
Der Schock ist groß, als Wachmann Malek bei einem Routinegang durchs Fußballstadion brutal erschlagen wird und dessen schwangere Freundin Sophie Kretschmer (Emma Forchel) schwer verletzt ins Krankenhaus kommt. Wer könnte nur eine solche brutale Tat begangen haben? Robert Heffler (Jürgen Vogel) und Mavi Neumann (Aybi Era) versuchen das herauszufinden. Dabei fällt der Verdacht bald auf die drei Jugendlichen Justin Sänger (Tommes Diallo), Hakan Yildirin (Caspar Kamyar) und Leon Duric (Elmo Anton Stratz). Doch etwas an dieser Geschichte stimmt nicht. Zur gleichen Zeit muss Robert privat auch alle Kraft aufwenden, denn Tochter Stella (Luna Jordan) steht vor ihrer Weltreise …
Trauriger Abschied
Neustart und Abschied bei Jenseits der Spree. Seit 2021 wird die ZDF-Krimiserie inzwischen ausgestrahlt und hat sich dabei bestens etabliert. Zumindest ist sie ziemlich produktiv: Derzeit werden jedes Jahr acht neue Folgen ausgestrahlt. Zuletzt kämpfte Ende 2025 Robert in Eine muss sterben um das Leben seiner beiden entführten Töchter. Ganz so brenzlig geht es in Kontrollverlust nicht zu, der ersten Episode der neuen sechsten Staffel. Dafür wird diese aufgrund eines sehr schwierigen Abschieds in Erinnerung bleiben. Nicht nur, dass Tochter Stella ihre Weltreise antritt. Deren Schauspielerin Luna Jordan ist vor einigen Monaten im Alter von gerade einmal 25 Jahren gestorben. Der Auftritt in dieser Geschichte wird daher ihr letzter sein, auch wenn das in der Serie so natürlich nicht gesagt wird.
Glücklicherweise verzichtete man dabei auch auf Kitsch und großes Tränendrücken. Das ist insofern bemerkenswert, weil die Serie immer mal wieder zu einem aufgebauschten Familiendrama wurde, bei dem das Verhältnis zwischen dem Protagonisten und seinen diversen Töchtern im Mittelpunkt stand. Das konnte zuweilen nerven. Die Szenen in Jenseits der Spree: Kontrollverlust sind da zurückgenommener, weshalb das ein würdevoller Abschied ist. Parallel kündigt auch Mavi ihren vorübergehenden Abschied an, da sie auf eine Weiterbildung geht. Auch das trägt dazu bei, dass die Folge eine melancholische Stimmung hat. Das steht in einem starken Kontrast zu der vorangegangenen Folge, die in eine Thrillerrichtung ging. Oder zumindest wollte.
Als Fall mäßig interessant
Der Fall an sich ist auch eher tragisch als wirklich spannend. So weiß man hier schon früh, dass die drei Jugendlichen damit zusammenhängen. Klar, da muss noch die eine oder andere Frage geklärt werden, da der Angriff erst einmal so keinen Sinn ergibt. Richtig viel Stoff zum Rätseln ist dennoch nicht dabei. Und auch kein Nervenkitzel. Ein bisschen darf es einen zum Ende hin noch frösteln, wenn die Abgründe der Jugendlichen deutlich wären. Jenseits der Spree: Kontrollverlust ist wieder so eine Folge, die einen den Glauben an die Menschen kosten könnte. Allerdings ist einiges davon auch stereotyp, weshalb die Wirkung nicht ganz so groß ist. Insgesamt ist das Durchschnitt, mehr nicht. Nächstes Mal geht es in Schein und Sein um eine erstochene Frau auf der Parkbank.
OT: „Jenseits der Spree: Kontrollverlust“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Philipp Eichholtz
Drehbuch: Etienne Heimann
Musik: Christian Meyer
Kamera: Tom Keller
Besetzung: Jürgen Vogel, Aybi Era, Elisabeth Baulitz, Philippa Jarke, Lea Zoë Voss, Luna Jordan, Bella Bading, Bernd Hölscher, Tommes Diallo, Elmo Anton Stratz, Caspar Kamyar
Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.
(Anzeige)






