nach dem Besuch eines Spielplatzes unheimliche Erfahrungen. Der Film hat schon eine interessante Grundidee und will zwischendurch tatsächlich etwas Sagen. Es gelingt ihm aber nicht, daraus etwas Spannendes zu machen. Das Ergebnis sieht zuweilen auch ziemlich billig aus.
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